Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1844
- Issue
- 6 (6.2.1844)
- Date
- 1844-02-06
- Page
- Spalte 81-82 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/8555529-9890798-9890804--3418-3530065- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Meraiurblatt des Orients. Berichte, Stndien und Kritiken für M-ische Geschichte und Literatur. Leipzig, den 6. Februar 1844. Inhalt. Studien. Die Samson'sche Freischule zu Wolfenbüttel. In ihrer Vergangenheit und Gegenwart geschildert von Zr. Philipp Ehrenberg, zweitem ordentl. Lehrer an der S. Freischule. (Forts..) — Missio n s w ese n» Schreiben eines iire geleiteten Juden in Jerusalem an die Redaktion. — Lit. Ankündigungen. Erklärung von L. Simon. D i e [ SmnsonMe Freischule \ zu | Wolfenbüttel. I . ^Ä ihrer Vergangenheit und Gegenwart f. geschildert P ' - I von f Dr. Philipp Ahrenberg, ff zweitem ordentl. Lehrer an der Samson'schen Freischule. t (Fortsetzung.) : i Bei der dringenden Notwendigkeit, das erste Geschlecht i uych und ganz aus dem Jargon zu reißen, ergriff man mit I faeube die Gelegenheit, welche zur höhern Ausbildung das k hiesige Gymnasium darbot. Im Jahre 1809 besuchte dasselbe I dcr erste Freischüler aus Kosten des Instituts, viele andere » folgten nach 31), und häufig ward es von den Gymnasiallehurn ausgesprochen, daß unsre Zöglinge stets zu den bessern | Schülern gezählt wurden. Diese Beziehung der S. Fr. I Sch. zu dem Gymnasium veranlaßte wiederum eine Erwei- I tkrung des Unterrichtsplans durch die Mathematik, die latei- |? wiche und griechische Sprache, nachdem bereits 1808 der Un- | bracht im Singen, 18L2 der im Zeichnen eingeführt und | eine zweite Klasse für Bibel, Rechnen und Franzöf Usch eingerichtet war; denn die wachsende Anzahl der Kna- 31) Selbst solche, die sich später nicht dem Studium widmeten: im Ganzen überhaupt 28 Zöglinge der S. Fr. Sch. den erforderte eine Trennung in 2 Abtheilungen, und der erste das Gymnasium besuchende Schüler ward als zweiter Lehrer und Aufseher der Kinder angestellt, während außerdem, wie bisher, noch 2 christl. Lehrer verschiedene Unterrichtszweige versahen. Die Zahl der Zöglinge war im Jahre 1812 bis auf 17 angewachsen3"). Aber mit den Kriegsjahren begann eine trübe Epoche für die Samson'sche Freischule. Die Zinszahlungen stocktendem jungen Institute drohte ein plötzlicher Untergang. Da bewährte der Administrator die Trefflichkeit seiner Verwaltung. Mit weiser Voesicht hatte er einen Theil der Zinsen als Reservefonds zurückgehalten und konnte hierdurch das, wenn auch schwierige, Fortbestehen der Freischule verbürgen. Freilich mußten alle Freischüler bis auf vier entlassen werden; aber mit Freuden zahlten einige der Eltern das Kostgeld, um ihre Kinder vollständig in der Anstalt ausbilden zu lassen, und der Administrator übergab 2 seiner eignen Söhne dem Inspektor als Pensionäre, indem er ausdrücklich keinen Unterschied zwischen diesen und den Freischülern gemacht zu sehen verlangte. Dieses Beispiel wirkte, und der schon weit verbreitete Ruf der S.Fr. Sch. führte derselben eine bedeutende Anzahl Pensionäre zu, die auf solche Weise (wir wollen es gern gestehen) zur Erhaltung der S'chule viel beigetragen haben33). 32) Im Jahre 1807 8 Freischüler; 1808 9 — 1809 10 — 1810 11 — 1811 u. 12 17 33) Dieselbe zählte i. I. 1813 noch 11 Freischüler und 2 Pensionäre; 1814 aber 6 - — 4 — 1815 5 — — 7 — 6