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Der Orient · 1842-10-11 · Heft 42 (11.10.1842) · p. Seite 336

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Journal
Der Orient
Volume
3 (1842)
Issue
Heft 42 (11.10.1842)
Date
1842-10-11
Page
Seite 336 (sequence 15)
Language
German
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— 336 zur Vermeidung -er oft gerügten Willkür bei -er Übertragung der letztern in die Gebenden Sprachen, gr. 8. Franks, a. M. 1842. Brönner. Geh. K Thlr. Guil. Ge senii Thesaurus philologicus criticus linguaeae hebrae et chaldaeae veteris testamenti. Tomi III. Fase. I. Edit. altera sec. radices digesta priore Germanica longe auctior et emendatior. 4 maj. Lips. Vogel. Geh. 2* Thlr. («. 3 Thlr.) I. G. Hosfmann: Zur Judenfrage. Statistische Erörterungen. Anzahl und Vertheilung der Juden im Preuß. Staate. Berlin, Buchhandlung des Lesecabinets £ Thlr. I. Kahn: Die Bestrebungen der neuen Rabbiner zielen nur darauf hin, das wahre alte Judenthum wieder herzustellen. Predigt. Trier b. Gall. Thlr. I. I. X. Pfyfser zu Neu eck: Bilder aus dem Orient. Zürich, Schuttheß. Thlr. Du. Samuel Hirsch: Das System der relig. Anschauung der Juden u. s. w. Bd. I. Heft 1—8. Al lg. 2(rchiv des Judenthums u. s. w. Herausg. v. Heinemann. Bd. II. Heft 2. Berlin. Heymann. Thlr. (beinahe nur Forts, von Heft 1). Philipp so n isr. Bibel. Th. Lief. 1 — 22. Th. 2, Lief. 1 — 8. 13, Leben sohn: Poem ata lingua sacra hebraica pepigit. Lipsiue, Fritzsche. Geh. 1-^ Thlr. E. I. Magnus: Krit. Bearb. und Erkt. des hohen Liedes Salomo's. Halle, Lippert. 1 Thlr. Zur orientalischen (nicht-hebr.) Bibliographie. A. Schmolder's Essai sur les cooles philosophiques chez les Arabes et notamment sur La doctrine Algazzali. 17 Bogen u. 60 S. arabisch. 8. Paris 1842. Verzeichniß der in öffentlichen Blättern erschienenen Reeensiorren über jüdische und Hebe. Literaturerzeugnisse. Rec. über Franßel's Histor. krit. Studien zu der Septuaginta in R h e i n w a t d 's R e p e r t o r i u m XXXVIII. Band. Zweites (oder August) - Heft 1842. (lOter Jahrgang, 8tes Heft). Berlin. fDem Verfasser wird, nach einigen kurzen Bemerkungen des Rec. über die Vernachläßigung der hebr. u. chald. Spra- .che und über die von Dr. Frankel gerügte Nichtbeachtung der von Juden publicirten Werke durch die christl. Gelehrten der Neuzeit, kritischer Scharfsinn und Bekanntschaft mit der Literatur nachgerühmt. Zunz wird beiläufig mit Anerkennung genannt, j Uebcr W i n e r 6 Grammatik des biblischen und r a r g u m i sch e n C h a l d a i s m u s 2 t e A u f l. febendaselbst — lobende Recension — ähnliche Bemerkungen' wie oben vorangeschicktein flüchtiger Blick auf die verwandte Lit. geworfen.) Wrst u. s. n?.] , Weber das „V o llständige hebr.- chald. Wörterbuch über das alte Testament" ^.Grimma.) s-Rec. eben daselbst. — Das Verdienst der Herausgeber wird nach kurzen Vorbemerkungen über die bisherige Bedeutungslosigkeit der hierher gehörigen Unternehmungen anerkannt.^ Ueber Theodor Brand „Einwurf auf den Entwurf einer zeitgemäßen Verfassung der Juden (Bteslau, Aderholz) im Morgenblatt vom 3ten und 5ren Sept." fCorrespondenz aus Schlesien. August. „Jüdische Ansprüche". Der Berichterstatter giebt am Schluffe zu, daß Brandts Schrift nicht von Bitterkeit frei sei, findet sie aber wegen der Sachkenntniß und des Scharfsinnes, die der Vf. verrathe, beachtenswerth. — Wir erlauben uns, anderer Meinung zu sein. .Herr Theodor Brand, Exredakteur eines selig entschlummerten Schles. Musenalmanachs, als Dichter sehr mittelmäßig, aber auch kein gewandter Stylist in Prosa, k. preuß. Regierungssekretär und, wenn ich mich recht erinnere, Exmilitair, wahrscheinlich auch >=( Corresp. der L. A. Z. ist bloß eine bemitleidenswerthe Copie oderein schwaches Echo des verstorbenen Advocaten Grattenauer zu nennen, dessen judenfeindliche Rolle er für Breslau übernommen zu haben scheint. Wollten wir mit Herrn Brand so umspringen, wie er es mit den Juden thut, so könnten wir ihn mit leichter. Mühe als Communisten darstellen und ihn so bei der Regierung verdächtigen. Denn in der That ist sein ganzes Projekt in Betreff der Juden als ein sehr ordinaire, verschrobener, kommuner Communismus zu betrachten. Die herrliä)en Kaufläden der Breslauer jüd. Kaufleute verursachen ihm Augenschmerzen; darum hat er folgendes Auskunftsmittel ersonnen: Die Negierung berufe die Juden zusammen. — Es haben sich 3—4000 (die Zahl ist willkürlich — beiläufig die einzige Willkür, die wir uns dabei erlauben: Herrn Brand gegenüber rufen wir nur hierbei gern das cede majori zu). Ein k. Commissair erscheint und verordnet: No. 1—100 werden Bauern; No. 101—200 Niemer; No. 201—300 Schornsteinfeger; No. 300—400 Fuhrleute u. s. w. „Jeder nach seiner Fähigkeit," meint Herr Brand, „nur keine Kaufleute" (wahrscheinlich auch keine Regierungssekretaire, keine mittelmäßigen Dichter, keine Zeitungskorrespondenten, wohl auch keine Judenfeinde — denn alle diese Funktionen sind von H. Brand gepachtet, und H. Brand duldet keine jüdische Concurrenz). Aber wo den St. Simonisten-Vater hernehmen, der dieses phrenologisch-psychologische Experiment mit Erfolg unternehmen könnte? — Gewiß ist H. Brand, der glückliche Erfinder dieser Idee, auch zu ihrer Ausführung bestimmt, wenn nicht — die Sache schief zu gehen droht. — Wir rufen Herrn Brand zu: Chacun. ä son gout. Herr Brand lasse uns unfern Geschmack, den wir durch seine Schriften uns ferner nicht verderben zu wollen erklären, j „Entwurf einer zeitgemäßen Verfassung der Juden." (Breslau, Aderholz). In den Beilagen zu der Rhein. Zeitung vom 1. 4. u. 6. Septbr. (Ausführliche- Erörterung über den Inhalt jener Schrift, auch als besondere Abhandlung zu betrachten. Sie führt die Aufschrift: „Die gesetzt, und kirchl. Verhältnisse der Juden in Preußen" und weist alle Widersprüche und Wülkürlichkeiten in der jetzigen Behandlung der Juden in den verschiedenen Provinzen genau nach. Der Vrf. der Abhandlung hat sich nicht genannt.^ Ueber A. L. Frank's „Rachel" iu Lewald's Europa vom 5. Sept. (Feuilleton). sKurze, im Urtheile mit den Referaten im Orient und in der Dresdner Abendzeitung völlig übereinstimmende Notiz.j Die Franks. Oberpostamtszeitung enthielt jüngst einen trefflichen Artikel über die badische Kammer in Bezug auf ihre Abstimmung in Betreff der Judenemancipation. Der Schwab. Merkur spricht wieder von dem nahen Erscheinen des preuß. Judengesetzes. Verlag von C. L. F r i tz s d) u ' Druck von I. H. Nagel.

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