Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 3 (1842)
- Issue
- Heft 48 (22.11.1842)
- Date
- 1842-11-22
- Page
- Seite 377 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Dritter Der Grient. Jahrgang. Berichte, Studien und Kritiken DaS Abonnement für ein Jahr ist 5 Thlr. Man abonnirt bei allen löbl. Postämtern und allen solid. Buchhandlungen auf ein Jahr. für jüdische Geschichte und Literatur. Herausgegcben von . Dr. Julius Fürst. Von dieser Zeitschrift erscheinen wöchentlich, das Literaturblatt mitgerechnet, zwei Bogen, und zwar an jedem Samstag regelmäßig. M 48. Sei^jig, den 22. November 184S. Rückblick auf jüdische Zustande: Das Jahr 5602. Fortsetzung: 9. Königrei-*, Preußen. — Afrika. B erberer: Jüd. Zustande der Gegenwart. — Deutschland. Hamburg: Wochenbericht über jüd. Verhältnisse. H i l d b u r g h a u se n: Verordnung der Regierung über Benutzung.des Sabbats in Schulen. Schlesien: Randbemerkung zu der neuesten herzoglich-meiningischen Verordnung über Sabbathaltung. — Licht- und Schattenbilder aus der jüdischen Vergangenheit und Gegenwart: Urkunden zur Geschichte der Juden im Mittelalter. — Personalchronik und Miscellen. — LB. d. Or. Rückblick auf Indische Zustände. Das Jahr S««S. Von E. C. (Fortsetzung.) ' S Das Königreich Preußen. Man könnte .aber versucht sein, die Widerlegung dieser ) Fiktion für eben so ungereimt wie dieft selbst, wenigstens für unnütz und überfKissig zu halten. Das ist nun leider aber nicht der Fall; denn jene Fiktion wird zu oft und emsig ausgebeutet und die daraus gezogenen Konsequenzen stellen die bereits gewonnenen' und die sehnliK Erstrebten Rechte zu deutlich in Frage, als'daß Schweigen verzeihlich<wäre. Daß auch die preußischen Juden nicht geschwiegen haben, lehrt ein Blick auf die Literatur des verflKnen Jahres'; Stern konnte kaum einen Tag lang die Angelegenheit, um^e, es sich handelt, vergessen, der düstern nächtlichen TräMne zu 'Heschwelgen, die sie bei Manchen hervorgerusen haben mag. — Ist es ja nichts Anderes, als ein aus dem Mittelalter heraufbeschworenes Gespenst! Richten wir nur das schneidige Schwert, das wir in unserer Rede besitzen K auf dasselbe: wenn dann kein Mut kömmt — und wie sollte den Todten, Abgestorbenen, Verwerten der klare, rothe Quell entsprudeln kennen —dann haben wir allerdings nur mit einem Schemen gekämpft. Aber wie, wenn dieses mittelalterliche Gespenst eine größere Realität hätte als der ewige Jude, und bloß daru'rmaus seiner Jahrhunderte langen Ruhe aufgestört wordin^wAe, um die Welt noch einmal als „christlichen Staat" zuEurKwandern? Die Monotonie, die Unhaltbarkeit, die Widersinnigkeit eines solchen Phantasiegebildes haben die Christen besser als die Juden öffentlich dargethan. Christlichen Schriftstellern gebührt der Ruhm, den innigen Zusammenhang, die schlau zusammengewundenen Fäden, die nach Spinnenart gewobenen Netze' MM aüfgeKeftri 'und rnit aller Kraft der Dialektik und der Wahrheit durchbrochen zu haben, welche zwischen den Ideen vom christlichen Staate, von der jüdischen Nationalität, der Notwendigkeit modern-antiker Korporationsbildungen, der Ausschließung der Juden von den Pflichten wib von>§ den Rechten (im Mttitairdienst vereinigt sich ja beides) u.s. w. bestehen. Dies leitet uns auf die Entstehung und den bisherigen Verlauf eines Kampfes, der no.KM diesem ADenbtzcke lebhaft fortdauert und feine Endschast-snoch Ege nicht erreicht zu haben scheint. ’ - / Es war im Anfange^des Jahres 1842, als die Augsburger Allgemeine Zeitung ein^Berliner Correspondenz e'nktzielt, welche eine nahe UmgestDurch^e^VerHaltniffe der preußischen' Juden verkündete und im kurzen Amrissen^ dieMaaßregeln andeutete, welche die Regieru^c' dies er atzvptir? und auszuführen beschlossen haA.^.L>w .Phrase^: Mrporettion— Befreiung vom Militärdienst'Hul-ässkgkei^ derWtellvertretung — Erhaltung der -jüdisches>-Na?i^alita't — Anerken- ' > nung der Fortdauer der Juden als^ eingöttlichen Wunders — traten hier zum ersten Male' .vor. Sei es, daß man . > diese Absicht für eine de^pveußisch M.- üng von einem Feinde derselben untergeschobene hi^'" und ^ne solche Muthmaßung erschien um^sö 'wenig^abgffchmackt). als die & \ :4y V & ' * ... Ä }