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Der Orient · 1844-01-09 · Heft 2 (9.1.1844) · p. Seite 9

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Journal
Der Orient
Volume
5 (1844)
Issue
Heft 2 (9.1.1844)
Date
1844-01-09
Page
Seite 9 (sequence 1)
Language
German
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Berichte, Studien und Kritiken für Das Abonnement für ein Jahr ist 5 Thlr. Man abonnirt bei allen löbl. Postämtern unallen solid. Buchhandlungen auf ein Jahr, jüdische Geschichte und Literatur. Herausgegeben von Nr. Julius Fürst» Von dieser Zeitschrift erscheinen wöchentlich dasLiteraturblattmiLgerechnet, zwei Bogen, und zwar an jedem Dienstag regelmäßig. Jtyo 2» Leipzig, den 9. Januar _ 1844» Inhalt. Palästina. Frankfurt a. M. Antwort des Hrn. Löwenstein, die Palästina-Spenden betreffend. (Forts.) D eutschlan d. Franfurt a. M. Rabb.L. Stein, Reform-Verein. Veschneidungssrage. Kassel. Nabbinemvesen. Stolp. Schulwesen. Berlin. Nabbinerwahl. Hamburg. Wochenbericht. Frankfurt a. M. Hospital in Jerusalem und seine Gegner. Karlsruhe. Petition der Gemeinde. Frankfurt a. M. In Sachen des Reform Vereins. — Dänemark. Kopenhagen. Dr. Jacobson. Dir. Wallicl, und Dr Liebmann. — Moldau und Wallachai. Botschani. Beschränkungen. Personalchronik und Miscellen. >— LB. des Or. Palästina.! Frankfurt a. M., 22.Dec. 1843. (Fortsetzung.) j Vor Allem räume ich Hrn. v. W» unbedingt ein, daß weder vorgebrachte Behauptungen und „Aussagen" von unsrer Seite, noch Auszüge aus Dokumenten oder gar ein summarisch mitgetheilter Inhalt derselben irgend auf absolute Glaubhaftigkeit oder gar auf Begründung eines Urtheilspruches in dieser Sache Anspruch macht oder hat. Wenn > wir solche dennoch in dieser Form vor das öffentliche Tribunal brachten, so geschah dies nie ohne gleichzeitige Bezugnahme auf Originalien, die nicht blos bei uns zur Einsicht offen liegen, sondern zu deren Veröffentlichung wir uns auch zugleich verpflichteten und anheischig machten» Daß wir aber überhaupt solche Artikel nicht in die öffentlichen Blätter brachten, hatte seinen Grund einestheils in dem den Raum einer Zeitung weit übersteigenden Umfange der zahlreichen, meist in hebräischer Sprache abgefaßten Aktenstücke, und dann andrerseits darin, daß man, bei dem leidigen Jndefferentismus unserer Tage, nur auf sehr wenig Thellnahme im Publikum für irgend einen, wenn auch noch viel wichtigern Gegenstand rechnen kann, wenn dieser nicht vorher in den Journalen zu wiederholtenmalen angeregt und verhandelt worden, und es ohne allen Zweifel eine erfolglose Verschwendung von Zeit und Mühe gewesen wäre, hätte ich die Sache sofort in einer eignen Broschüre vollständig dargestellt und dieser, wie es allerdings zur Ermittlung und Erkenntniß der Wahrheit unbedingt erforderlich ist, einen Abdruck der betreffenden Dokumente einverleibt. Meine Gegner hatten in diesem Falle ihrerseits l die größere Gewalt in Händen, indem sie, meistentheils weitj hin korrespondirende Geschäftsleute, die amsterdamer Zirkulare, | Streitschriften re. pr. Einschlag nach aller Welt hin, durch die Briespost verbreiteten und durch das Gewicht ihrer Zustimmung bei ihren rvsp.. Korrespondenten bekräftigten — wie dies bisher mit einem, an sich recht lobenswerthen und einer bessern Sache würdigen Eifer geschehen ist und geschieht — während ich meinerseits kaum im Stande gewesen wäre, meine Schrift unter den Bürgern der »Gelehrtenrepublik — den gewöhnlichen Lesern von jüdische Angelegenheiten betreffenden Schriften —- zu verbreiten, deren Stimme jedoch ausnahmsweise über diese literarische Erscheinung nicht den entscheidenden Ausschlag zu ertheilen vermochte. Es war und ist mir keinesweges damit gedient, meine klagende Stimme unter die der bedrängten Israeliten Palästinas zu mischen und mit diesen verhallen zu lassen, sondern ich hatte und habe die praktischere Absicht, jenen Unglücklichen Hilfe zu verschaffen) ich wollte und will nicht etwa ein Buch schreiben, um damit das Lob der Recensenten zu erstreben, sondern ich wollte und will, daß mein ernstes Wort ein rettender Schild sei den schuldlos Bedrückten, ein blitzendes Schwert den Feinden der Gerechtigkeit; mir genügte nicht, recht zu haben in den Augen der Bessern und Vernüuftigern, ich wollte das Recht meiner armen Klienten geltend machen und dem heillosen Treiben ihrer Feinde ein donnerndes „Halt!" enrgegenrusen. Darum sollte und mußte unser Publikum vorerst einmal aus dem Schlummer der Gleichgültigkeit aufgejagt werden durch einen lauten Allarmruf in den Zeitungen,, um dann, wenn es nur endlich erst wach ist, zu den Waffen 2

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