Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 3 (1842)
- Issue
- Heft 45 (1.11.1842)
- Date
- 1842-11-01
- Page
- Seite 360 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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360 England unter Richard Löwenherz" v. Eugen Nispart. 2Thle. Leipz. b. Kollmann 1841 aburtheilt: „Edles Judenthum, verfolgt von barbarischem Christenthum, ein Thema, das bei der zunehmenden Iudisicirung unserer schönen Literatur haufenweis behandelt wird". Der berüchtigte Graf Ratri-Menton ist zum franz. Consul im Canton (China) ernannt worden. Bei dem schriftlichen Examen in Schleswig wurde unter Anderem die Aufgabe gestellt: Praeeipuae interpietum sententiae de Psalmorum, qui „Schir Haniaaioth“ inscribuntur, ongine atque usu recenseantur. In der Icnaischen Literaturzeitung vom August d. I. finden sich mehrere größere Recensionen über Werke biblischphilologischen und theologischen Inhalts. Zu Michaelis 1842 hat an der Gemeinde und Freischule zu Altstrelitz ein völliger. Wechsel des^ Lehrerpersonals stattgehabt. Schon vor mehreren Monaten trat Dr. Klein sein neues Amt in Stolp an; Dr. B. PH. Ginsberg hat vor wenigen Wochen Altstrelitz, wo er seit Michaelis 1836 wirkte, verlassen, um eine Lehrerstelle an der Friedrich-Wilhelms- Schule seiner Vaterstadt Breslau zu übernehmen. Endlich hat auch Herr Sophar seine Anstellung in Strelitz vor Kurzem plötzlich aufgegeben. — An die Stelle des Herrn Dr. Ginsberg ist H. Daniel Sanders, in Altstrelitz geboren, als Oberlehrer und Dirigent der Schule getreten. —. Das Schulgebäude ist vor Kurzem renovirt worden. In der L.A.Z. vom 6. Oct. wird gegründete Klage darüber erhoben, daß der Landrath Baron von Heinist in Fraustadt darauf gedrungen habe, daß sich die, nach Leipzig zur Messe reisenden jüd. Kaufleute mit einem Passe in's Ausland (für 374 sgr., wovon 20 sgr. dem Landrathe als Schreibgebühr zufallen), statt wie bisher mit einem inländischen Passe (für 174 sgr.) versehen sollten. Ja er habe die Leipziger Polizeibehörde aufgefordert, diejenigen Lissaer Juden, die ohne Paß für's Ausland in Leipzig ankommen würden, auf. polizeilichem Wege zurückzuschicken. Seine Insinuation sei aber nicht beachtet und nun auch die Verordnung wieder zurückgenommen worden. In dem Correspondenz-Artikel „Großherzogthum Baden" in Nr. 40 dieses Jahrganges finden sich folgende Druckfehler, die ich zu berichtigen bitte. S. 320. Sp. 1, Z. 20' lies „Vaters" statt „Vater". - S.321. Sp.2, K.1 l. „störend" st. „störrend"; Z. 3. l. „Oberraths" st. „Oberrathe"; Z. 9. l. „den Religionsunterricht" st. „der". , Neuere Bibliographie Kalligraphische Vorlegeblätter für den Unterricht in der jüdischen Currentschrift. Zum Gebrauche für Schulen und zum Selbstunterricht, herausg. von K. Klein. Breslau, Kern 4 Thlr. Angekündigt ist: Das Buch Hiob im Urtext, mit Beziehung auf Psychologie der alten Hebräer, neu übersetzt und kritisch erläutert v. I. Wolfson. Herausg. von K, Klein (circa 20 Bogen; i Thlr.) Breslau, Kern. (Gesenius gewidmet, von den Professoren Middeldorpf und Bernstein und den Doktoren Geiger, Freund und Philippsohn empfohlen.) Volkskalender für Israeliten, für das Jahr 5603, herausg. v. K. Klein. Breslau, Kern. (Mit Beiträgen v. Dr. Francolm, A. Cohn, Saalschutz u. A.) 1842. (Vor Kurzem erschienen.) " Museum zur Belehrung und Unterhaltung für die isr. Jugend. Mit Beiträgen von Auerbach, Francolm, Agnes Franz (einer bekannten christl. Schriftstellerin aus Schlesien), Dr. Geiger, Dr. Munk, herausg. v. K. Klein. Jahrgang 1842. (jährlich 4 Bdchn.) Geschichte des jüd. Volkes von der Zerstörung Jerusalems bis aus die neueste Zeit. Von K. Klein, in Lieferungen; 4 Bdchn. jährlich. Lehrer Miro: Leitfaden beim Unterricht in der israelit. Religion. Dritte Auflage. Von Dr. S. Hirsch' Religionsphllosophie der Juden (Leipz. b. Hunger) ist Heft 9 des ersten Bandes erschienen. H. Reichend ach: Beweis aus der jüd. Religion, daß die Juden in den' christl. Staaten nicht emancipirt werden können, wenn die Christen nicht dadurch sich ihnen zinsbar u. unterthan machen wollen. Hervorgerufen durch die Meditationen des Herrn Dr. Steinheim. Altona, Blatt. 6^ Sgr. (Eine neue Schmähschrift des obscuren Oancl. .dm-, in Altona, vor deren Ankauf wir hierdurch ernstlich warnen, und die der Widerlegung nicht werth ist.) Movers : loci quidam historiae canonis veteris testamenti illustrati. 8 maj- Vratislaviae. jGeh. 17-} Sgr. (Movers war früherkathol. Pfarrer in Bonn, jetzt ist er Prof, der kath. Theol. in Breslau. Sein historisches Werk über die Phönizier ist bekannt; seine archäol. Ansichten haben ihn -mit Prof. Seyffarth in Leipzig in einen literar. Streit verwickelt.) A. Lutterbeck: De utilitato saerae scripturae. Oratio academica. 8 maj. Giessen. Heyers Verlag. Geh. 3| Sgr. . Die Synagogengebete zum Gebrauche beim Gottesdienst in Auswahl geordnet u. übersetzt v. I. A. Francolm. Grüngerg, Levysohn. Geh. f Thlr. Talmud Babli u. s. w. Von E. M. Pinner. I. Bd. (Hebr. u. deutsch) gr. Fol. Berlin, Lewent 8 Thlr. (Das Ganze 28 Bde., wovon 2. jährlich). Bibliographie künftiger Literatur. (Leipz. Meßkatalog, Michaelis 1842.) S. Hirsch die Meffiaslehre der Juden. Predigten. L. von Lengerke (Prof, in Königsberg) Handbuch der hebr. Archäologie u. Geschichte. 2 Bde. M. Mendels sochn's sämmtl. Schriften, hersg. v. G. B. Mendelssohn. 7 Bde. Berthe au (Prof, zu Göttingen) Grammatik der chaldäischen Sprache. Iul.Fürst. klbliotbeoa judaieaoder bibliogr. Wörterbuch über die ges.ssüd. Lit. u. für die Gesch. des jüd. Volkes. Leipz. Engelmann. fM. Bloch (Mitglied der Ungar. Akad. der Wissenschaften). Neuestes vollst. Taschenwörterbuch der Ungar, und deutschen Sprache^. Z. Frankel: Die Lehre vom Zeugen nach jüdischem Rechte. Leipz. b. Vogel. Jul. Fürst. Handbuch der jüdisch - theolog. Literatur. Leipz. Reclam sen. Verlag von C. L. Fritzsche. Druck von I. H. Nagel.