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Der Orient · 1844-06-18 · 25 (18.6.1844) · p. Spalte 385-386

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Journal
Der Orient
Volume
1844
Issue
25 (18.6.1844)
Date
1844-06-18
Page
Spalte 385-386 (sequence 1)
Language
German
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Literaturblatt -es Orients. Berichte, Studien und Kritiken für Mische Geschichte und Literatur. ■TV? Leipzig, den 18. Juni 1844» Inhalt. Literatur-Bericht?. Leipzia Berlin. Hamburg. — Kritiken. Hirsch's Neligionsphilosophie beurtbeilt von Dr. Steinheim. (Forts.) — Studien. Liter. Dialekten. Jehuda den Koreisch, der erste Lexikograph der Bibel. Von F. Le brecht. — Bibliographische Notiz über verschiedene Ritualien und besondere Gebetsammlungen Von L. Dukes. lForts.) Romanischer Siddur — Literarische Ankündigungen. Literatur - Berichte. Leipzig, 6. Juni. In le ^otrnu (Frankreich) ist erschienen: A. b James reperturiu'm biblicurn s. collatio et concorclantia praecipuamm muteri .rum, quae — in utroque testamento conti nentur, 40£ Bogen. — Dr. Zunz hat bekanntlich ein von den Gegnern des Franks. Reformvereins nachgesuchtes Gutachten veröffentlicht, wie es bereits berichtet wurde; Dr. Geiger soll dagegen dem Votanten entgegentreten. — Dr. Wöniger erhebt sich im Aprilheft seiner Monatschrift „der Staat" (Berlin 1844) gegen die Schamlosigkeit, mit der der Aktuar Thiele in seiner Schrift: „Die jüd. Gauner" selbst unbescholtene und unschuldige Personen namentlich aufführt. — Der Westfälische Merkur liefert eine Berichtigung eines in dtzr Allg. Zeitung » des Iudenthums erzählten Falles, daß ein jüdischer Unrerossicier in der preuß. Armee den Abschied als Landwehrleutnant erhalten haben soll, was, abgesehen von der neuen Bestimmung, daß kein Jude Vorgesetzter von Christen sein könne, schon dadurch widerlegt werde, das stehendes Heer (Linie) und Landwehr gar nicht in dasselbe Ressort gehörten. Berlin, 12. Juni. Von Hrn. Wolfgang Wessely (Dr. der Rechte und der Philosophie und Mitglied der historisch-theologischen Gesellschaft zu Leipzig) in Prag, der sowohl im Fache seines Berufes, der Jurisprudenz, als in der Wissenschaft der jüdischen Religion , einen so bedeutenden Namen hat, ist so eben ein ausgezeichneter/gegen 4 Bogen starker Aufsatz auf dem Gebiete der jüdischen Alterthumskunde in den Oesterr. Blättern für Literatur und Kunst (Beiblatt Nr. 7 und 8 und 11. Quartal Nr. 1 und 2) erschienen. •. Die Abhandlung führt die Ueberschrift: „Ueber Heilquellen und Bäder, und den Gebrauch derselben bei den alten Hebräern". Von Hrn. Dr. Ioh. Ritter de Carro ist diese ausgezeichnete Abhandlung aus dem Manuskripte sogleich ins Französische übersetzt worden; in dem Alma nach de Karlsbad für das Jahr 1844 wird sie ebenfalls abgedruckt, und wenn der Raum es Ihnen erlaubt, so verdientste gewiß in dem LB. des Orients einen Ehrenplatz* **)). Die ausgebreitete Gelehrsamkeit auf jüdischem Gebiete und die ausgezeichnete Klarheit und Faßlichkeit der Darstellung ist um so erfreulicher, als, so viel mir bekannt, in Prag nur sehr Wenige Hrn. Wessely gleichzukommen vermögen. Wie ich erfahre, setzt Hr. W. seine Arbeiten über das jüdische Recht fort, und soll eben im Sinne haben, eine Abhandlung: „das ethische Element im jüdischen Rechte" zu veröffentlichen"). Auf blos juristischem Gebiete ist von diesem Gelehrten erschienen: „Ueber die Gemeinschaftlichkeit der Beweismittel im österreichischen Civilprocesse" (Prag, 1844. 8. H. Haase Söhne), welche Erscheinung ich nur hier beiläufig erwähne. Hamburg, 27. Mai. Norddeutschland zeigt sich in diesem Augenblicke wieder außerordentlich fruchtbar in Veröffentlichung von Büchern und Flugschriften, welche die Iudenfrage betreffen. Es wäre daher schr zu wünschen, daß recht bald wieder im Orient eine ähnliche gedrängte Ueberficht der neuesten hierhergehörigen Produktionen erschienen, wie sie in Nr. 40 des vorigen Jahrganges geliefert wurde. Unter den periodischen Erzeugnissen nennen wir das zweite (Mai-) Heft der F r a n k e l' s ch e n Zeitschrift, in welchem sich *) Die Abh. wird bei Gelegenheit im LB. d. Or. abgedruckt werden, wie sie es verdient. Red. **) Diese Abhandlung wird im LV. des Or. von der nächsten Nummer an erscheinen. Die Arbeiten über das jüdische Recht sind, so selten und die Arbeiten des Hrn. Dr. W. stehen noch so isolirt, daß ich mit Vergnügen solche meinem LB. einreihe. Red. 25

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