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Der Orient · 1844-01-30 · 5 (30.1.1844) · p. Spalte 79-80

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Journal
Der Orient
Volume
1844
Issue
5 (30.1.1844)
Date
1844-01-30
Page
Spalte 79-80 (sequence 8)
Language
German
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79 Literarische Ankündigungen. 80 tisrnus hätte der Hierarchie etwas anhaben können, wenn nicht in Leo X. schon der Todeskeim gelegen; die Hierarchie ist n^ur durch ihre eigene Unfreiheit, Intoleranz und Verfolgungssucht tief gesunken, so wie auch der Protestantismus wieder durch die Zügellosigkeit des Geistes zusammenbricht; der Absolutismus in der Hierarchie und die Revolution im Protestantismus sind die eigentlichen Verderbe-Engel, welche sie beide zu Grabe tragen, bei Beiden haben die Juden keine Schlachten zu liefern gebraucht, weil überhaupt keine geliefert worden sind. Die Juden haben gewiß zu dieser Zerstörung schon durch ihren Gegensatz beigetragen, aber darin liegt ihre tiefe Einwirkung auf die Weltgeschichte. 2) Daß es eben so wenig eine christliche Kunst wie einen christlichen Staat giebt. Das Urchristenthum wie das Christenthum der Apostel und Kirchenväter, ja das glühende und blühende Christenthum des Mittelalters würde sich Lheils mit Abscheu von einer solchen Kunst weggewendet, Lheils sie sehr beschränkt haben; das Christenthum, wie das Iudenthum hat keine Kunst und kann auch keine haben, da ihnen der Kultus der reinen Naturschönheit fehlt. Als der Katholicismus in seiner Verweichlichung dieses Stück Heidenthum ausgenommen, war er bereits morsch und ausgehöhlt und auch dann mußte das er: borgte Kleid wieder abgegeben werden. Es hat sich freilich auch eine allgemeine heidnische Kunst gebildet, aber an dieser nehmen Juden und Christen, insofern sie ihr religiöses Element aufgeben, ihren Antheil und es giebt gar keine Ausschlußlichkeit. So hohl und lügnerisch sind die Bäuerischen Phr§-^ sen! In gleichem Geiste führt Hr. S. die übrigen Rubriken durch, wie: die Zähigkeit des jüdischen Volksgeistes, das Leben unter dem Drucke, die Anzahl der Verbrechen, das Benehmn! der Konsequenz gegen die Voraussetzung, der Eifer und Ausschließlichkeit der christlichen Liebe, die Menschenrechte und! der christliche Staat, der religiöse Gegensatz des Judentums und Christenthums, kritische Betrachtung des Judentums rc., und ich übergehe deren Anzeige hier, da sie uns zu mit! führen würde, und verweise die Leser auf das treffliche Buch, das gewiß Keiner unbefriedigt aus der Hand legen wird, | Literarische Ankündigungen. In diesen Ankündigungen werden Anzeigen aller Art, besonders in so weit sie jüdische und orientalische Geschichlr und Literatur betreffen, gegen Sgr. für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. [10.] Im Verlag von C. L. Fritzsche in Leipzig ist erschienen und in allen Buchhandlungen zu haben: Die Pesach - Hagada oder Erzählungen von Israelis Auszug aus Egypten. Zum Gebrauche der beiden ersten Abende des Mazot-Festes. Von Neuem wörtlich aus dem hebräischen Originale verdeutscht. 8. br. Preis 6 Gr. V i e r t e A u s g a b e. Wiederverkaufs, welche sich an die Verlagshandlung wenden, erhalten bei Abnahme von Partieen einen ansehnlichen Rabbat. [11.] Durch die Buchhandlung von Br. Sam. Gerhard in Danzig zu beziehen: Vokabularium zum Pentateuch min bearbeitet von Joel Nathan, israel. Lehrer zu Danzig. Nebst Vorwort des Hrn. Direktor Dr. Bram daselbst. Verfasser hofft durch dieses Hilfsbuch den Unterricht im Pentateuch und der hebr. Sprache um Einiges zu erleichtern und so einem allgemein gefühlten Bedürfnisse abzuhchn; auch erfreuet sich bereits dieses Schulbuch -einer günWN Empfehlung, sowohl in der Zeit, des Judenthums Nr. 56 | als auch im Sabbatbl. Nr. 45 d. v. Jahrg. Ladenpreis 12\ Sgr. Bei Partien von 10 Exempl. uirt ■ darüber — wenn die Besteller sich direkt an den Vers. wen- W den — und das Porto tragen — 25§ Rabbat. W Briefkasten. j Hrn. Belinfonte im Haag, Red. beö „L.'IsraeJite j Narlandois“: Der Lausch ist unmöglich, da von hier ans keine Verbindung dorthin mir bekannt ist. Von dort aus müßte ein Weg aufgefunden werden. Was das Blatt selbst anlangt, so sollte es hier wenigstens in Kommission sein. - Hrn. A. E—r in O—f im Würtemberg'schen: Wtgetheilre habe ich mit Dank .erhallen. Ich bitte um monatliche Berichte. — Hrn. R. Gutmann in Redwitz: Selbst wenn Ar Vorschlag mit dem wöchentlichen Uebersenden nicht ohnehin beschwerlich wäre, so würde er schon durch die Ungefälligkeil des bezeichnten Buchhändlers scheitern, wie derselbe auf dm Briefe ausdrücklich bemerkte. Das betreffende Buch holl' ich richtig erhalten und wird ausführlich recensirt werden. Verlag von C. L. Fritz sche» Druck von I. H. Nagel»

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