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Der Orient · 1844-08-06 · Heft 32 (6.8.1844) · p. Seite 241

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Journal
Der Orient
Volume
5 (1844)
Issue
Heft 32 (6.8.1844)
Date
1844-08-06
Page
Seite 241 (sequence 1)
Language
German
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Fünfter CfB*ITf.CttjL Jahrgang Berichte, Studien und Kritiken Das Abonnement für ein Jahr ist 5 Thlr.; Man abonnirt bei allen;. Bl. Postämtern und ■; aUen solid. Buchhandlangen auf ein Jahr» für jüdische Geschichte und Literatur. Herausgegeben von Dr. Julius Fürst. Von dieser Zeitschrift erscheinen wöchentlich das Literaturblatt mitgerechnet, zwei Bogen, und zwar an jedem Dienstag regelmäßig. - 32» _Leipzig, den 6. August 1844» £ Inhalt. Frankreich. Gray. Kultuswesen. Bayonne. Errichtung eines Konsistoriums. Paris. Vermischte Nachrich- H*n. — Deutschland. Berlin. Der Mordanschlag auf den König. Heddernheim. Eintracht zwischen Juden und Christen. "'Hamburg. Volksschristen. Königsberg. Dr. Lowositz über die Prager Unruhen. G lei Witz. Vertheidigung des Lehrers G. ^Hamburg. Der Tag der Einweihung des neuen Tempels. Frankfurt a. M. Gemeindewesen. Rabbiner Stein. — Iur Ge- Achte der Juden in Odessa. (Forts.) — Personalchronik und Miscellen. — LB. d. Or. Frankreich. Gray (im Dep. der obern Saone), Juli. Unsere Gemeinde, entfernt von jedem Rabbinersitz und selten einen Geistlichen sehend, hat so eben einen sehr angek-nehmen Genuß gehabt. Den Samstag am 29. Juni hat Hr. Charleville, Rabbiner von Dijon, in unl sirrr Synagoge gepredigt und sein glanzender Vortrag hat alle begeistert. Es war die erste Predigt in unse-; rer Gemeinde. L’Uniy. Isi\ | Bayonne (im Dep. der niedern Pyrenäen), Juli. I- Die numerische Wichtigkeit der israel. Gemeinde zu ^Bayonne und Saint-Esprit hat längst das Bel dücfniß nach einem für unsere Gegend gewähltes Kour-silionüm gefühlt, und wenn wir schon aus materiellen - Rücksichten, die ich soeben bemerke, zur Wahl eines solchm Konsistoriums ein unbestrittenes Recht haben, so r'Llauben wir es noch wegen der moralischen und religiösm Lage unserer Glaubensbrüder in dieser Gegend es verdienen. Bayonne hat das seltene Glück, seit ge- ^ratmer Zeit seine geistigen Interessen solchen Hirten ^anvectravt zu sehen, die sowohl durch ihre Frömmigkeit ^!s auch durch ihre Grundsätze für den Fortschritt bei.Eanm sind. Unser jüngst verstorbener Rabbiner Athias der jetzt thatige R. Marx gehörten zu dieser Klasse }^1 Rabbiner. Unsere Glaubensgenossen in Frankreich ^mnen die Anstrengungen der pyrenaischen Israeliten, sich im Glauben der Vater und in der allgemeinen Achtung fortzubilden und diese Anstrengungen bedürfen eines Centrums, von wo aus die Thatigkeit ihren Anfangspunkt nimmt. .. L’Unrv. Isr. Paris, Juli. Der König von Belgien hat dem Arzte Dr. Otterburg den Leopoldorden verliehen. Hr. O. wurde von einer großen Anzahl deutscher Aerzte in Paris gewählt, um eine Gesellschaft, die zur gegenseitigen Aufklärung über schwierige medicinische Fragen gegründet wurde, zu leiten und die Franzosen mit den Fortschritten ver deutschen Medicin bekannt zu machen. — Au der Industrie-Ausstellung, welche so viele Fremde nach Paris geführt, haben jüdische Fabrikanten die merkwürdigsten Partien geliefert. Die schönsten Tapeten lieferte ein Hr. Helbronner; ein gewisser Hr. Salem o n aus Paris verfertigte die schönsten Muster von polygraphischen und mechanographischen Maschinen; ein gewisser Hr. Wolf lieferte die kunstvollsten Meubels, wobei die Solidität mir dem Reichthume wetteiferte; die Brüder Vitalis, ihren Erfolg seit 1823 verfolgend, lieferten die schönsten Tücher ihrer Fabrik. Gleich ihnen lieferten noch zahlreiche Israeliten ihre Beitrage zu dieser großartigen Ausstellung. — Den 17« dieses Monats starb zu Paris Hr. Polack, der Sekretär des Konsistoriums, in einem Alter von 48 Jahren. Die jüdische Journalistik in Paris widmet ihm, der es wohl verdiente, den schönsten Nachruf. — Durch eine königl. Ordonanz ist den 1. Juli d. I. Altkirch (im Dep. Hoch-Rhein) zu einem Rabbinatsütze bestimmt worden. Dieses neue Rabbinat wird die Gemeinden zu Altkirch, 32

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