Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1842
- Issue
- 51 (13.11.1842)
- Date
- 1842-11-13
- Page
- Spalte 815-816 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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815 Jüdische Philosophie. Kusari. Hebraismus. Wir möchten Hm. I. Reifmann — welcher das Wort nprpDD in dem, Jbn Esra zugeschriebenen, Commentace zu Spruch, mit als Argument für die Unechtheit gebraucht (LB. 1841. Nr. 48) — an das: HW UW xh erinnern, welches wir (Ul. ib. Col. 743) als Vorsichtslehre bei solchen Forschungen empfahlen; so wie anderseits er zufällig an demselben Drte, wo. wir von der Wichtigkeit des historischen Sprachstudiums selbst für die Kritik sprechen, ein schlagendes Beispiel dafür lieferte, und allenfalls unfern Dank verdient.^ Um die erwähnte Polemik I. Esra's überhaupt unpartheiisch zu würdigen, darf man nur nicht übersehen, wie er sie hauptsächlich gegen Kalirs Poesien als Gebete richtet. -— Unsre Tendenz bei diesem Excurse ist aber nicht die Erläuterung der angeführten Formen, die wir uns für einen andern Ort verspürt haben; sondern die höhere Wichtigkeit der Sprache in Werken der Wissenschaft auch fürs Hebr. zu vindiciren, wie sie sonst überall, in der neuesten Philosophie gar über die Maßen, hervorgehoben wird. — Wenn Oel itzsch sich von seiner Lieblingsunterscheidung der italienischen und spanischen Schule (z. Gesch. d. jub. P. §. 30. Jesurun, p. 193.) bis zum Selbstwiderspruche treiben läßt; so dringen wir dagegen — Literarische Ankündigungen. 816 auf eine genaue Unterscheidung nach dem Inhalte, was auch Delitzsch in: Schilderungen und Krit. versucht hat. Der Poet und der Philosoph bilden sich die Sprache ihrem verschiedenen Bedürsniß gemäß, und tref- - fen, von verschiedenen Motiven ausgehend, oft im Resultat zusammen. Jenen leitet großenteils der äußerliche Ton im Reim und Wohlklang, und der Drang der Phantasie läßt weniger eine selbstbewußte Wahl des Ausdrucks zu. Der Kunstsinn schafft sich instinktartig den adäquaten Ausdruck. . Dem Poeten ist schon die / bloße Aussprache Selbstzweck. Dem besonnenen Denker ist der Ausdruck ein bloßes Mittel für den Zweck der Belehrung, er feilt das Wort wie den Gedanken. Es ist aber ein und derselbe Organism der Sprache, der beiden Bildungstrieben ein begrenztes Gebiet anweist, und sie also zusammensührt. Einige Beispiele mögen dies anschaulich machen. Wir haben oben (Nr. 45. Col. 709) von den Flexionsformen auf n für n gesprochen 52). (Beschluß folgt.) 52) lieber das pavtic. fern. vgl. Hitzig: über nN'TiD Zeph. 3, 1 und riNttn (2 M. 5, 16) zu Habakuk 2, 10; die Formen non, rpDH nn'D (adj. I'üi.) u. s. w. L-lferamsche Ankündigungen. In diesen Ankündigungen werden literarische Anzeigen aller Art, besonders in so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen 1Z Sgr. für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. [160.] Von C. L. Fritz s ch e ist durch alle Buchhandlungen nur fest zu haben: W mtsy “isd / Sechs talmudisch-kritische und literarische Abhandlungen. Won -Hirsch Chajes, Kreisrabbiner. Zolkiew, 1841. 4. Netto 1 Thlr. 15 Ngr. Averti^ement. On demande pour la synagogue de Saint-Thomas (Anlilles danoises), im liomme pourant remplir les fonctions de ministre officiant, de la meine maniere el seien les meines principes (jui’ä la synagogue nonrellement' etablie a Londres pour les Juifs anglais, sons le nein de IVeslboudo/t-synügogue. On esl prie de s’adresser, pour les renseignemenls ä ce sujel, a M. le Rev. D. W. Marks, 51, Bürten Street, Bürten Crescent, a Londres. Verlag voivC. L. Fritz sch c. [lei] Geschichte d er Juden in KnchSen und ihre RechtSverhLltnisse. Zum Theil nach archivalischen Quellen bearbeitet von K. Sidori. Mit einer Borrede von Prof. Fr. Bnlau in Leipzig. 8. br. Preis 26 Ngr. Druck non I. H. Nagel.