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Der Orient · 1844-04-23 · Heft 17 (23.4.1844) · p. Seite 129

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Journal
Der Orient
Volume
5 (1844)
Issue
Heft 17 (23.4.1844)
Date
1844-04-23
Page
Seite 129 (sequence 1)
Language
German
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Fünfter Jahrgang Hfl Berichte, Studien und Kritiken Das Abonnement für ein Jahr ist 5 Mr. Man obonnirt bei allen tot)U' Postämtern und alten solid. Buchhandlungen auf em Jahr« fü r jüdische Geschichte und Literatur. Herausgegeben von Nr. Julius Fürst. Von dieser Zeitschrift erscheinen wöchentlich das Literaturblatt mitgerechnet, zwei Bogen, und zwar an jedem Dienstag regelmäßig. JL^. Leipzig, den 23. April 1844« Inhalt. Orient. Algier. Schulen. Konsistorien. — Deutschland. H a nr b u r g. Hr. 2(u t.e nr i er l). Wergelcmd's Brief an Steinheim. Die baldige Entscheidung über die bürgert. Verhältnisse der Juden. Nodenberg. Ueber den Ncformverein. Hamburg. Schulwesen. H a m b u r g. Dr. H a l l e r. — Oesterreich. W i e n. Synagogenwesen. W a a g n e u st a d t l. Fortschritte im Kultus. P esth. Folgen der Freizügigkeit und Wohnfreiheit. Prag. Das Hospital zu Karlsbad. Aufruf. — Polen und Rußlan d. Paris. Nothschild's Bemühung um die Milderung des Ukcrses. Leipzig. Beleuchtung des neuen Ukafes. — Nordamerika, Jamaika. Für die ruff, GrenZjuoen. — Die Judenfrage in Norwegen. (Forts.) LB. d. Or. Orient. Algier, April. In der Regentschaft sollen mehre israelitische- Schulen errichtet werden. In Algier soll ein vom Pariser abhängiges Konsistorium errichtet werden; in Dran und Constantine sollen Unterkonsistorien bestehen. Deutschland. Hamburg, 14. April. Durch Ihre fortgesetzten Mittheilungen - über die wegen des zweiten Paragraphs des norwegischen Grundgesetzes stattgehabten Debatten des norweg. Stocthings von 1842, und durch die sich zum Theil daran knüpfenden Einsendungen des Herrn Dr. Stein heim, haben Sie die Leser des „Orient" hier und auswärts zu aufrichtigem Danke verpflichtet. Die ganze Angelegenheit mußte so klar auseinandergesetzt werden, wie es besonders in der jüngsten Nummer vom 6. d. M. geschehen, um alle bereits vorbereiteten Gegenminen zu vernichten. Von dem Gand, cliir» Reichenbach in Altona, diesem unheilvollen Kobold in der Zudensache, kein Wort; aber unfern besten Dank dem iu Nr. 15 des „Orient" erwähnten Slucl. pliilol, Hrn. Autenrieth in Christiane. Er wird in parenlhesi ein geborner Deutscher und Lehrer seiner Muttersprache genannte Damit verhalt es sich so: Autenneth ist ein Würtemberger, ein naher Verwandter des gleichnamigen Kanzlers und Prosesiors in Tübingen (eine Autemieth'- sche Schrift über die Beschneidungsfrage citirt wiederholentlich Hr. Dr. Bergson) und fand, wegen seiner Verwickelung in demagogische Umtriebe verfolgt, in Chcistiania ein Asyl. Ec lebte noch .vor 2 Jahren vom Unterrichte im Deutschen und im Englischen daselbst, ist jetzt, wenn ich nicht irre, Lehrer an der dortigen Kriegsschule und mit dem bekannten politischen Flüchtlinge Georg Fein aus Braunschweig, Vorsteher der Patriot. Gesellschaft Germania, die, am 18. Okt. 1843. gegründet, gegen 70 in Christiania lebende wackere Deutsche zu ihren Mitgliedern zahlt. — Der neulich übersandte Brief Wergeland's an Hrn. Dr. Steinheim macht jetzt auch in den dänischen Blattern die Runde. — In unserm Hamburg soll nun auch endlich die Entscheidung über die Verbefferung der bürgerlichen Verhältnisse der Juden nahe' sein. So berichten u. A. auch die Bremer Zeitung und das Wochenblatt: der Freischütz. Rodenberg (in Niederhessen), April. Der Reformvecein ist zwar schon todt, und man sollte daher, um sein Andenken nicht lebendig zu. erhalten, gar nicht von ihm sprechen; allein da man . ihm einmal die Ehre angethan hat, seine Idee zu beleuchten und zu bekämpfen, ist es wohl erlaubt, nach seinem Tode von .seiner Geburt zu reden und den Ursprung des Vereins nachzuweisen. Ich halte dies umsomehr für Pflicht, als Hr. Rabb. Stein in seiner ebenso schönen als wahren -Beurtheilung die Wermuthung ausspricht, die Judenfrage von Bruno Bauer fei die Hebamme des Vereins gewesen. Allein ich glaube, einen andern Ursprung nach- 17

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