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Der Orient · 1844-04-23 · 17 (23.4.1844) · p. Spalte 271-272

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Journal
Der Orient
Volume
1844
Issue
17 (23.4.1844)
Date
1844-04-23
Page
Spalte 271-272 (sequence 8)
Language
German
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271 Literarische Ankündigungen, 272 nährenden Halme, zum starken Stamme, zum hochragenden Wipfel? Menschengedanke faßt es nicht, Menschenauge sieht es nicht, Menschenhand thut nichts dazu: der das Saamenkorn bildet und bereitet, Gott, er bereitet auch den Keim des Göttlichen, ungesehen, in der Liese unsers Innern, Ln der Winterzeit unseres Daseins; er selber, ,,der durch der Säuglinge Lallen sein Reich sich gründet" (Ps. 8, 3), wirkt in uns die selige Offenbarung und befestigt hier mst zarten, aber mächtigen Banden, unser ganzes künftiges Sein und Thun und Werden. Da ist nur Glaube, aber er ist die Wurzel. Fraget euch selbst, gläubige Seelen! wenn es euch zu Zeiten so mächtig wunderbar ergreift; wenn die Erde am Hellen Mittage in Nacht verschwindet, aber die Hellen Räume oben sich öffnen, und glänzende Sterne sich zeigen; wenn euch Heimathssinn ersaßt und ihr droben sein möchtet, wo die Verheißung Erfüllung wird: solcher Stunden hat das reifere Leben wenige, aber die ihr dennoch sie genießet, woher stammen sie? In die Liesen müsset ihr hinuntersteigen, da liegen sie wunderbar gestaltet, die Wurzeln des kindlichen Glaubens, da sind sie in dem heiligen Grunde geborgen und gehütet. Ist wer unter euch, dem es niemals so wohl und wehe zugleich, so bange und doch so selig werden will? Ach, gern verschwiege ich es ihm, und.dennoch muß er's erfahren:! es fehlt ihm in der Tiefe die Wurzel, es ward der Boden umgegraben, um Anderes hinein zu pflanzen, und die Wur- ■ zeln wurden mit ausgeriffen." Dies ist die Sprache des herzlichen, aufrichtigen Glaubens. — Es liegt nicht in unserm Plane, die dogmatischen oder besser gläubigen Ansichten des Hrn. K. nach allen Seiten zu beleuchten, oder gar einer Kritik zu unterwerfen; dem Jwahren, ernsten,.aufrichtigen, ungeheuchelten Glauben köni: nett wir nichts anhaben; vor einem Credo müssen wir dir I Waffen aus der Hand legen. Doch verweisen wir die Leser f auf die 3. (das Göttliche im Menschen), 4. (der Mensch in sei- |~ ner Niedrigkeit und Größe) und 6. Skizze (die Geschichte der I Sünde), welche Hrn. K's. Ansichten über Gott, Welt und M Mensch enthalten. A. I. 1 Literarische Ankündigungen. In diesen Ankündigungen werden Anzeigen aller Art, besonders Ln so weit sie jüdische und orientalische Geschichu und Literatur betreffen, gegen Sgr. für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. jj; [26.] Durch C. L. Fritz sch e in Leipzig ist zu beziehen: Die S'amsmllsche Freischule zu Wolfenbüttel. In ihrer Vergangenheit und Gegenwart geschildert von Dr. Philipp Ehrenberg, zweitem ordentl. Lehrer air der Samson'schen Freischule. In 8. Preis 12 Ngr. Unter den höchst seltnen einzelnen Schriften über gewisse wohlthätige und wichtige Anstalten der Israeliten, nimmt die Ehrenberg'sche Schilderung der Samson'schen Freischule gewiß den ehrenvollsten Platz ein, da sie nicht nur durch Genauigkeit der Daten, sondern auch durch einen abgerundeten historischen Styl und durch eine gute logische Disposition vor allen anderen sich auszeichnet. Wir glauben den zahlreichen, in die verschiedensten Gegenden zerstreueten Zöglingen dieser Anstalt, so wie den Eltern, welche ihre Knaben in dieser Anstalt ausgenommen wünschen, durch diesen besonder» Abdruck aus dem Orient einen Dienst geleistet zu haben. Verlag von E. L. Fritz sch e. Ankündigung. j; Von den noch übrigen Jahrgängen 1840 und 181! |" des Orients ist von nun an durch den Unterzeichneten | Redakteur Das Literaturblatt eures jeden Jahrganges | allein ä 3 Tlialer netto f zu erkalten. Man bittet, sich direkt an ihn (Tauchaer- Straße Nr. 16) zu wenden, und es gegen Baar durch s jede beliebige Buchhandlung zu beziehen. \- I. Fürst. [ Briefkasten. 1. An Hrn. Prof. M. in Rostock: Von dem hebräischen Schulwörterbuche wird vorläufig keine zweite Auflage erscheinen. 2. Hrn. I. E—n in P— g: Das Schreiben habe ich erhalten, aber den starken, großen Brief unerbrochen, weil er unfrankirt und das Porto theuer war, remittirt. Druck von I. Nage l.

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