Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 3 (1842)
- Issue
- Heft 47 (15.11.1842)
- Date
- 1842-11-15
- Page
- Seite 376 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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376 vere cogatur. Si vero eum vulneraverit, sed non ad mortem, Libram 1 auri componat, et si sit servus, qui eum occiderit Tel vulneraverit, dominus ejus aut supra taxatam Compositionem impleat aut seryusn ad poenas tradat. Si quis autem inopia depressus praescriptum sölvere nequiverit, eadem piectatur poena, qua ille punitus, tempore Henrici Imp. patris mei, qui Judaeum interfecit, scilicet: ut ei oculi eruantur et dextra manus amputetur. Quod si Judaei litem inter se aut Caussam habuerint discernendam, a suis paribus et non ab aliis convincantur et judicentur; Et si aliquis eorum perfidus rei alicujus inter eosgestae occultare voluerit yeritatem, ab eo, qui ex parte Episcopi praeesfc Synagogae, juxta legem suam cogatur, ut de eo quod quaeritur, verum fateatur. Si quando autem inter eos aut contra eos, difficiles ortae fuerint quaestiones vel lites, salva interim pace eorum, ad praesentiam referantur Episcopi ut ejus vale an t judicio terminari. Habeant praeterea licentiam vinum suumet pigmenta et antidota vendere Christianis et sicut praediximus, nullus ab eis exigat vel mancosos, vel palafredos, vel angariam , vel exactionem aliquam publicam vel privatam. Et ut-haec Concessionis auctoritas omni aevo inviolata permanent, hanc cartajn inde conscribi et Sigilli nostri Impressione jussimus insigniri. signum domini Henrici Tertii Ruinanorum lniperatoris augusti. Flumbertus Cancellarius vice Rulliar&i ArcliicanceE larii recognovi. Data est XI. Kalend. Martii Anno ab Incar. Dom. MLXXXX. Indic. Xlü. Anno autem Dom. Henrici Regni ejus dem XXXVI. Imperiivero VI. Actum Syirae, in Christi nomine, feliciter. (Würdiwein I. 127 —131.) (Cf. Chronpraes. befiehlt nach vierzig Lagen (?); durch Zeugen kann er auch keinerlei Sache überführt werden. Wer wider dieses unser Edikt fie zwingen wird, Meinen Bann, das heißt: drei Pfund Silber, zu zahlen gezwungen werden. Wer ihn aber verwunden wird, jedoch nicht zum Lode, der soll ein Pfund Gold erlegen; ist aber derjenige, welcher einen Juden tödtet oder verwundet, ein Sklave, so soll sein Herr entweder das oben angegebene Wehrgeld zahlen oder den Sklaven zur Strafe ausliesern. Kann aber Einer aus Armuth die vorgeschriebene Summe nicht erlegen, so soll er diejenige Strafe erleiden, mit welcher Jener belegt wurde, der zur Zeit Kaisers.H einrich, meines Vaters einen Juden tödtete, nämlich: die Augen sollen ihm ausgeriffen und die rechte Hand abgeschlagen werden. Haben Juden unter sich einen Rechtsstreit, so sollen sie von ihres Gleichen, und nicht von andern überführt und gerichtet werden. Und wenn ein Lreuloser von ihnen, die Wahrheit der verhandelten Sache wird verbergen wollen, so soll er von dem, der von Seiten des Bischofs der Synagoge vorsteht, nach ihrem Gesetze gezwungen werden, die Wahrheit zu bekennen. Sind aber unter ihnen selbst oder gegen sie schwere Klagen und Streitigkeiten erhoben worden, so sollen sie, ohne daß dadurch ihr Friede gestört werde, : vor den Bischof gebracht werden, damit sie nach seinem Urtheil entschieden würden.— Außerdem können sie ihren Wein, ihre (aus Honig und Gewürzen) gemischten Getränke und medizinischen Mittel an Christen verkaufen, und, wie wir"schon gesagt, soll keiner Geld, Vorspann oder Fuhrwerke, oder irgend eine öffentliche oder Privatsteuer -eintreiben. Und damit die Gültigkeit dieser Vergünstigung zu jeder Zeit unverletzt bleibe, haben wir diese Urkunde schreiben und durch die Drunterdrückung unseres Siegels bezeichnen lassen. (Folgt:) Das Handzeichen des Herrn Heinrich DI. römischen Kaisers. . Ich Kanzler Humbert bezeuge an Stelle des Erzkäyzlers Ruthard (die Wahrheit des Obigen). , Gegeben am 19ten Februar, im Jahre nach der^Fleischwerdung des Herrn 1090; in der 13ten Induktion; im'Jahre der königlichen Würde des Herrn Heinrich 36, der kaiserlichen 6. Geschehen zu Spei er im Namen Christi, spirens. civit. ap. Eccard. 11.) Perfonalchronik und Miseellen. Die A. A. Z. vom 17. Oet. enthält ein Inserat, welches über eine neue Synagoge berichtet, welche der reiche jüdische Äouwelier Giacomo Mendel, der auch bei der Krönung des Kaisers Ferdinand von Oesterreich durch seine Juwelentableaux sich auszeichnete, auf eigene Kosten in Mailand hat erbauen lassen. Das Bethaus (Mendels-Oratorio genannt) ist am 4. SepL. (Vorabend von Roschhaschana) durch den Rabbinatskand. L. Aub (früher in Augsburg) mit einer ital. Rede eingeweiht worden. Verlag von C. L. Fritzfche. . Im vierten Hefte von Buhl's „Patriot" findet sich ein trefflicher Aufsatz über das Berliner (christliche) Armenwesen, den wir aus voller Ueberzeugung auch, allen Vorstehern jüdischer Armenanstalten zur Lectüre und zur ^Beherzigung empfehlen zu dürfen glauben. Mi - Buhl's „Patriot" (drittes Heft) handelt u. A. von den Grundsteuern in Preußen. Unter diesen führt er an: In den polnischen Landestheilen: Juden-Rekrutengeld und extraordinaire Judensteuern. — In den herzoglich-sächsischen (preuß.) Landestheilen: Schutz- und Kopfsteuern von den Juden. In der Provinz Westphalen: Judenschutzgelder. ' Druck von I. H. Nagel. Mit einer Beilage und einem Prospekts zum Orient.