Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1844
- Issue
- 13 (26.3.1844)
- Date
- 1844-03-26
- Page
- Spalte 193-194 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Literatnrblatt des Orients. Berichte, Stnöien und Kritiken für Mische Geschichte tnft Fitemtur. M 13. Leipzig, den 26. März 1844. Inhalt. Literatur-Berichte. Leipzig. — Studien. Zur neuesten Geschichte der jüd. Gemeinde zu Berlin. (Forts.) Briefe über das Juden LH um, mitgetheilt von Dr. I. Aub. — Literarische Analekte n. Sinn und Bedeutung des Wortes Min. Von M. Dreifuß. — Liter. Nachrichten und Miscellen. Baruch Spinoza nnd Baruch Börne. — Lit. Ankündigungen. Literatur - Berichte. Leipzig, 20. März. Die Anti-Bauer'sche Literatur (Dr. G. Philippson, Dr. S. Hirsch, Dr. Ai. Geiger, H. Jellinek, Dr. G. Riesser, Dr. G. Salomon) ist durch eine Schrift von Dr. Karl Grün (Darmstadt, 1844. 8. Laske) vermehrt worden. Vom gewandten Redakteur des „Sprechers für Rheinland und Westphalen" läßt sich nur Tüchtiges erwarten. — Die Predigten-Literatur haben Hr. B» We ch s l e r, Rabbiner zu Oldenburg (Das Bild des edlen Weibes. Predigt zur Gedächtnißfcier der Großherzogin Cacilia von Oldenburg), Dr. N. Frankfurter (Die Verantwortlichkeit des V o l k sl eh r ers im jetzigen Israel. Hamburg, 3844, 8. Berendsohn) und Dr. G. Salomon (Die Geschichte der zwölf ab ge san d t e n Männer, ft Mos., Kap. 13 und 14] als ein Spiegel für das heutige Israel. Hamburg, 1844. 8. I. W. Wörnerl bereichert. Aus der Rede des Letztern, die mit der dem Vers. eigenen Meisterschaft ausgeführt ist, heben wir folgende charakteristische Stelle hervor: „Die Zeit ringt aber auch nach religiöser Freiheit! nicht etwa frei zu werden von der Religion, der Religion sich zu entledigen — diesen Wahnsinn habe ich neulich schon zu bekämpfen gesucht — sondern frei zu werden von Allem, was der wahren und echten Religion im Wege steht, sich aber dennoch brüster, Religion zu sein und zu heißen: Dazu gehört der Aber- und Afterglaube mit seinem unseligen Heere von graugewordenen Vorurtheilen; dazu gehören alle geistlos gewordenen Gebräuche, bei deren Ausübung nichts mehr gedacht und gefühl wird; deren Ausübung dessen ungeachtet einen P h a r i s ä i s ch e n Dünkel er- - zeugr, als könne man nur durch sie Gottes Wohlgefallen erlangen. Dazu gehören ferner alle M enscheusatzungen, sich für Gattes lehren auszugeben sich nicht entblöden, obgleich der Herr sie niemals geboren, und endlich alles Unklare und Unwahre, das sich in ein mystisches Dünkel einhüllet, um als tiefes Geheimniß dem Menschen zu erscheinen, das aber, von dem Lichte der Vernunft beleuchtet, wie Rauch und Nebel schwinden muß." — Der schwarze Ritter 23. Carlo hat einen neuen Geger an Gottfried S i e g e s m u n d (B l a u e s 23 ü ch l e i n. Hamburg, 1844. 8. M. Geber) gefunden. Wir glauben, daß bereits genug Kräfte in diesem Kampfe verschwendet worden sind. Im Interesse der ungarischen Juden sind bei Otto Wigand: „Ben Chananja's Blätter für israelitisch-ungarische Angelegenheiten. 1844. 8." erschienen. — Hr. Dr. Wolfs, Oberrabbiner zu Kopenhagen, verspricht bei Gelegenheit seines Gutachtens über die Beschneidung die baldige Erscheinung seiner Schrift: „Berith Abraham". — Die Schrift von Dr. F. Eisen borg (vergl. LB. Nr. 9) wird von einem Korrespondenten des Reformvereins in der A. A. Z. empfohlen. Zur neuesten Geschichte d er jüdischen Gemeinde zu Berlin. (Fortsetzung.) LL. Bericht des Vorstandes Ober die vorbereitende Wahlversammlung. *) Unter dem 28. Juli v. I. sind die einzelnen Mitglieder unserer Gemeinde von dem Unterzeichneten Vorstande damit r) Leuchtet aus dem vorhergehenden Entwurf schon hin- 13