Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1842
- Issue
- 38 (13.9.1842)
- Date
- 1842-09-13
- Page
- Spalte 599-600 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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599 Polemik über das H.Gebetbuch zwischen Dr. Frankel u. Dr. Salomon. Bon Dr.Iolowicz. 606 Dr. der Philos. re. Am Passahfeste 5600. Königsberg , bei Gräfe und Unzer. 1840. 8) Gottesdienstlicher Vortrag gehalten in der großen Synagoge zu Breslau am Sabbate Matthot Maße 5598 (21. Juli 1838) von Dr. Abr. Geiger, Rabbiner. Breslau 1838, bei M. Friedländer. . 9) Der Segen des Versöhmmgstages. Predigt, gehalten am Abend des Versöhnungstages 5602 (25. Septbr. 1841) bei dem deutsch - Israel. Gottesdienste in Leipzig von Dr. Mendel Heß, Großherz. Weimar. Land-Rabbiner zu Stadt Lengsfeld. Breslau bei Friedländer. 10) 'n rim Worte Gottes, oder Gottesdienstliche Vorträge gehalten in der Synagoge zu Frankfurt a. O. von Dr. Samuel H o l d h e i m, Großherz. Meklenb. Schwerin. Landesrabbiner. Ersten Bandes drittes Heft. Leipzig bei C. L. Fritzsche. 1840. Enthält: a) Was hat unseres Königs Liebe erworben und was kann sie uns fürder erhalten? Am 3. August 1839. b) Der rechte Eifer für Gott. Am. Sabbat OMO ni£HD. c) Die Erinnerung und Hoffnung Israels am Schlüsse eines Jahrhunderts. Am ersten Lage des Neujahrs 5600. 6) Der Mensch und seine Lhatigkeit. Am Schlußfeste «) Die Lempetweihe am Sabbat k) Die vier Perioden des menschlichen Lebens. Am Sabbat ^pD nsnD. 11) Sechs Predigten, gehalten in der Synagoge zu Hohenems vom dortigen Rabbiner Abraham Kohn. Prag, 1834 bei M. I. Landau. Enthält: a) der göttliche Segen nanD k) Das Gebet, am Versöhnungstage. e) Die Kraft des Glaubens, an TW. d) Wichtigkeit und Bedeutung des Sabbats HDD bttt nm e) Die Wohlthätigkeit n&nD k) Israel, ein von Gott erwähltes Volk, 12) Mahnungen an Gott und Ewigkeit re. von Joseph Levin Saalschutz, Dr. d. Phil. rc. Erste Gabe. Königsberg, bei Unzer 1840. Enthält: a) Am Frühjährs-Wallfahrtsseste, dem Feste der Gesetzgebung, b) Am Feste der Gesetzgebung, zweite Betrachtung., e) Am Hüttenfeste, d) Schemini Azereth. e) Am Passahfeste. 1) Am Neujahrsfeste, g) Am Versöhnungstage. 13) Die geistige Ausbildung der isr. Jugend re. von Joseph Levin Saalschutz. Königsberg bei Unzer 1838. Enthält: a) Bei der Uebernahme des Religionslehrer-Amtes. b) Beim Schlüsse der letzten öffentlichen Prüfung an der Religionsschule in- Wien, e) Bei der Entlassung einer Anzahl Religionsschülerrnnen. d) Am Passahfeste, e) Am Hüttenfeste. k) Epiloge bei Knaben-Einsegnungen, g) Abschiedsworte an der isr. Religionsschule 2 c. h) Aufsätze in Prüfungsprogrammen. i) Allgemeiner Lehrplan für die isr. Religionsschule in Königsberg. Beleuchtung des Sendschreibens an den Herr« Dr. Z. Frankel, Oberrabbiner in Dresden, in Betreff seines im „Orient" mitgetheilten Gutachtens über das neue Gebetbuch der Lempelgemeinde zu Hamburg von Dr. Gotthold Salomon rc. und der: Erwiederung re. (Schluß.) 10. Daß Hr. Sa!, einen großen Mißgriff gethan, wenn er trotz seiner idealen Auffassung der Erlösung doch im Gebetbuche die 'Worte Mnnd bn "teitSD ypn ppb stehen ließ, ist leicht einzusehen, und die vom Hm. Fr. (S. 364) darüber geäußerte Rüge verdient vollkommene Anerkennung; aber befremden muß es, daß Hr. Fr., nachdem er richttg nachgewiesen , Sal. sei von dem früher gehabten Begriff von der Erlösung zurückgekommen, so scheinbar naiv (S.365) die Frage aufwirft: „Wem nun glauben? Herrn S. dem Redacteur des im Herbste 1841 erschienenen Gebetbuches, der „von Gott die Zerstreueten sammeln Lassen will", und „daß ec aus allen Theilen der Erde die zusammenrufe, welche seiner harren", also um eine leibliche persönliche Erlösung betet; oder Herrn S. dem Verf. einer Broschüre im Winter 18-44, der nicht eine Leibliche, persönliche Erlösung, sondern „eine Restauration des unglücklichen Vaterlands Judäa vom ganzen Herzen wünscht und von Gott erbittet" oder Herrn S. dem Vers, eines Sendschreibens im Frühling 1842, der auch diese Hoffnung über Bord wirft, und wahrscheinlich durch Geigers Schrift „der Hamb. Tempelstreit, eine Aeitfrage" oder durch den Wunsch „sich in Einklang mit dem Streben nach bürgerlicher Gleichstellung zu bringen^ bewogen, in der von ihm einige Monate vorher ausgesprochenen Bitte einen Materialismus erblickt und nur die geistig-religiöse Erlösung im Auge hat". 5?cit denn Hr. Rabbiner Dr. Frankel, indem ec diese Frage niederschrieb, an jenen Talmudspruch rran jnriN jnriN vergessen? Hat er denn vergessen, daß es viel redlicher, aufrichtiger und löblicher ist, eine für falsch erkannte Ansicht offen zurückzunehmen, als offenbare Jrrthümer durch Sophismen zur.Ergötzlichkeit des Publikums zu vertheidigen? Hat er denn vergessen, daß Sal. ihm zum Schluffe des Sendschreibens zurust iPy rrwn )b ]Dpn, und warum verargt er es ihm, wenn er sich durch Dr. Geigers Schrift bewogen fand, seine Ansicht über die Erlösung zu ändern? Liegt denn überhaupt ein Verbrechen darin, wenn Jemand in Folge erhaltener Belehrung seine Meinung und Ansicht ändert? Ich glaube kaum, daß Hr. Fr. dies wird behaupten wollen. — 11. Bon der Rüge über die Weglassung der mny srTPU inb scheint Hr. Fr. zurückgekommen zu sein, nur kann er's nicht unterlassen, aus einigen kleinen Gebetstücken dieses Tages, in welchen sich bloße An klänge an das historische Faktum der finden, einen Widerspruch herauszudrehen gegen Sal. Worte (S. 40 d. Sendschrb.) „wie kann das Gemüth dadurch, daß ich eine Handlung, die ihre frühere Heiligkeit nur unklaren und falschen Begriffen von dem höchsten Wesen verdankt, in. breitgeschlagenen Worten erzähle und so umständlich, erzähle, (Hr.Fr. läßt die letzt, gedachten Worte weg, und hebt auch das Wort „erzähle", auf welches Alles ankommt, nicht hervor) angeregt und an-