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Der Orient · 1844-07-02 · 27 (2.7.1844) · p. Spalte 417-418

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Journal
Der Orient
Volume
1844
Issue
27 (2.7.1844)
Date
1844-07-02
Page
Spalte 417-418 (sequence 1)
Language
German
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Meraturblatl des Orients. Berichte, Studien und Kritiken für Mische Geschichte und Literatur. M SV. Leipzig, den 2. Juli 1844. Inhalt. Literatur-Berichte. Preßburg. Leipzig. — Kritiken. Hirsch 's Religionsphilosophie beurtbeilt von Dr. Steinheim. (Forts.) — Zur Beschneidungsfrage. Bon Dr. Bergson. Gegen den Aufsatz: Die Epoche des Makkabäerkampfes und die heutige Zeit. — Kurze Anzeigen. Redslob. Zunz. Sreg esmund. Zimmer. Schulhof. Mohr. — Literarische Ankündigungen. Literatur - Berichte» Preßburg, 17. Juni. Das Neueste, wovon ich Ihnen melden kann, ist: Rede zur Einweihung der Hermann Tetz esc o'schen Stiftung ....... gehalten von I. N. Mannheimer, Prediger der israel.. Gemeinde zu Wien. Preßburg, bei Ant. Ed. v. Schmid. 1844. 8. — Ein Näheres hierüber finden Sie in meiner beiliegenden Skizze „zur Kenntniß der jüdischen Literatur Ungarns" Nr. 5t.*) — Ich bemühete mich, diese Ihrem Verlangen gemäß möglichst vollkommen zu liefern, muß aber gestehen, daß sie es nicht ist, — Hebräisches wird in Ungarn nur in Ofen und seit einigen Jahren auch hier in Preßburg gedruckt; Bibliotheken, in denen man diese Werke aufgestellt und gesammelt fände, giebt's in Ungarn keine einzige. Ich mußte daher — wollte ich diese Werke sämmtlich erhalten, mich an die Buchdruck-ereien selbst wenden. Ich that es hier, fttf)' mich aber getäuscht, und fand nicht einmal die hier gedruckten Werke, weil die Buchdruckerei unter schlechter Administration steht und überhaupt nur eine Filialbuchdruckerei der bekannten Wiener ist. Aber auch in Pesth und Ofen erging es mir nicht besser; ich dachte in der Universitätsbuchdruckerei alles Hebräische, das daselbst gedruckt ward, zu finden, — fand es aber eben so wenig; Faktor und Censor versicherten und überzeugten mich, daß seit 25 Jahren, wo einmal etwas einem Katalog Aehnliches angefertigt wurde, nichts mehr in der Universitätsbibliothek — außer was eben für den Schulbedarf nöthig — eingetragen oder ausgestellt wird, und die Pflichtexemplare in tiefen Magazinen dem Staub und Moder zur Beute dienen. Diese Ordnung in Ungarn ist wirklich musterhaft! Deutschland, England und Frankreichs könnten sich ein Beispiel daran nehmen. *) Wird nächstens abgedruckt werden. Ungarn — ach nein, seine Mäuse —- essen vielleicht mehr Bücher als Ihr selbst das ganze Jahr hindurch!- Ich bestrebte mich so viel als möglich, mir die seit 1830 in Ungarn gedruckten Werke, Broschüren und Gelegenheitsschriften einzeln zu verschaffen, zu lesen, und — mit Uebergehung der hier in Unzahl erscheinenden QNN'v , D^nn , NNOZ-Q, nobw ppn rc. rc. — zu besprechen. Pesther Gelehrte und Buchhändler unterstützten mich nach Kräften beim Aussuchen dieser Bücher, unter Letzteren vorzüglich Hr. Markus Le wy, Buchhändler in der Königsgaffe in Pesth, von dem die meisten der hier besprochenen Werke bezogen werden können, und der überhaupt ein sehr reich sortirtes Lager älterer und neuerer hebräischer Werke besitzt und feilbietet. — Im Vorbeigehen bemerkt: Bei demselben erscheint so eben eine Ungar. Uebersetzung des Philippson'schen Katechismus. — Daß vorliegende Skizze demnach Vollständigkeit nicht beanspruchen kann, werden Sie leicht einsehen. Nehmen Sie es gefälligst einstweilen hin, wie es ist; Berichtigungen und Zusätze Anderer sind mir sehr willkommen; auch werde ich selbst — finde ich solche —, diese baldmöglichst nachliefern. I. E. Leipzig, 20. Juni. So eben hat ein gewisser S. E. W e rbluner aus Roßein einen Prospectus drucken lassen, worin er zur Subskription aufden Kommentar Jbn-Ca sp e's zum More auffordert. Ich erlaube mir hier den Inhalt der Aufforderung herzustellen, was zur Empfehlung wohl hinreicht. „Zu keiner Zeit war unter den jüdischen Gelehrten ein so eifriges und unermüdliches Streben rege, das Material der jüdischen Geschichte und Literatur aus den verstecktesten und verborgensten Winkeln zusamnienzutragen, als in der beweglichen Gegenwart, und es ist allgemein bekannt, welchen Vorschub dieses Streben bereits dem Studium des jüdischen Schriftthums und der Erkenntniß der jüdischen Geschichte geleistet. Zahlreiche hebräische Handschriften, die, obgleich er- 27 Red.

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