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Der Orient · 1844-01-16 · 3 (16.1.1844) · p. Spalte 33-34

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Journal
Der Orient
Volume
1844
Issue
3 (16.1.1844)
Date
1844-01-16
Page
Spalte 33-34 (sequence 1)
Language
German
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MeraLurblaLt des Orients. Berichte, Studien und Kritiken für Mische Geschichte und Literatur. j;JV? ü» Leipzig, den 16. Januar 1844» t : Zu l) alt. Literatur-Berichte. Frankfurt ci. M. — Studien. Gutachten über die Heiligkeit der jüdischen Bez. gräl'iüßplahe. Von Dr. S. Hold heim. Jakob Triglan,d''s A'bhandlmlg über die Sekte der Karaer. Geschichte d. rel. Spaltungen unter d. Juden. Im Auszuge übersetzt. (Forts.) Lit. Analekten. Poetische Kleinigkeiten gesammelt von L. Dukes. — Kritiken, j-, Kurze Anzeigen. Der Pentateuch nebft den Haftarot, hebr. und deutsch re. von H. Arnheim. — Lit. Ankündigungen k ________ Literatur - Berichte. I, Frankfurt a. M., 5. Jan. Von eigentlichen literatischen Erscheinungen kann in unserer Gemeinde keine Rede |■ feinj der krasse Indifferentismus von der einen Seite und | die neuern Parteibewegungen zwischen den Ueberorthodorerr | und dem Reform - Vereine lassen wichtige Erscheinungen nicht auffommen. Die in diesem Literaturbl. No. 1 schon angelt zeigte Schrift über die Beschneidung von Bar Amithai ist ff nicht von Dr. Johlson, wie man bis jetzt vermuthete, und üderdies fast jetzt schon vergeben. Hr. Dr. Heß, der Hernntzeber des „Israeliten des.19. Jahrhunderts", welches Blatt | mit 1844 das offiicette Organ des Reform-Vereins werden | soll, befindet sich gegenwärtig hier, um, wie man sagt, sich fr mit seinen Klienten zu berathen. Das Blatt soll nun auch t an Umfang zun eh men. Der bekannte jüdische Lehrer ö Herrmann Stern, der trinitätstotte Verfasser einer Schrift über die Dreieinigkeitslehre bei den Juden, giebt mit dein Jahre 1844 eine Zeitschrift unter dem Namen „Techija" (die Auferstehung) heraus, deren Tendenz es sein soll, die l Lehre der Trinität im Judenthuirw und in dessen Schriften zn |; tnucifen* Der Herausgeber scheint in der That nicht bei Sinnen zu sein; aber daß gerade unsere Gemeinde das Ceutl lllln wurde, das alle giftigen Pfeile gegen das Judenthum | Mfmmmt, ist sehr zu bedauern. — Für die Fortsetzung der f More-Übersetzung von Dr. Scheyer, wovon bekanntlich M der 3. Theil erschienen, ist noch gar keine Aussicht, was f m so mehr auffallen muß, als der Uebersctzer Muße und < -mtel genug zu dieser Arbeit besitzt. — Außer dieser unsere , ^tadt speciell betreffenden Literatur-Nachrichten erlaube ich m‘r noch, die Leser auf zwei sich sehr unähnlichen Schriften k "^s^^'klam zu nlach'en, die zur unmittelbaren Gegenwart gehören. Diese sind: I. die Juden und die Hoffnung ihrer baldigen Wiederherstellung vermittelst des Evangeliums. Ein Vortrag gehalten am 12. März 1843 im Museum zu Genf von Gaussen. Aus dem Französischen übersetzt (von K. Mann in Hochstetten). (Karlsruhe, 1843. 8. E. Macklot). Diese sehr starke Abhandlung, welche im Original den Titel: Les juifs, evangelises enfin , et bientet retablis* führt, ist von der Mission zur Bekehrung der Juden ausgegangen; aber abgesehen von der Bekehrungs-Tendenz ist die Schrift höchst interessant und voll der trefflichsten, mühsaiu gesammelten Notizen über die Juden in ihrer Zerstreuung. Das Buch zerfällt in folgende Theile: 1) Blick auf das jüdische Volk auf der ganzen Erde. Die Beweggründe, um zum Christenthum zu bekehren, wozu der Verfasser, rechnet: das Mitleid mit seinem laugen und überall stattfindenden Elende; die Dankbarkeit, weil das Christenthum aus ihm entstanden; die Wunder seines Bestehens; die Zeichen der Zeit, nämlich zehn geschichtliche und zwei prophetische u. s. w. 2) Skizze dessen, was bereits hierin gethan ist und gegenwärtig geschieht, nämlich .1) Entstehung der Londoner Juden - Missionsgesellschaft und deren Früchte; das hebräische Bisthum in Jerusalem. — Bei dieser Gelegenheit wird auch auf drei Schriften hingewiesen, die uns sonst entgangen sind, nämlich auf: History uf the Jews, bv J, \L Huie (Edinburg, 1841. 8.); Geschichte der Juden von Mil mar; Etat present des Juifs, pur 14 e! ebel (Judenmissionar in Lyon), die aber freilich alle von dem proselytischen Standpunkte abgefaßt sind. Außerdem lernen wir noch das Büchlein kennen: „die Judengasse in Straßburg, vaterländische Erzählung aus dem vierzehnten Jahrhundert, von Christ. H e ck e r sch m i e d t (Straßburg, 1843. 8. Levrault)," — 13. Zustände und Kämpft derjJuden mit besonderer Beziehung auf die bairische Rheinpfalz (Mannheim, l843. 8. d. Bensheimer). Diese Schrift eines unge- 3

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