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Der Orient · 1842-10-04 · 41 (4.10.1842) · p. Spalte 655-656

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Journal
Der Orient
Volume
1842
Issue
41 (4.10.1842)
Date
1842-10-04
Page
Spalte 655-656 (sequence 8)
Language
German
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fiöä J-üdische Alterthumskunde. herum zum symbolischen Standpunkt sich hmneigt. Der erste Grund ist ein prophylactischer und. hat den Nutzen, die im Oriente häufig auf der Borhaut vorkommende sehr schmerzhafte und schwer zu beseitigende Carbunkelbitdung zu verhüten. Dieser Cacbunkel, Anthrax, scheint in der Entzündung der Talgdrüsen in der Vorhaut, Anschwellung, Verhärtung und Bildung eines Absceffes in der Geschwulst bestanden zu Haben, und.mit der noch jetzt im Oftente häufig vorkommenden Elephantiasis einen gleichen .Ursprung zu besitzen. Durch Abtragung wird nun bei den J-raeliten im Oriente dem Nebel sein ausschließlich -bestimmter Sitz und somit seine Existenz genommen und sein Vorkommen verhütet. Er. sagt: "Ev juiiv %ak£7irjg vogov Kal övGidxov Ttdd'ovg d 7t cckkctyrjv, ijv ch&Qa'/tci' Kakovom, and xov %aluv ivxvq)0^£V0v} ■Cog oi^ai, xavvtjg zrjg TcgoGrjyoQLag xv%6vxbg, ijxig tcvxokcuxsQOv xolg xag dxQoßvGxiag £%ovGiv iyyivexai. Der zweite Grund ist ein mehr diätetischer, um die Reinlichkeit des Körpers, wie solche namentlich einem priesterlichea Volke zukomme, zu befördern, da durch diesen Gebrauch die Anhäufung der durch die Hautausdünstung ausgeschiedenen Stoffe an jenen Theilen vermieden und die Leichtigkeit der Wegschaffung derselben durch häufiges Waschen vermehrt wird, daher auch die Literarische Ankündigungen. ii56 egyptischen Priester sich fleißig zu reinigen und zu waschen gehalten waren. davxsgov rrjv öl okov xov Gcü^iccxog xad'ctQOVYixa, nqdg xo ccq(i6ttslv xci£sl iaqxafiivy * nictQ o xal ^vQmvxcu xd GCü^axa nqogvTtsqßakkovx£g ol iv Aiyvnxfp xoov leqecov; vTCQGvkkiyExca ydq %al vnoGxikkat Kal &q(>%l Kal noG&iaig svict xcov dcpEikkovTOiv Ka'&aiqsGß'aL. Wir finden übrigens diese Behauptung auch von vielen neuern Reisenden im Oriente noch heute bestätigt und es genüge uns statt vifter, das Zeugniß Niebuhr's hier anzuführen (Beschreibung von Arabien aus eigenen Beobachtungen S. 77), welcher unter Anderm sagt: „Die Beschneidung ist in den .heißen Ländern bei denen , die sich nicht fleißig waschen, gewiß sehr nützlich. So versicherte mich der Arzt der Engländer zu Halep, daß sich in den heißen Ländern mehre Feuchtigkeiten unter der Vorhaut ansammeln, als in den kältern, und einer meiner Freunde in Indien, der sich in diesem heißen Lande nur nach Europäischer Art reinlich gehalten, hatte eine Art von Beuten unter der Vorhaut bekommen, welches nicht so leicht zu befürchten gewesen sein würde, wenn er beschnitten gewesen wäre. Er wusch nachher diesen Theil des Leibes fleißig, und seitdem spürete er dergleichen nicht mehr. (Fortsetzung folgt.) Literarische Ankündigungen. In diesen Ankündigungen werden literarische Anzeigen , aller Art, besonders in 'so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen Sgr. für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. [135.] Bei Carl Heymann in Berlin ist erschienen und durch alle gute Buchhandlungen, zu beziehen: Heinemann, I. Dr Der Propliet Jesaia. (Hehräische Ausgabe.) Inhalt: 1) Original-Text mit Puncten und Accenten, nach den ältesten Handschriften abgedruckt. 2) Commentar Raschi genau korrigirt, mit Berichtigung und Uebersetzung der darin vorkommenden französischen Wörter. 3) Paraphrase des Jonathan punrtivt. 4) .Deutsche Uebersetzung (hehr. Schrift) nach Wort und Sinn des Textes mit Rücksicht auf die Accentuation. 5) Commeutar, vollständig und mit Benutzung der vorzüglichsten Commentare älterer und neuerer jüdischer und christlicher Gelehrten, so wie mit besonderer Rücksicht auf Grammatik und Synonymik. 6) Masorethische Bestimmungen über die Cor' rectur des Textes, mit Berichtigung der gedruckten Ausgaben der Masora, der hebräischen Bibeln und der hehr. bibl. Concordanzen. Dieses Werk, das zunächst für israelitische Gelehrte bestimmt ist, dürfte auch vielen christlichen Orientalisten nicht ohne Interesse sein, zumal darin die gelehrten Arbeiten der christl. Ausleger, namentlich des Gresenius und Hitzig vom Verfasser aufgenommen und beurtlieilt worden sind. Preis des Werks 2 Rllilr. 15 Sgr. oder Ngr.. Aus Rücksicht auf manche Käufer ist solches auch in 2 Bänden zu haben, und kostet der lste Band (Kapitel 1 — 39) 1 Rthlr. 15 Sgr., der 2te Band (Kapitel 40—69) 1 Rthlr.; es ist jedoch der Käufer des ls'len Bandes auch zur Abnahme des 2ten Bandes verpflichtet, Dasselbe. Schulausgabe (bloser Text) 20 Sgr. od. Ngr. geb. 22^ Sgr. od. .Ngr. [136.] Im Verlage Don W. Lev ysohn in Gründer g ist erschienen und durch alle Buchhanolungen zu beziehen: Die Synagogengebete zum Gebrauch beim Gottesdienste in Auswahl geordnet und übersetzt von 'Dr. I. A. Franeolm. 8. broch. Preis 25 Ngr. Verlag von C. L. Fri tz sch e. Druck von I. H. Nagel.

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