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Der Orient · 1842-10-25 · 44 (25.10.1842) · p. Spalte 703-704

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Journal
Der Orient
Volume
1842
Issue
44 (25.10.1842)
Date
1842-10-25
Page
Spalte 703-704 (sequence 8)
Language
German
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687 688 Grabschrifienkunde. Literarische Ankündigungen. Blatte uns mittheilen, und, falls er diese Worte lesm und dieser Bitte Nachkommen wird, unfern herzlichen Dank im Voraus hinnehmen. De. I. A. Frankel. , Postscriplum. Bereits nach der Vollendung obigen Artikels erhielten wir ein Werkchen: „Die Juden m Worms" betitelt, das mit vielem Fleiße gesammelt und obschon mit weniger eigenen Kritik, so doch in einet blühenden Sprache von Herrn M. Mannheimer abgefaßt ist. Wie bei völliger Windstille der Meeresspiegel glatt und glänzend, ruhig und vertraulich dem Seefahrer sich zeigt: so treten uns des Buches Worte gefeilt und geglättet, erhaben still und feierlich ernst entgegen. Dennoch können wir in das stille Meer uns nicht versenken, und die gefundenen Perlen in zierlicher Form der Wett nicht überreichen, weil der Raum uns hemmt und die Zeit uns beschränkt. Wir können auf dies Buch hier nicht näher eingehen, weil es Inschriften, Sagen, schriftliche Ueberlieserungen zu Tageslicht fördert, welche die Kritik in die einfachen, wahren Bestandtheile aufzulösen hat; wir aber können diese Denkmäler nicht zersetzen und auflösen, weil wir diese Abhandlung nicht übermäßig ausdehnen wollen. Wir glauben als Gläubige gerne an das hohe Alter der Stadt Worms; aber wir können dahin die Juden nicht versetzen, als der Tempel noch nicht zerstört und Rom erst kurze Zeit gegründet war. Wir können Joel's Worte (4, 6 nicht: 3. 9, 10 und 11) Om .Tnrr» Om nh)i* byn Dpmn jyD1? dwi ^ih ditdd b^tsrrp nicht auf Juden in Worms beziehen, welche als Sclaven von den Griechen dahin gebracht sein sollen. Wir können Überhaupt die Juden in Deutschland vor Abfassung der Mischna nicht wohnen lassen, weil sonst diese und ihre Kinder das Gesetz nicht angenommen hätten, wie schon R. Akiba auf seinen Reisen in Asien zahlreiche Gemeinden angetroffen, die, in frühster Zeit ausgewandert, Don dergleichen Gesetzen nichts wußten und wiffen wollten. Wir können endlich Juden ikr Worms uns nicht denken ums Jatzr 276, als daselbst und in dessen Umgegend die Allemannen hausten, die Römer haßten und somit jeden Juden, der von Italien kommend als Römer ihnen erscheinen mußte. Gegen die Seite 27 das. angeführte rown, welche m Folge einiger nach Jerusalem im Jahre 4720 ge-, schickten Anfragen zurückkam, hätten wir um so weniger einen Einwand zu machen, als sie nach des Herrn M. eigener Meinung die erste Gründung der Gemeinde zu selbiger oder etwas früherer Zeit erweisen'sollte, wenn nicht in dieser mwn von picso . fcomo die Rede wäre. Diese Verhandlung konnte aber selbst in jener Zeit noch nicht stattgesunden haben. Uebrigens ist unter ihn ND’TD nicht etwa in proihn -pw nnN roro, auch nicht n")bn NrrpD, fonbern p)w npm zu verstehen, wovon im Jore Deah.40, 6 gehandelt wird, und was wir aus den Worten des Antwortschreibens '»Wi pw-nono nnpon o zu erkennen glauben. Durch diese Auffassung erhält zugleich der Vers, des Tore Sahab 1. I. sign. 2, welcher in Übereinstimmung mit seinem Schwiegervater piV mit *0^1 iWDlD erklärt und die Worte hinzufügt: dj? ihn pw di ihn mnui nro (f ^di-ihn),- eine nicht unbedeutende Widerlegung. — Auffallend ist in dieser nrwn die Bezeichnung nJDp mnJD oru, ni?n^ mroDl, da wir das Erlöschen des Synedriums oben in einer Note nach Sanh. 37 b mit der Zerstörung des Tempels angaben. Mehr über dieses Buch zu schreiben einstweilen verhindert, können wir nur wieder den Herrn Bamderg an sein dem Herrn Mannheimer gegebenes Versprechen erinnern, diese Inschriften und sonstige schriftliche Denkmäler kritisch behandelt und beleuchtet recht bald uns mitzutheilen. Dr. I. A. Fränket. Literarische Ankündigungen. In düsen Ankündigungen werden literarische Anzeigen aller Art, besonders m so weit sie .jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen 1Z Sgr. für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. [142.] Allen israelitischen Volksschulen ist als sehr zweckmäßig i [143.] Von C. L. Fritzsche ist zu beziehen: und von allen Seiten auf's Günstigste beurtheilt zu empfehlen: Schweizer, D., hebräische Waudfibel, in neun stufenweise auf einander folgenden Tafeln, nach der Lautirmethode zmn Gebrauche öffentlicher Schulen. Fol. 9 Blätter. Preis 54 Xr. od. 12 gr. C. H. Beck'sche Buchhandl. in Nördlittgen. ffnp ne ff n’ff Poemata lingiiae sacrae hebraicae pspigit A. B. Lebensohn, Wilnensis 1842. be. 1 Rthlr. IO Ngr. Verlag von C. L. Fritzsche. Druck von I, H. Nagel.

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