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Der Orient · 1844-08-27 · Heft 35 (27.8.1844) · p. Seite 265

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Journal
Der Orient
Volume
5 (1844)
Issue
Heft 35 (27.8.1844)
Date
1844-08-27
Page
Seite 265 (sequence 1)
Language
German
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Fünfter Jahrgang UM titn Berichte, Studien und Kritiken fü r Das Abonnement für ein Jahr ist 5 Lhlr. Man abonnirt bei allen ,§dl. Postämtern und nllcn solid. Buchhandlimgcn auf ein Jahr, jüdische Geschichte und Literatur. Ho rausgegeben von Dr. Julius Fürst. Von dieser Zeitschrift erscheinen wöchentlich das Literaturblatt mitgerechnet, zwei Bogen, und zwar an jedem Dienstag regelmäßig. 35» Leipzig, den 27. August 1844» Inhalt. Großbritannien. London. Das Rabbmat. Ein Bet-Din. Wohlthatigkeit. Jiidenbekehrungsmissi'on. — Deutschland. München. Reskript die Schullehrer - Seminarien betreffend. Posen. Kultuswesen. Die russischen Grenzjuden. Krotoschiner Gemeindeleben. Königsberg. Dr. Saalschutz über den christlichen Staat.. (Schluß.) — Oesterreich. Prag. Hebung und Förderung der Industrie durch jüdische Fabrikanten. — Polen und Rußlan d. Warschau. Die Rekrutirung Der russische Militarstand. Der Name des Hrn. Tugendhold eine Satyre. Synagogeneinweihung. Die Herren Rosen u. Epstein. — Die Judenfrage im Herzogthume Meiningen. — Personalchronik und Miscellen. — Briefkasten. — LB. d. Or. Großbritannien. London, 1. August. Dem Vernehmen nach haben sich sieben Rabbiner zu dem Rabbinate bei unseren Vorstande gemeldet, und wie man erzählt, gerade nicht die besten und besahigsten. Es ist aber kein Wunder, da unter den gestellten Bedingungen so viele Punkte kleinlicher Natur [mb, daß kaum ein ordentlicher Rabbiner sich finden Mg, der sie zu erfüllen vermöchte, vorzüglich da der guten, in der jüdischen Wissenschaft bewanderten sehr selten sind. Man sagt sich hier allgemein, daß die Gemeinde, wenn sie nicht einen übereilten Schritt zu bereuen haben will, wohl zu dem alten Mittel wird schreiten müssen, ein Bet-Din zu wählen, und zwar so, daß erst drei die Potenz des Rabbinats ausmachen werden. Einen tüchtigen Talmudisten zu finden, der tiefe jüdische Gelehrsamkeit mit einiger moderner Bildung verbindet, an den die Israeliten des Reiches und der Kolonien sich Menden können, wird nicht schwer zu finden sein, und man spricht von dem jungen Kreisrabbiner Hirsch Chain Zolkiew in Bezug auf diesen Posten, dessen tiefe talmudische Gelehrsamkeit allgemein aus seinen gediegenen Werken bekannt ist. Eben so wenig kann es schwer fallen, einen für dieses Triumvirat zu finden, der vorzüglich das Predigtamt in englischer Sprache gut Verben kann, und dafür soll man sogar gesonnen sein, nicht außerhalb London zu suchen. Der dritte soll aus Herzogthume Posen genommen werden. Ich werde nächstens wohl mehr als eine bloße Meinung geben können. — Nun noch einige Kleinigkeiten. Den 30. April fand ein großes Diner für das jüdische Hospital, dessen Patron der Herzog von Cambridge ist, statt; es wurden dabei 1250 £ St. gesammelt. — Den 2. Mai fand ein glanzender Ball für das jüdische Waisenhas statt, wobei 500 St. gesammelt wurden. — Die Judenbekehrungs - Gesellschaft hat vom Könige von Preußen ein Geschenk von 100 £ St. erhalten, und' von nun an einen jährlichen Beitrag von 25 f St. Die Gesellschaft giebt jährlich aus 25,000 St. für die Judenbekehrung. Deutschland. München, 2. August. Erlauben Sie, daß ich hier ein im Jntelligenzblatt Nr. 47 vom 12. Juni erschienenes Reskript mittheile: Ministerium des Innern. Zufolge der durch Ministerial-Reskript vom 14. Marz v. I. eröffneten allerhöchsten Entschließung sind die Schullehrer-Seminarien Kaiserslautern, Würzburg und Bamberg für die Theilnahme israelitischer Schullehrlinge an dem Seminar-Unterrichte aus dem Grunde ausschließend bestimmt worden, weil ihnen daselbst die Gelegenheit zum Empfang des Religionsunterrichts und zu einer ihren Religionsgebrauchen entsprechenden Beköstigung und Unterkunft bei Israel. Familien gegben ist. Nachdem nun bei dem mittlerweile errichteten Schullehrer-Seminar zu Schwabach dieselben Gelegenheiten geboten sind, und die Ausdehnung jener Benutzung die Ergreifung 35

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