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Der Orient · 1842-10-04 · 41 (4.10.1842) · p. Spalte 641-642

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Journal
Der Orient
Volume
1842
Issue
41 (4.10.1842)
Date
1842-10-04
Page
Spalte 641-642 (sequence 1)
Language
German
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Literatur-latt -es Berichte, Studien und KriEeu . für Jüdische Geschichte und Literatur. ^§41» Leipzig, dem 4. October 1842» Handschriftenkunde. Apei-gu über eine reichhaltige philosophisch-kabbalistische Handschrift der Köil. Bibliothek zu München. Bon Dr. Delitzsch. «Fortsetzung.) — Poetische Nachbildungen. Bon Dr. Michael Sachs. Aus dem Diwan des Iehuda Ha-Lewi. — Jüdische Altert hu msk und e. Die Beschneidustg bei den Israeliten. Vom historischen.-kritischen und medicinischeu Standpunkte. Von Dr. Josef Bergson. — Literarische Ankündigungen. Apergw über eine reichhaltige philosophisch-kabbalistische Handschrift der Kön. Bibliothek zu München. (Fortsetzung.) 2) Das zweite in unserm Cod. enthaltene Werk (k. 61, a. — 129, b.) führt den Titel rnifi NNO, ein Commentar zum More Rebuchim, eröffnet mit dem Spruche: rup riDDH Hip HM HJp "p*Üp ^21 WZU Der Titel des Werkes wird .in. folgenden Worten der halachischen Eingangs (der &ä*LoO>) angegeben: npDN .bo!2 »»Ni .min nniD non min mno .Nnpj .ton; nochdeutlicher und weitläufiger in folgendem: nooin mio nt£/N min ono VN'v rrbin.. Hören wir, was der Verfasser in der Vorrede über die die Abfassung dieses Werkes begleitenden und motivirenden Umstände uns mittheilt: „Die angeführten zwingenden Gründe zusammt bestimmten mich Ra ziel b. Samuel Abulafia natürlicher Weise, den folgenden wissenschaftlichen Commentar niederzuschreiben, und einige die tiefere Speculation betreffenden Gegenstände, die sich aus den erwähnten 36 Mysterien des More ergeben, darzulegen, einzig und allein zur Verherrlichung des göttlichen Namens. Und siehe, es sind nun zehn Jahre, daß ich von meinem Geburtsorte, der Stadt Lud ela Navarra's (6)^-,^ im Königreich.Spanien getrennt bin; seitdem bin ich gewandert von Ort zu Ort, nach Gelegenheit suchend, in die Erkenntniß des Gesetzes und seiner Geheimnisse tiefer einzudringen, und befinde mich jetzt in der Stadt Fano 7). Dort wur- 6) Sonst -&on:ü/ s- Zunz, Zeitschrift S. 153. 7) Eine andere Deutung läßt dieser Name nicht wohl nen mir vier Kinder zu Theil, gleich den vier Edelsteinreihen des hohenpriesterlichen Brustschilds, die Gott mit Einsicht und Erkenntniß in allen Zweigen der Literatur und der.Wissenschaft schmückte - ich gab mich mit aller meiner Kraft ihrer Ausbildung hin, und (egte, ihnen die Namen Daniel, MLschael, Chananja und Zacharja bei (so nannte ich den, der Azarja heißen sollte) — makellose Sohne, schön von Ansehen, reich an Erkenntniß und Erfahrung, fähig, in königlichem Palaste zu bestehen und da in der heiligen Sprache und Literatur zu unterrichten. Als diese vier Jünglinge Daniel, Chananja, Mschabl und Zacharja kamen, unter den Fittigen .der Schechina der Ruhe zu genießen, standen falsche Zeugen, feinb.fetig gesinnte. Menschen auf, die sie vom Tische des Ewigen, des Gottes Israel, wegzustoßen trachteten, daß sie nicht auch am Glanze der Schechina sich erlabten, in einer Zeit, wo die Uebrigen mit Kraut sich weideten, sie, die ihre Herrlichkeit mit eines grassreffenden -Rindes Bild vertauscht, und kennt auch das Rind seinen Eigner und ein Esel die Krippe seines Herrn, Israel hat keine Einsicht, mein Volk geht nicht mit sich zu Rache * * * 8). — Als ich nun diese Jünglinge sah, wie-der Einfluß derer stieg, die-sie von der Wahrheit abhielten, wie die Frechheit und der Leumund ihrer Widersacher sie in Schrecken setzte, wie der Pöbel und der Klerus ihrer Erkenntniß gemeinsam sich widersetzten, und als sie zu Gott und seinem Heil, wie es wahren Israeliten ziemt, ihre Zuflucht nahmen, da drangen .sie flehentlich in mich, ihnen die Geheimnisse des More Nebuchim zu erklären, nebst einigen Verborgenheiten des Gesetzes, die bei einem zu; ein gewisser Ezra von Fano ist Schreiber einer Handschrift eben unseres Werkes von Abulasia, Cod. Ross. 1228. 8) Ich habe diesen etwas dunkeln Gefühlserguß wörtlich wiedergegeben. 41

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