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Der Orient · 1844-01-30 · 5 (30.1.1844) · p. Spalte 65-66

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Journal
Der Orient
Volume
1844
Issue
5 (30.1.1844)
Date
1844-01-30
Page
Spalte 65-66 (sequence 1)
Language
German
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fiUratnvblatt des Orients. Berichte, Studien und Kritiken für Mische Geschichte und Meratur. Leipzig, den 30. Januar 1844» Inh alt. Studien. Die Samson'sche Freischule zu Wolfenbüttel. In ihrer Vergangenheit und Gegenwart geschildert von. Dr. Philipp Ehrenberg, zweitem ordentl. Lehrer an der S. Freischule. — Literatur-Berichte. Prag. — Kritiken. Kurze Anzeigen. B. Bauer und seine gehaltlose Kritik über die Jubenfrage, von Dr. G. Salomon. (Schluß.) —~ Lit. Ankündigungen. D re S'amsonssche Freischule zu Wolfenbüttel. Vergangenheit und Gegenwart geschildert von Dr. Philipp Ehrenberg, ordentl. Lehrer an der Samson'schen Freischule. Vorwort. «Die Geschichte der Samson'schen Freischule iü im Kleinen die jüdische Kulturgeschichte seit 50 Jahren/' Dieser ürsspruch eines Gelehrten, der selbst im genannten Institute sme Vorbildung genoffen hat, als richtig anerkannt, recht- Migt allein schon die Darstellung, die ich in der nachfolgendm Skizze versucht habe. Eine Skizze freilich kann ich jetzt nur liefern, aus Gründen, deren Erörterung einer spätem Zeit Vorbehalten bleiben mag, doch ist mein Bestreben dahin gerichtet, die historischen Thatsachen genau und wahr sestzu- »ellen, den Zusammenhang der Vergangenheit mit der Gegenwart zu vermitteln und zu erklären und überhaupt möglichst objektiv zu verfahren. Doch bemerke ich ausdrücklich- Mi ich hier durchaus selbstständig und unter meiner ailci- «igen Verantwortlichkeit rede, wohl aber versichern M'f, keine Mühe gescheut zu haben, die dunkle Bergangen- M an's Licht zu ziehen und die Gegen,vart unparteiisch aufrustffen. Die Liebe freilich ist selten unparteiisch, und man Sn ihrer zweitem könnte vielleicht in meiner Stellung zur Administration, zu dem Inspektor und zu der Anstalt selbst einen Grund zum. Mißtrauen gegen meine Darstellung finden. Nun so möge denn, Liebe .dev Liebe begegnen! Wer für das Gute erwärmt ist, wer schon das Streben als solches achtet, alle ehemaligen Zöglinge der geschilderten Stiftung, die Familie der Stifter, kurz alle diejenigen, welche schon ein Interesse fühlen für die Samson'sche Freischule, sie werden mit Liebe den schwachen Versuch annehmen, mit dem ich diese Anstalt zum ersten Male seit langer stiller Wirksamkeit vor das Forum der L)effentlichkeit bringe. Die Schwierigkeit eines solchen Versuchs werden Sachkenner würdigen, da sie wissen, daß eine Erziehungsanstalt, der es nicht um äußern Glanz zu thun ist, vollständig nur durch Anschauung, durch eigne Beobachtung des sie durchwehenden Geistes sich erkennen läßt. Wolfenbüttel, am Schluffe des I. 1843. I. Die Familienstiftungen in ihrer äußern Entstehungsweise. Der erste Jude, dem es erlaubt wurde, in der Stadt Wolsenbüttel sich mederzulassen, warGumpel Moses, Stammvater der jetzigen Samson'schen Familie. Er vermachte im Jahre 1733 ein Kapital zu einer milden Stiftung für arme Familienglieder, und an ihn schlossen sich zu ähnlichen wohlthätigen Zwecken in ununterbrochener Reihe seine edlen Söhne, Enkel und Urenkel: Meyer Gumpel, Samson Gumpel, Meyer Samson, Herz Samson mit seiner Gattin und seinen (zum Theil noch lebenden) Kindern, Philipp Samson, Bella Aaron, in den Jahren 1761, 1764, 1767, 1783, 1786, 1796, 1799, 1809. Die sämmt- 5

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