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Der Orient · 1842-11-22 · 48 (22.11.1842) · p. Spalte 767-768

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Journal
Der Orient
Volume
1842
Issue
48 (22.11.1842)
Date
1842-11-22
Page
Spalte 767-768 (sequence 8)
Language
German
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767 Jüdische Alterthumskunde. Literarische Ankündigungen. 768 Zeiten sich beziehenden natürlichen Grund gehabt haben; sonst wärevon ihnen ein solches Zeichen wohl nie gewählt worden. Hierüber geben einzelne egyptische Denkmäler genügenden Aufschluß. Noch stehen in dem Theile Thebens, der heute Medinat-Abou genannt wird, dieselben Ruinen, welche Diodor als das Grabmal des Orymandius genau, und wie sie ebenfalls von den Gelehrten, die Napoleon auf seinem Zuge nach Egypten begleiteten, gefunden wurden, beschreibt. Reihen von Gefangenen, der Kleidung und den Waffen nach, zu einem von den alten Egyptiern verschiedenen Volke gehörig, sind auf diesen Ruinen abgebildet, und Haufen von abgehauenen Händen werden Schreibern vorgezahlt, die ihre Anzahl auf Papyrus-Rollen zu bemerken scheinen. 'Am Ende der letzten Reihe dieser Gefangenen liegen mit den Händen vermischt abgeschnittene ganze männliche Geschlechtstheile aus einem Haufen, die gleichfalls zum Abgezahltwerden bestimmt zu sein scheinen. Nach den Zeichnungen der französischen Gelehrten37) haben diese Geschlechtstheile keine merkbare Spur von Beschneidung; sie scheinen also, wie die Gefangenen, von einem fremden, nicht egyptischen Wolke zu sein. So hätten also die egyptischen Krieger die Gewohnheit gehabt, den im Treffen getödteten Feinden Hände und männliche Geschlechtstheile abzuschneiden' und sie nebst 37) S. die 12. Platte im 2. Th. des Atlas zu dem großen franz. Werk über Egypten. den Gefangenen als Siegeszeichen vorzuzahlen; wie der Scythe ehemals, und jetzt der nordamecikanische Wilde mit den Kopfhäuten der von ihm erschlagenen Feinde und die Griechen im letzten Freiheitskriege mit den Türkenschadeln prangten. Selbst die Sage von Typhon, der Osiris erschlug, und während er seinen Gehilfen den zerstückelten Leichnam überließ, mit sich blos die Gefchlechtstheile des Erschlagenen nahm, zieht Autenrieth hierher. (Fortsetzung folgt.) Literarische Nachrichten und Miseellen. Ein Referat Philippsons. Eine Berichtigung. Der Herr Rabbiner Ph. hat nämlich in seinem jüngsten Blatte, bei Gelegenheit des Referats über Dukes Wertchen eine Stelle ausgeschrieben, nach welcher R. Jehuda Ha-Levi nach jerusal. Talmud das Arbeiten an den Festtagen hat ertauben wollen; der Herr Rabbiner hat diese Stelle gesperrt drucken lassen, sogar das Wort Arbeit mit größerer Schrift. Der Hr. Rabb. hat aber den jerusal. Talmud nicht gelesen, er hat blos Dukes nachgeschrieben, und in seiner Freude, einen Amtsgenossen gefunden zu haben, der Schabbat-Arbeiten erlaubt, hat er übersehen, daß Dukes seine Fehler eingesehen und Seite 138 die Stelle aus dem Ieruschalmi im Original giebt, worin es nicht heißt „Festtage" sondern „Halbfesttage" (Chol ha-Moed), an welchen Tagen die frömmsten Rabbiner das Arbeiten gestatten, und Se. Hochwürden haben also keinen Fang gemacht. Literarische Ankündigungen. Zn diesen Ankündigungen werden literarische Anzeigen aller Art, besonders in so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen Sgr. für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. [153.] Im Verlage der Landaui scheu Buch druck er ei in Prag erscheint, und wird so wie alle Berlagöwerke dieser Ofsicin durch Unterzeichneten debitirt: ' b 2 3 “i i ö b n Der Talmud mit Öen alten Coinmentarien3 Randglossen and Zngalben, nebst Spraclilbericlitigung (]wb ND1D) und ErMärung aller in den alten Commentarien verkommenden occidenta* lisclien Fremdwörter 9 von M, J* üandan» gr. 8. 33 Bde. kimnumerationspreis Oruehpap. 37 Thlr. 12 Gr. Schreibpap. 50 Thlr, Fein Velin 75 Thlr. Diese neue trefflich ausgestattete Oetavttttsgttbe des Talmud mit Tosefot, Raschi, Rosch, mit den veeisionen der Tosefot und des Rosch und mit dem Mischna- Cvmmentar des Maimonides, hat auch noch die talmudische Masora. die Randglossen des Jesaja Pik und des Elija Wilna, die Olildnsclüin des Meharschal und Meliarscha, die Anmerkungen des seligen Jecheskel Landau, Akiba Eger und Bezalel Ranscliburg. Wenn schon eine DetdVtNtsgdbö des Talmud an und für sich sehr an der Zeit war, so ist diese durch Kritiken,- Glossen und Erläuterung der Fremdwörter ausgezeichnete gewiß Jedem zu empfehlen, da sie wohl kein Forscher der jüdischen 2llterthümer ohne Nutzen finden wird. C. L. Fritzsche in Leipzig. Avertissement. On demande pour la synagogue de Saint “Thomas (Anlilles danoises), im homme pouvant remplir les fonctions de niinistre officiant, de la meine ma~ niere et seien les meines principes qu’a la synagogue nouveile,in ent etablie a Londres pour les Juils anglais, sous le iiorn de West London synagogue. On est prie de s’adresser, pour les renseignements ä ce sujet, a M. le Rev. D. W. Marks, 51, Bürten Street, Bürten Crescent, ä Londres. Verlag von C. L. Fritz sch e. Druck von I. H. Nagel.

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