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Der Orient · 1842-11-08 · Heft 46 (8.11.1842) · p. Seite 361

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Journal
Der Orient
Volume
3 (1842)
Issue
Heft 46 (8.11.1842)
Date
1842-11-08
Page
Seite 361 (sequence 1)
Language
German
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Dritter Jahrgang, Grient. Berichte, Studien und Kritiken Das Abonnement für ein Jahr ist 5 Lhlr. Man abonnirt bei asten löbl. Postämtern und allen solid. Buchhandlungen auf ein Jahr. für jüdische Geschichte und Literatur. Herausgegeben von Dr. Julius Fürst. Von dieser Zeitschrift erscheinen wöchentlich, das Literaturblatt mitgerechnet, zwei Bogen, und zwar an jedem Samstag regelmäßig M 41». Leipzig, den 8. November 1842. Großbritannien. London: Inschrift und Deutung des Sir Moses Montesiore gemachten Geschenkes. London: Ein zweiter Pater Thomas. — Deutschland. H a mb u r g: Neuere Intoleranz in Jena. Hamburg: Die neugewahlten vom Senate bestätigten Obervorsteher. Hamburg: Wochenbericht über jüdische Verhältnisse. Magdeburg: Das Rabbinat Dr. Philippsons und seine Stellung zum „Orient". — Licht- und Schattenbilder aus der jüdischen Vergangenheit und Gegenwart: Urkunden zur Geschichte der Juden im Mittelalter. Von Philipp Joffe. — Personalchronik und Miscellen. — LB. d. Or. Großbritannien. London, Oct. Das Sir Moses Montesiore kürzlich gemachte Geschenk hat folgende Inschrift in englischer Sprache: „Dieser Beweis von Achtung und Dankbarkeit von Seiten einer großen Anzahl seiner jüdischen Brüder im vereinigten Königreich, Jamaika, Barbados und Gibraltar wird Sic Moses Montesiore, Mitglied der königlichen Gesellschaft der Wiffenschaften, gebracht im Andenken an die bedeutenden persönlichen Opfer, denen er sich unterzogen, und der menschenfreundlichen Anstrengungen, die er und Lady'Montesiore während ihrer Sendung nach dem Osten machten. Im Jahr der Erschaffung der Welt 5600—1840. Diese Sendung wurde von Sir Moses Montesiore zur Vercheidigung der Juden in Damaskus und Rhodus unternommen gegen die falschen Anklagen, die gegen sie erhoben waren, in Folge welcher sie eine beispiellose Verfolgung erlitten, so daß mehrere unter den Qualen der Tortur starben. Seine Bemühungen hatten einen glänzenden Erfolg, indem die Angeklagten aus den Gefängnissen befreit, Andere, die ihr Heil in der Flucht gesucht hatten, Erlaubniß zur Rückkehr in ihre Wohnungen erhielten, er selbst aber von Seiner Kaiserl. Majestät Sultan Abdul-Medschid einen Ferman empfing, der die Unschuld der Angeklagten und die Falschheit der der jüdischen Religion gemachten Anschuldigungen erklärte, zugleich mit der Bestimmung, daß das jüdische Volk im Umfange des türkischen Reichs dieselben Rechte wie alle übrigen dem ottomanischen Scepter unterworfenen Nationen genießen solle." Das Geschenk selbst, ohne einem bestimmten Gebrauch zugewiesen zu sein, besteht in einer Art Monument ea miniature. Seme Höhe beträgt 3^ Fuß, sein Gewicht 1319 Unzen. Die hervorstechendste Figur ist David, wie er das Lamm aus den Klauen des Löwen errettet (1 Sam. 17, 34. 35). Die vier Basreliefs stellen die Ankunft Sir Moses Montefiore's zu Alexandrien, seine Audienz vor dem Sultan, die Befreiung der Gefangenen zu Damaskus und die öffentliche Danksagung nach seiner Rückkehr vor. Darunter befinden sich hierauf bezügliche Worte aus dem 124. Psalm. Außerdem hat das Monument noch mehrere theils allegorische theils wirkliche Begebenheiten andeutende Figuren und Scenen. Das Ganze wird als ein Werk von nicht geringer Kunstfertigkeit und Geschmack gepriesen. V. of J. London, Ott. (Ein zweiter Pater Thomas). Aus einem Briefe von Constantinopel erfahren wir, daß daselbst eine heftige Feindseligkeit der dortigen armenischen Bevölkerung gegen die Juden sich kund giebt, deren Ursprung man in einer vor Kurzem so ungerecht gegen die Juden erhobenen Anschuldigung findet. Vor einiger Zeit starb ein Armenier plötzlich in einem Wirthshause zu Galata, dessen Besitzer Jude war. Dieser wurde sogleich beschuldigt, denselben ermordet zu haben, und gefangen gesetztdoch stellte seine Unschuld sich bald heraus, da es sich zeigte, daß der Armenier vom Schlagfluß gerührt worden war. Damit aber waren dessen Stammesgenossen keineswegs zufrieden, und seitdem sind 46

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