Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 3 (1842)
- Issue
- Heft 53 (27.12.1842)
- Date
- 1842-12-27
- Page
- Seite 417 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Dritter ♦ Jahrgang. Berichte, Studien und Kritiken Daö Abonnement für ein Jahr ist 5 Thlr. Man abonnirt bei allen löbl. Postämtern und allen solid. Buchhandlungen auf ein Jahr. für Mische Geschichte und Literatur. Herausgegeben von Dr. Julius Fürst. Von dieser Zeitschrift erscheinen, wöchentlich, das Literalurblatt mitgerechnet, zwei Bogen, und zwar an jedem Samstag regelmastig. ^3«' Leipzig, den 27. December 1842« Rückblicks auf jüdische Aufstände: Das Jahr 5602. Fortsetzung:^ 21. Kurhessen. 22. Hessen-Darmstadt. 23. Schwarzburg - Gondershausen. 24. Das Königreich Belgien. 25, Holland. 26. Frankreich. 27. England. 28^ Türkei. 29. Amerika. Schluß. — Afrika. Berberei: - Gesellschaftsleben und Sitten. — Deutschland. Berli n : Jubiläum des Bauinspektors Sachs. Berlin: über denselben 'Gegenstand. Hamburg. Wochenbericht. Montesiore. Dr. Frankel. — Böhmen. Prag. Schluß. — Personalchronik und Miscellen. — Bibliographie. — An der Stelle des Literaturblattes wird eine ausführliche Jnhaltsanzeige über den ganzen Jahrgang beigegeben. Rückblick auf Jüdische Juftände. V Das Jahr 56OS. - Don E. C. (Schluß.) . ' Was in Süddeutschland noch nicht ganz gelingen wollte, ist bereits in einem mitteldeutschen Staate in Erfüllung gegangen, ohne daß irgendein Nachtheil für das Gesammtwohl daraus entstanden wäre. Wir meinen keinen andern Staat als TI. Kurhefferr. Der Tod des Rabbiners Romann in Kassel hat unter allen Parteien aufrichtige Trauer hervorgerufen. Hoffen wir, daß die Gemeinde in seinem (bis jetzt noch unbekannten). Nachfolger einen würdigen Ersatz für den erlittenen Verlust findet. Es kommt bei der neuen Wahl nicht blos auf Frömmigkeit, sondern hauptsächlich auf tolerante patriotische Gesinnung und auf gewissenhafte Fürsorge für das Schulwesen an, welches in dem verst. M. Büdinger einen Repräsentanten von seltener Trefflichkeit verloren hat. — Ob der zuerst seit dem Emancipatiönsgesetze zu einer Professur gelangte Jude, Dr. Rubino in'Marburg, sich, wie mehrmals verlautete, vom Judenthume losgesagt, darüber ruht gegenwärtig noch, ein dichter Schleier. In Bezug auf das SS. Großherzogthum Hessen-Darmstadt ist nur selten etwas zur allgemeinen Kunde gelangt. Aelteren Datums istDr. Formstech ers philosophische Schrift. In Mainz wurde ein Prediger gesucht; nachdem Dr. Frensdorfs in Hannover den Ruf dahin abgelehnt'hat, soll Herr Sal. P le ssn er (z. Zeit in Berlin), der dort, wie in Hamburg, Hannover und Frankfurts. M. mit Beifall Vorträge gehalten, zu dieser Stelle designrrt sein. c Vom Herzogthume Nassau, von der Landgrafschast Hessen-Homburg, vom Großherzogthume Luxemburg , von denkleinen reußischen, sigmaringifchen und lippeschen Fürstenthümern, so wie von Waldeck und den andern deutschen Duodezlä'ndchen (z. B. Schwarzburg - Rudolstadt) ist nichts Erhebliches zu melden; wir machen daher den Schluß mit dem kleinen v 1 S3. Furstenthum Schwarzburg - Sondershausen. Trotz der Gerechtigkeit und Humanität des von seinen Unterthanen mit Recht geliebten Herrschers vermissen die dortigen Juden in der neuen Verfassung noch manches theure Recht. Dennoch ist der bereits geschehene Fortschritt als ein erfreulicher anzuerkennen. Die Anstellung des Dr. Herdenh eim, des Erben eines an der hebr. Literatur so gefeierten Namens, am Gymnasium in Sondershausen und die Errichtung seiner Privatlehranstalt sind treffliche Garantieen für die gedeihliche Entwickelung der Jugend, auf der ja eigentlich das ganze Wohl der Zukunft beruht. Treten wir nun wiederum aus den Grenzen Deutschlands heraus und. wenden wir noch einigen größern europäischen Staaten unsere, wenn auch nur übersichtliche und flüchtige Betrachtung zu. 53 *