Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 5 (1844)
- Issue
- Heft 33 (13.8.1844)
- Date
- 1844-08-13
- Page
- Seite 249 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Jahrgang fit Berichte, Studien und Kritiken Das Abonnement für (in Jahr ist 5 Lhlr. Mai, abonnirt bei allen löbl. Postämtern und Mn solid. Buchhandlungen auf ein Jahr. für jüdische Geschichte und Literatur. Herausgegeben von Nr. Julius Fürst. Von dieser Zeitschrift erscheinen wöchentlich das Literaturblatt mitgerechnet, zwei Bogen, und zwar an jedem Dienstag regelmäßig. Leipzig, den 13. August 1844. Inhalt. Orient. Türkei. Nizza-Pascha über die verschiedenen Konfessionen im Türkenreiche. —- Großbritannien. London. Em iüd. Aldermann.- Die russ. Grenzjuden. Das Rabbinat. — Frankreich. Paris. Die Vermehrung des Budgets. — io ei 5. Kanton Aargau. Zschokke's Stunden der Andacht. Statistik. — Deutschland. Berlin. Phrasen belletristischer Journale. Streck fuß. Hamburg. Berichtigung von Kley. Hamburg. Die Feindseligkeit gegen die Juden Memel. Ein jüd. Proselyt. Leipzig. Die Judenfrage. Meiningen. Eidesformel. Pleß. Humane Bekanntmachung. Königsberg. Dr. Saalschütz über den christl. Staat. Berlin. Jahresbericht des Kultur-Bereins. — Oesterreich. Lemberg. Statistisches. Preßburg. Ein Ungar über die Juden. — Schweden und Norwegen. Christiania. Naturforscherversammlung. —- Zur Geschichte der Juden in Odessa. -Schluß.) — Personalchronik und Miscellen. — LB. d. Or. Orient. f Türkei. In einer Rede, welche Nizza-Pascha in ^Gegenwart des Sultans und vor den versammelten De- Wirten des griechischen, armenischen und israelitischen ^'Klerus von Smyrna, Chios und Aiwali, in Metelin hielt, kommt u. A. folgende Stelle vor: jj| „Muslims, Christen, Israeliten, Ihr seid alle die | Untertanen eines und desselben Kaisers, die Kinder eines k unb desselben Herrn. Giebt es Unterdrückte unter Euch, 'so mögen sie hervortreten, da es die bestimmte Jntens fion Seiner Hoheit ist, daß die Gesetze, welche das Le- : ben, die Ehre und die Güter bewahren, in seinem Reiche - Ass Genaueste befolgt werden. Es legt der Sultan i zu großen Werth auf die Liebe seiner Völker, daß l'ß ihm nicht am Herzen läge, sich dieselben durch die unauflöslichen Bande der Dankbarkeit jeden Tag mehr l Mb mehr zu verbinden. Muslim oder Christ oder Jude, s der Reiche wie der Arme, Civil-, Militär- oder Reli- Msbecrmter, jeder ottomanifche Unterthan setze volles ^.'Vertrauen in den Oberhercn, der die Waage für Alle ^gleich hält; jeder Schuldige zittere; jeder rechtschaffene l ^nnn, jeder gute Diener empfange seine Belohnung!" [ L’Uniyers Isr. . Großbritannien.; London, Juli. Hr. Salomon, Ex-Sheriff, ist, im ^nlle einer nächsten Vakanz, Kandidat des Aldermannsamtes von Portsaken. — Oeffentliche Gerüchte sprechen von einer Adresse, welche die Kammer durch die Vermittelung des Baron Brunow, russischen Gesandten an unserm Hofe, zu Gunsten der russischen Grenzjuden an den Kaiser von Rußland gerichtet habe; die Bittsteller wissen aber noch nicht, ob sie überreicht worden sei. Zugleich sind wir unterrichtet, daß eine kleine Anzahl von Pairs, Prälaten und andern christlichen Würdetragern eine andere Adresse zu demselben Zwecke unterzeichnet haben, und daß sie, durch Hrn. Baron Brunow dem Kaiser, den Tag vor dessen Abreise aus London, übergeben wurde. — In Betreff des hiesigen Rabbinats sind schon mehre Anfragen und Diplome von mehren ausgezeichneten deutschen Rabbinen eingegangen. L’Uniy. Isr. Frankreich. Paris, Juli. Die Deputirtenkammer hat in ihrer Sitzung vom 8. d. M. die Ausgaben des israelitischen Kultus für das Jahr 1845 auf 110,400 Fr. angesetzt. Diese Ziffer vergrößert das Budget von 1844 um 10,000 Fr. Schweiz. Kanton Aargan. Die P. A. Z. berichtet in einem mysteriösen und zweideutigen Tone: „Zschokke's Stunden der Andacht" sind nun von zwei gelehrten, mit den Schriften des neuen Bundes wohl vertrauten 33