Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 5 (1844)
- Issue
- Heft 5 (30.1.1844)
- Date
- 1844-01-30
- Page
- Seite 33 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2360092-2360310-2360316--4330-3530039- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Fünfter Jahrgang Berichte, Studien und Kritiken Das Abonnement für ein Jahr ist 5 Thlr. Man abonnirt bei allen löbl. Postämtern und allen solid. Buchhandlungen auf ein Jahr. für Mische Geschichte und Literatur. Hcrausgegeben von Von dieser Zeitschrift erscheinen wöchentlich das Literaturblatt mitgerechnet, zwei Bogen, und zwar an jedem Dienstag regelmäßig. Dr. Julius Fürst. J|(!? Ä» Leipzig, den 30. Januar 1844. Inhalt. Palästina. Amsterdam. Zweifel gegen das Wilnaer Schreiben. Bemerkungen der Red. Frankfurt a. M. Antwort des Hrn. Löwen stein, die Palästina-Spenden betreffend. (^Forts.) — Deutschla n d. Würtemberg Fortschritte. Rabbinerwesen. Der Mas. Königsberg. Antwort auf die Petition gegen den Ukas. Minden. Die Bürgerschaft. Die Judenritter. Berlin. V. Bauer's neueste Schutznahme seiner Judenfrage. — Oesterreich. Prag. Zahl der Familienstellen. Vergrößerung derselben. Die Juden Mährens. — Geschichte der I u d e n e m a n c i p a t i o n im G r o ß h e r z o g t h u m e Baden. (Schluß.) — Offenes Sendschreiben an Dr. Solomon vom Verf. der „Juden in Oesterreichs. «— Personalchronik und Miscellen. — LB. .des Or. Palästina. Amsterdam1'5. Januar. Dm im Orient Nr. 52 d. I. 1843 stehenden Artikel von Wilna aus, der von Pekidim und Gabbaim über Palast inasp enden herrühren soll, erkläre ich hiermit aus folgenden Gründen für eine imfame Erdichtung des ursprünglichen Schreibers (des hebräischen Briefes^): Erstens geben sich die Schreiber des Artikels den Namen Pekidim; — es finden sich aber ln Wilna durchaus keine Personen, die sich Pekidim von Palästinaspenhen tituliren1 2). Zwei¬ 1) Auch hier tritt in Form, wie in der Einwendung gegen den Korrespondenten v. W. in Wien, jene ehrlose Absprecherei hervor, wie man sie kaum bei ehrlichen Leuten von Bildung findet. Kann sich denn Herr K. denken, daß einer blos aus Spaß ein Schreiben an den Red. richten und rhm eine Summe Geldes schicken, um die Kosten einer Geschichte des Amsterdamer Komit^s zu decken? Abgesehen davon, daß dem Red. die Personen nicht unbekannt sind. Doch man höre die Gründe. Red. 2) Der Schreiber scheint der Meinung zu sein, daß blos das Amsterdamer Konnte den Namen Pekidim gepachtet, wie Hr» Lehren den Namen Nasi. Dem ist aber nicht so. Der eigentliche Vorsteher oder wie man ihn nennen will Nasi Herzog, Graf rc. —' der Palastinaspenden in Wilna ist, da der Schreiber es sonst nicht glauben wirch Hr. Chaj im Nach man , der freilich sich gewöhnlich nur P a rn as nennt, aber er glaubt sogar das Recht, wie Hr. Lehren zu haben, sich Nasi zu nennen, wenn überhaupt dieser Titel etwas werth wäre. Der Gabbcn I o s s e l, T o b i a S akh ei m und der Sekretär Abraham I ü d e l S t r a s s u n sind eben so tens drohen letztere, nach der Angabe in diesem Artikel, dem Amsterdamer Konnte, sich von ihm loszusagen, wenn es nicht antworten wird, und andere Anknüpfungspunkte zu suchen; ich kann aber mit aller Gewißheit sagen, daß Wilna nicht in der mindesten Verbindung mit dem Amsterdamer Konnte steht; also ist auch die Drohung, sich von ihm loszusagen, eine offenliegende Weltverblendung und Irreführung:5). K. Frankfurt a.M., 22.Dec. 1843. (Fortsetzung.) So exiftiren denn fortwährend in der portugiesischen Gemeinde zu Jerusalem zweierlei. Raboinate und Gemeindebehörden, die Einen durch die Gemeinde gewählt und fortwährend von ihr (wiewohl nur unter Furcht und Zittern vor der Lehren'schen Zuchtruthe) anerkannt, und die Andern von Hrn. Lehren durch Vermittlung türkischer Beamten eingcsehl und mit dem wichtigen Amte bekleidet, in der angenommenen Eigenschaft als Rabbiner rc. die von Hrrn Lehren gut Pekidim, wie die Amsterdamer und glauben das Recht zu haben, sich so zu nennen. Uebrigens muß ich es Hrn. K. hiermit, aüs gewissen Gründen, streng untersagen, auf diese Namen zucückzukommen. Red. 3) Die Nichtverbindung Wilna's mit Amsterdam besteht blos in der Hinbeförderung des Geldes, während die Verwendung ganz innerhalb des Netzes des Hrn. Lehren geschieht. Wenn der Korr, daher sagt, daß Wilna sich dann von Amsterdam emancipiren, so ist darunter nur zu verstehen, daß es in den vier Städten eigene, den Lehren'schen entgegen handelnde Agenten halten werde. Red. 5