Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1842
- Issue
- 37 (6.9.1842)
- Date
- 1842-09-06
- Page
- Spalte 591-592 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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591 Aufforderung. Literarische Ankündigungen. 592 Literarische Ankündigungen. In diesen Ankündigungen werden literarische Anzeigen aller Art, besonders in so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen Sgr. für die gespaltene Petit-Zeile-oder deren Raum ausgenommen. An Herrn Dr. A. Geiger, Rabbiner! Ihre verdächtigenden Aeußerungen über die WM meines Schwiegervaters, des Herrn Salomon Eiger, Oberrabbiners zu Posen, mögen füglich, weil sie nur ein persönliches Interesse haben,.auf sich beruhen; es wird sie ohnehin ein jeder, der diese Angelegenheit und die getroffenen Verhandlungen genau kennt, zu würdigen wissen. Dagegen fühle ich mich im Interesse der Wahrheit veranlaßt, Sie hierdurch auszufordern, sich in diesem Blatte über Ihre Angaben in Betreff der religiösen Ansicht desselben zu erklären. Aus dem Gutachten und namentlich der Ad 1. befindlichen Stelle, die wörtlich lautet: „wer die Lehren des Talmuds bei einem Ge- oder Verbotsgesetze verwirft und die Gebote von Anlegung des Tefillin rc. anders auslegt, als im.Talmud vorgeschrieben, und diese seine Auslegung als eine richtige zu verbreiten sucht, giebt" rc., geht nur hervor, daß wer die Lehren des Talmuds verwirft und nach selbstständiger Auslegung der biblischen Gesetze das Recht und den Gebrauch festsetzt, daß nur wer bei seiner Auslegung die traditionellen Lehren des Talmuds verwirft, ein Ungläubiger sei, nicht aber daß es antijüdisch heiße, ohne den recipirten Brauch verändern zu wollen, die Bibel nach einer einfachen oder homiletischen Auslegung sich zu erklären.' Die Richtigkeit dieses Satzes kann nur von philosophischem nicht von orthodoxdogmatischem, Standpunkt bestritten werden. Sie aber citiren mit Anführungszeichen aus dem Gutachten Stellen, die da lauten sollen:. ,,Jch [Geiger] habe mir eine von den talmudischen Vorschriften abweichende Auslegung und Deutung erlaubt" nnd „wer eine von den Worten des Talmuds abweichende Auslegung und Deutung zugebe", sei ein Ungläubiger, und behaupten in seinem Namen, er habe jede Anlegung, auch wenn man damit nicht die Lehren des Talmuds verwirft, so sie von den Worten des Talmuds abweicht, als ketzerisch bezeichnet, und mache den gefeierten Raschbam und die neun Rabbiner zu Ungläubigen. Sie werden demnach aufgefocdert, genau anzugeben, wodie angeführten Stellen sich in d-em Gutachten befinden, wodurch Sie diese Behauptung belegen, oder Ihren Jrrthum öffentlich zu bekennen; widrigenfalls ich es der Welt überlasse,, das Beste von * Ihrem Charakter zu denken. H. S. Hirfchfeld, Dr. / . Rabbiner in Wollstein. [124*] In allen Buchhandlungen ist zu haben : Israels Trost und Hoffnung vorgetragen von Rabbiner Grünewald, -am Samstag den 31. Juli -184-1-in der Synagoge zu Lehrmsteinsftld. Nebst Anhang. gr. 8. geh. Preis (3 Ggr.) 3J Sgr. — 14 Xr. [125.] Bei Philipp Korn, Buchhändler in Preß bürg ist im Verlage erschienen und durch alle Buchhandlungen der österreichischen Monarchie zu beziehen, fürs Ausland durch Eduard Kummer in Leipzig: Die Cmancipatio« der Juden aus dem Ungarischen des Joseph Freiherrn von Cötvös. Deutsch von Herrmann Klein. Zweite rechtmäßige Auflage mit einem Vorworte vermehrt von Adolf Neustadt^ 54 Bogen stark, gr. 8^ Umschlag broschirt 48 X. (174 Ngr.) [126.] Im Verlage von I. Urban Kern in Breslau sind erschienen und in allen Buchhandlungen zu haben (in Leipzig bei W. Engelmann, in Grünberg bei W. Levy soh n: Volkskalender für Israeliten auf das Jahr 5603 (1843); herausgegeben von K. Klein. 8. geh. und durchschossen mit einer Künstbeilage: „Die Vertreibung der Hagar." Preis 12 Sgr. Kalligraphische Vorlegeblätter für dm Unterricht in . der jüdischen Currentschrift. Herausgegeben von K. Klein, quer 8. 40 Blatt, geh. 15 Sgr. Verlag von E. L. Fritz sch e. Druck von J.^H. Nagel.