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Der Orient · 1844-07-30 · 31 (30.7.1844) · p. Spalte 493-494

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Journal
Der Orient
Volume
1844
Issue
31 (30.7.1844)
Date
1844-07-30
Page
Spalte 493-494 (sequence 7)
Language
German
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Kritiken. Kurze Anzeigen. 494 gen m. ihrer. Einfachheit können einem gewöhnlichen. Leser aus dem Volke keine. Nahrunggeben;, er muß etwas haben, was sein Gemüth erwärmt, seine Phantasie anregr. Es war daher ein höchst verdienstreiches Unternehmen des Herrn M. Mendelsohn, daß er dem „Deutsch Chumasch" ein neues Kostüm anlegte und es unserer Zeit anpaßte. Mit Bezugnahme auf den Wochenabschnitt finden wir den Talmud, die Midraschim, den Sisri, die Kommentare Raschi's und Nachmani's in einem schönen und guten Deutsch verarbeitet, und so hat auch das weibliche Geschlecht ein Lesebuch, das es ansprechen muß. So viel überden eigentlichen Zweck der Schrift, die der Hr. Vers, bald fortsetzen möge, da sie, sowohl in Betreff des Planes als der Ausführung, als gelungen bezeichnet werden kann. Hr. M. hat ferner dem 2. Hefte zwei hebräische Aufsätze vorangeschickt, die sowohl in stylistischer als ästhetischer Beziehung den Charisi'schen und Immanuel'- schen Produktionen an die Seite gesetzt werden können, und. mit denen wir den Leser, den Umriffen nach,, vertraut wachem wollen. Der erste Aufsatz t£Hnn überschrieben ist ein Sündenregister der alten. Derascha's und Darschaniw. Es wird geschildert, wie der Vers, im Jahre der Schöpfung 5569 Freitag Abends nach einer Stadt kam, und die Juden in die Synagoge strömen sah. Auch er ging hinein und schämte sich des Lärmens, Schreiens' und Polterns, das im Gotteshause herrschte, so dass er ausrief: , rpD HT n>o nbo ’b3 pjD onbsn ons» , D’otsm nyi» 31 pw. Der Lärm nahm zu, als der Ehasan ibip), pT33 3N303, pm 31173 von zwes Sängern umgeben, seine Stimme erschallen ließ. Er war so gelehrt, daß “in Dl |’N1 ni ]’N mono. Vor der Bundcsladc eine nbi3! 30'3 sehend, fragte Hr. M. den nwlA WM2W ,, kr«: l»'N , N'33 3011» '33 13N301 , D'1131 N330 N3303 l'b.131 , D’1D3 Dnb D'3l3t» i1D3’l D'3int» pb'1 , D’3)3Dn, was diese Bima zu bedeuten habe, worauf Jener antwortete t 'n.ia>3 30)33 N1N3 N'.i' nnt^n qvd 3301.,, niNboi onnb. Als Hr. M. nach dem Wunder mann sich erkundigte, erwiderte der Synagogendiener zornentflammtqh , ]yi3. p ^31 p 33 , nyn'i ninbn nns., nyot» t»3nn yot» dn, Nb U'b)3!3 N3- N'b‘D3y p N'bn. Der Synagogendiener ergießt sich nun in Lobeserhebungen des R. NbD3y, dieses Gottesmannes, der by D’pDiDm , D'H^Nin b ns by3 yni' ihn yt»yi»i , n’3)3 P'bN Dy dt ni' 3333 , D'Jin tot rum , i'b3N3 nnoo 33330 nt»yoi , N’3b Dy nfo in» miaa ’pa um „ wsabrat tjdci! sids,, uai tp3, dessen Enthaltsamkeit so weit gehr, daß D13 lb 1.11D DN TU unn, 3DN', kurz der ein Mann ist, von dem man sagen kann: t»13p '3 , inb'3N DJ)U3 nimi> 331!» '0 '3t»N 3333 , iboy b30 ipbn mt» miyoi , inbiyo i>33 Nin tim b3 by , min’3 inmyow Nb , miyDn by min '131 333D D13 il3 by , 331DO t»3N'. Würdig zur Seite stehen dem Darschan R. Nboiy , 33l»3 3.'“!' '3 der vnyD '33 5 ppn nb3 P;3nt» lb pN 3t»N, t»'N , d'jun p il»N3) ,. D'inn 1'il» , D'!3N 133.1 , 3'DN3 iu’y , nbjy mnay i'manpi , nbyob bo333 mN.ua D’D bi3ob dttoi , D’Dt»n nanN3, und endlich 3,3 b 3 vwn, der pn -ioib wNi , ibt»- ’D’ i>3 nun ’bn 3tyr> pib’n. Rach einer schlaflos verbrachten Rächt, besucht Hr. M. die Synagoge und sah selbst den Wundcrmann, der folgendermaaßen portraitirt wird: D'DbN , ID'N'3 by nbnJ nsiao n’a’an , ws ny ib.n *^3d n'bui , wabb iby D’byn» nnsii nbm t»33 , ihn3d pioy mm , luobu 32yn nyi' nmy inan byi , nnbifD nyn iud tui , ihud b3 nbci , nnpbno t^N wyi , nmia pni» nbuvi n:bo3 , nnoa nion ruDDi , mapwb Dt»i , miai nun yninut» l'Di bni iDDin , mnNn nD3N,n np^b1 NNL'i , min , nciNn b3 nntt'b inidd , pt»n f)'pt»' di»di , pp not»b bnnn b3 ponbl. Auch hörte er die wunderliche Derascha, die ein komisches Quodlibet bildet und welche die Lomdim und Bachurim zu dem Ausruf begeisterte: ipoy HD , Nun Nbm Nun lbn i?nn33D ind’ ’d , Tnatyno , JDPNl n’3n 1,3)03 .13N’ '0 , NbJlH Pl 3HDN tfTVNN pm '33301 niSDin! Als der Verf. die Synagoge verlassen, sah er seinen Freund Medad, dessen Fragen über R. NbDny er mit einem Bibelvers beantwortet. Zur Charakterisirung dieses witztgen Frage- und Antwortspieles theile ich einige Zeilen dieses Gedichts mit. *5W?' “’bN '3 3CN’ 30. *• •* tf 13331 W213 'b jn? p’3r 3y3l?'N '3NN 1L13' 30bl ' fpilO 1333 b N 3 Ll' 'l'yi? wsb 3tj/N cyn use/o. 301, V> 3 D b Ü31 n: D '3:0 a 3 Ivy,?>33y 'MN lb' 13DN' 30) — .-piyo 'by 33 3 3 3 t» N -JlinN '3 IN Nb 3 Der. zweite Aufsatz, unter dem Titel „17333 V3133: py" schildert auf eine ebenso witzige Weise das Treiben einiger Reformer, aus dem Auszüge zu machen der Raum dieser Blätter mir verbietet. Ich will blos hervorheben r daß der Verfasser in einer Vision, zwei Reformer, '1 und in der andern Welt sieht, welche das Alef-Ber lernen müffew unddie p-) vVv>V , HD1? 3ob.bi nobb iNtwnn p3N3i , 30b ny f]bN jo. Ink. 48) Plan der- Real- Encyclopädie des Iudendhums. Zunächst für die Mitarbeiter. Krotoschin-, 1844. Kl>, 8. B. L. Monasch und Sohn. Eine Fortsetzung, und Umarbeitung der. m: Nr. 30, 31 und 32 (nicht 30> und; 32 , wie Hr. Cassel im. Vorwort sagt) des vorigen Jahrganges'mitgetheilten Briefe über die „Reals- Encyklopädie des Judenthums" von. den. Herren Rabbinatskand.idaten. D^ C a sise. l in- Berlin, und M. Stein sich n e ider in Prag. Wir wünschender Real-Encyklopadir geistige und materielle Unterstützung..

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