Mannheim
Compact Memory

Der Orient · 1844-01-23 · 4 (23.1.1844) · p. Spalte 63-64

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orient
Volume
1844
Issue
4 (23.1.1844)
Date
1844-01-23
Page
Spalte 63-64 (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/8555529-9890798-9890802--3407-3530036
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

öS Literarische Ankündigungen. Ö4l Testament mit seinen heidenthumvernichtenden Tendenzen eigenhändig aufgezimmert und Juden : waren es auch, welche die islamitische Religionsanschauung hervorgerufen. Und doch waren alle diese Juden nur Märtyrer ^.und Dulder, Jesus von Nazareth mit eingeschlossen. Das Christenthum und der Muhammedanismus sind nur Gährungsproceffe des Judenthums; in den ersten Prophetkämpfen des Islam standen Juden gegen Juden, um den Proceß durchzumachen und in dem apostolischen ersten Christenthum, waren es Juden, welche sterbend ihre Ideen in die Welt trugen. Und erlag auch das Judenthum in allen diesen -Gährungen, sei es zu Medina oder zu Rom, so erlag es doch nur kämpfend, um bald wieder eine andere Rolle in der Geschichte zu übernehmen. Es wundert uns, daß Hr. S. bezweifelt, daß die Juden in der Wirklichkeit mfluirt haben; jedes Blatt der Geschichte weist uns nach, daß die Juden auf die Völker und ihre Kultur eingewirkt, und liegt auch die Einwirkung nicht immer so offen und nahe, so ist sie doch kaum wegzuleugnen. Die ganze katholische Hierarchie mit ihren weltbezwingenden Konsequenzen hat sich nach jüdischem Muster gebildet und die Vernichtung der europäisch-heidnischen Nationalreligionen ist, durch das Christentum vermittelt, eine Einwirkung des Judentums. Hr. S. hätte es kaum nöthig gehabt, gegen Bauer'e unsinnige Behauptungen über die Juden in Spanien und Polen etwas zu sagen, die Weltgeschichte und anch die Israelitische Geschichte von Jost beweisen hinlänglich bas Gegentheil, und es wäre zu viel verlangt, wenn man Jeden belehren wollte, der absichtlich die Belehrung ignorirt M zurückweist. (Beschluß folgt.) Literarische Ankündigungen. In diesen Ankündigungen werden Anzeigen aller Art, besonders in so weit sie jüdische und orientalische Geschick und Literatur betreffen, gegen Sgr. für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. [7.] Die in unserm Verlage erscheinende Wochenschrift: Der Israelit Des LS. Jahrhunderts, herausgegeben von dem großherzogl. weimarischen Landrabbiner Dr. M. Heß, beginnt mit dem Jahre 1844 ihren fünften Jahrgang und erscheint nunmehr in doppelter Ausdehnung für den geringen Preis von 3 Thlrn. jährlich. Ihre edle Tendenz, wie ihre gediegene Haltung haben ihr bereits einen sehr ansehnlichen Leserkreis verschafft, der mit jedem Jahre sich steigerte und dem selbst mehre deutsche Fürsten und Negierungen sich angeschloffen haben. Wir dürfen demnach an der immer mehr sich erhöhenden Theilnahme des Publikums nicht zweifeln und bemerken nur noch, daß die gedachte Wochenschrift von jeder Buchhandlung und Poststelle durch uns und das kurf. Postamt hier zu beziehen ist. Auch werden An¬ Subskriptions-Anzeige Das Buch Tarschisch von Moses- Jbn - Gsea. Auf dieses bezeichnete, noch nie gedruckte, Buch, das ö. j L. Dukes in Tübingen so eben auf eigene Kosten heraus-! giebt, übernimmt der Unterzeichnete mit Vergnügen die Sck fkriptionen, die eingehen werden, um dem gelehrten Herausgeber die Druckausgaben zu erleichtern. Durch die regeWilnahme für die Leistungen des rühmlich bekannten Hrn. Dukes geben wir uns der Hoffnung hin, daß die Subskriptionen (äl; Thlr. für Exemplar) reichlich ausfallen werden und wir legen 1 auch z u d i e s e m Zwecke die h e b r. A n k ü n d i g u n g des; Herausgebers dem Oriente bei. Wir ersuchen die Hrn. Selb-; scridenten, ihre Unterschriften bei allen soliden Buchhandlungen, : der Unterzeichneten Verlagshandlung zukommen zu lassen. C. L. Fritzsche. Ä __ j noncen aller Art, die bei der großen Anzahl der Abonnenten die'vielfältigste Verbreitung finden, ausgenommen und mir Sgr. für die gespaltene Zeile berechnet. Hersfeld (in Kurhessen), im December 1843. - Die Buchhandlung von F. Schuster. [9*] Durch C. L. Fritzsche in Leipzig ist das so eben in Wilna erschienene Buch, aber nur auf feste Rech-' nung, zu beziehen: i'•)n n£iy ('©teil ©r) Abhandlungen über die hermeneutischen Rege!« des Largum Onkelos/ so wie über das Berhältch der onkelosischen aramäischen Uebersetzung zum hebräischen Original. Bezug nehmend auf die Abhandlung Wyon Jesaja Berlin (Pik), auf von öuzzatto unD auf die Grammatiken N/2D unb j<^ ’CTiN unD sowohl sprachlich als exegetisch durchgeführt von 8on-Zwii »lolultiu Zerkowifcz. Wilna, 1843. 8. Preis 25 Ngr. n. Die Schriften über das aramäische Largum sind in btf reichen hebräischen Litemtur so selten, daß dieses so eben ml* erschienene Werkchen der gelehrten Welt gewiß nicht unwillkommen sein wird. ___- [8.] Bei W. Lev ysohn in Grünberg ist erschienen und in allen Buchhandlungen zu haben: Predigt-Skizzen von Dr. Eduard Kley. Erstes Heft. Dr. Kley's Predigtskizzen erscheinen in 6—7 Heften u 4 Bogen, von denen jedes 6 gGr. (7-§- Sgr. — 24 Ar. CM. — 27 Ar. Rh.) kostet. Alle drei Wochen erscheint ein Heit, so daß das Werk bis Ostern 1844 vollständig erschienen sein wird. Verlag von C. L. Fritz sch e. Druck von I. H. Nagel. _ Hierzu eine hebräische Beilage.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.