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Der Orient · 1844-03-05 · 10 (5.3.1844) · p. Spalte 159-160

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Journal
Der Orient
Volume
1844
Issue
10 (5.3.1844)
Date
1844-03-05
Page
Spalte 159-160 (sequence 8)
Language
German
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159 Literarische Ankündigungen. 160 Verfahren bei der Beschneidung; 3. Kritik des bisher üblichen Verfahrens und Vorschlag zu einem neuen; 4. Modifikation der Beschneidung durch pathologische Zustände; 5. medicinisches Examinatorium für Beschneider; 6. Gründe für eine Beschneidungsreform und 7. Schlußbemerkung, ausgeführt wird. Auch in diesem Abschnitte bekundet der Verf. seinen wissenschaftlichen Takt, indem er keine Mühe gescheut, um alles das zu benutzen, was bis auf ihn in zerstreueten Monographien veröffentlicht wurde, und zwar mit kritischer Umsicht und Genauigkeit. Von den benutzten Monographien von Juden erwähne ich nur: 1) Elias Collin, die Beschneidung der Israeliten, Dresden, 1842. 8. Vgl. LB. d. Or. Ig. 1843. — 2) Terquem (Dr.), Guide du posthetomiste avec un expose d’un nouveau procede etc. Metz, 1843. 8. — 3) Rosenblum, über Onanie. Warschau, 1842. 8. — 4) Mos. Brück, pharisäische Volkssitten und Ritualien in ihrer Entstehung und Entwickelung. Franks, a. M. 1840. 8. —.5) Mos. Brück, rabbinische Ceremonialgebräuche in ihrer Entstehung und geschichtlichen Entwickelung. Breslau, 1837. — 6) Dr. L. Hey mann, Das Werk von Terquem übersetzt mit einem Nachtrage. Magdeburg, 1844.8. — 7) S. Salomon, Abhandlung von der Phimosis, nebst Beschreibung der Beschneidung der Israeliten. Hamburg, 1833. 8. Aber außer diesen jüdischen Monographien, ist noch eine große Zahl christlicher Gelehrten, sowie viele größere Werke benutzt, woraus der Leser mit Recht auf den wissenschaftlichen Takt und den Fleiß des Verf.'s schließen mag. Möge dieses treffliche Werk recht viele Leser in unseren jüdischen Gemeinden finden, wie es verdient, und es wird dann gewiß mit der Zeit dazu beitragen, manche Misbräuche, die noch mit dieser Ceremonie verbunden sind, zu entfernen. 11) Predigt-Skizzen von Dr. Eduard Kley. Grünberg und Leipzig, 1844. gr. 8. W. Levysohn. 1. 2. und 3» Heft. Trotz unserer zahlreichen Predigten-Sammlungen sind diese Predigt-Skizzen — die in den uns vorliegenden drei Heften 37 an der Zahl sind — nicht nur nicht überflüssig, sondern haben auch einem Bedürfnisse, dem bis jetzt kein Prediger abgeholfen, entsprochen. Denn vergebens sieht sich der angehende Volksredner nach einem Hilfsbuche um, das ihm gleichsam die wohlgemeffenen Nahmen zeichnet, in die er die, sonst theils zu überschwenglichen , theils zu matten, Bilder einfaffen kann; vergebens greift er nach einer Anleitung, die in ausgewählten Beispielen ihm die feinsten Nuancen der Kanzelberedsamkeit anschaulich macht. Auch bereits erfahrene Kanzelredner müssen Skizzen zu Predigten, die sie nach ihrem eigenen Gutdünken dann weiter ausführen und bis zu einem abgerundeten Ganzen fortsetzen können, nur willkommen sein. Zur Lösung dieser Aufgabe war Hr. Kley schon von Vornherein, durch seine anerkannte Tüchtigkeit in Kanzelreden und durch eine vieljährige Praxis, gewiß befähigt, und die vorliegenden Skizzen bestätigen nur diese Voraussetzung. Mit scharfen Zügen, in einer einfachen, klaren und faßlichen Darstellung werden hier die Umrisse gezeichnet. Allein an einen Mann wie Hr. K., der in der neuen Schule einen der ersten Plätze einnimmt und als denkender Redner bekannt ist, hat die Kritik noch einen andern Maaßstab anzulegcn. Es fragt sich nämlich, welches das religions-philosophische Fundament ist, auf das die vorgetragenen Lehren gebaut sind. (Beschluß folgt.) : I;! Literarische Ankündigungen. In diesen Ankündigungen werden Anzeigen aller Art, besonders in so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen 14 Sgr. für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. [22.] Im Verlag von C. L. Fritzsche in Leipzig ist erschienen und in allen Buchhandlungen zu haben: Die Pesach - Hagada oder Erzählungen von Israeli Auszug aus Egypten. Zum Gebrauche der beiden ersten Abende des Mazot-Festes. Bon Neuem wörtlich aus dem hebräischen Originale verdeutscht. 8. br. Preis 6 Gr. Vierte Ausgabe. Wiederverkäufer, welche sich an die Derlagshandlung wenden, erhalten bei Abnahme von Partieen einen ansehnlichen Rabbat. Berichtigungen. Irr Nr. 2, S. 9, Sp. 1, Z. 14 ist einmal das Wörtchen „nicht" eingeschoben worden, wodurch der Satz das Gegentheil sagt; nämlich: „daß wir aber überhaupt solche Artikel (nämlich Art. ohne Belege) nicht in die öffentl. Bl. brachten" zc. Dieses „nicht" ist zu streichen. — Sodann in Nr. 3, S. 19, Sp. 1, Z. 12 statt „un erreur ‘ l. „une erreur“ Das. S. 19, Sp. 2, Z. 29 st. „im Sept. 18 4 3" (. „im Sept. 1842." Briefkasten. 1. Hrn. Dr. S. Frensdorfs, Oberlehrer in Hannover, meinen innigsten Dank und Gruß. 2. Den Brief aus Ka lisch, weil von einem mir unbekannten Korrespondenten und unfrankirt, habe ich uneröffnet zurückgeschickt. Verlag von C. L. Fritzsche. Druck von I. H. Nagel.

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