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Der Orient · 1842-09-06 · 37 (6.9.1842) · p. Spalte 577-578

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Journal
Der Orient
Volume
1842
Issue
37 (6.9.1842)
Date
1842-09-06
Page
Spalte 577-578 (sequence 1)
Language
German
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-es Orients. Berichte, Studien und Kritikeu für Mische Geschichte und Literatur. M 3^. Leipzig, den 6. September P olemik. Beleuchtung des Sendschreibens an den Herrn Dr. Z. Frankel rc. von Dr. Salomo n, und der Erwiederung auf dieses Sendschreiben von Dr. Frankel. Von Dr. Jolowicz. — Sagen-Poesie. „Rachel" ein romantisches Gedicht von Frankl. Angezeigt von Jos. Mendelssohn. — Literarische. Miscelle. — Emendation. —- Aufforderung. — Literarische Ankündigungen. Beleuchtung*) des Sendschreibens an den Herrn Dr. Z. Frankel, Oberrabbiner in Dresden, in Betreffseines im „Orient" . . mitgetheilten Gutachtens über das neue Gebetbuch der Lempelgemeinde zu Hamburg von Dr. Gotthold Salomo n. Hamburg. G. Bödecker 1842. Vlll. S. 54. ü. der Erwiederung auf dieses Sendschrer- ' ben von Dr. Z. Frankel in Nr. 23 u. 24 des LB. zum Orient vom Jahre 1842. - Amicus Socrafees, amicus Plato, sed magis amica veritas. Das Frankelsche Gutachten traf feines eigenthümlichen Charakters wegen ein doppelter Angriff, der eine von Seiten Salomons, .der andere von Seiten Dr. Holdlmms in seinem „zweiten Votum, in dem Hamburger Tempelstreit" Seite 89 —111. Während nun der zweite noch immer seinem . Schicksale geduldig entgegen darrt* 1), suchte Hr. Dr. Frankel den ersten in der oben genannten Erwiederung von sich zu weisen und fordert jeden Unparteiischen zur Prüfung seiner Entgegnung *) In einer früheren Nr. des Orients habe ich die Recension des Herrn Jolowicz über das Sendschreiben des Dr. Salomon angezeigt, und da noch vor Ausfertigung derselben eine Erwiederung von Dr. Frankel erschienen, so hat Hr. I. auch diese in den Kreis seiner Beleuchtung gezogen. Ich bedauere übrigens, daß ich die schon so lange versprochene Recension erst jetzt erhalten habe, wo das Interesse für den Gebetbuchstreit fast erloschen ist; indeß hielt ich es für besser, dem Versprechen spät als gar nicht nachzukommen. Red. , 1) So viel ich weiß, kann Hr. Dr. Holdheim sich über sein Schicksal beruhigen; der unwürdige und unwissenschaftliche Ton in seinem zweiten Votum wird ihn vor einer Erwiederung Dr. Frankels bewahren, wie die leichtsinnige und oberflächliche Weise im ersten ihn außerhalb aller kritischen Beurteilung gestellt hat. Red. . auf. Mit Freuden übernahm ich eine solche Prüfung, um der Sache des Rechts und der Wahrheit auf den Grund zu kommen, unbekümmert, ob dadurch dem einen oder dem. andern der gedachten ehrenwerthe'n Gelehrten einige oder viele Mängel und Blößen nachgewiesen werden, und ich.liefere in dem Nachstehenden das Resultat meiner Untersuchung, möge auch dies jeder Unparteiische prüfen.! ' ,. Hr.. Dr. S. ging in seinem Sendschreiben darauf aus,- vor. Allem den Hrn. Dr. Fr. darüber zu tadeln, daß er. trotz seines andie Redaction des neuen Gebetbuches brieflich gerichteten Ausspruches: „das Gutachten sollte nicht aus dem Kreise einer Privatkorrespondenz heraustceten", doch dasselbe so allereiligst, bevor noch die Prediger des Tempels dasselbe durchgelesen hatten, durch den Druck veröffentlichte (S. 6 u. 7.)*). Sodann sucht er die von Hrn. Dr. Fr. dem Gebetbuche aufgebürdeten harten Tadel „es werde darin ein Dreifaches vermißt: das wissenschaftliche Princip, der heilige, Reformirungen solcher Art nothwendige Ernst, das Eingehen in .das. Gemüth und seine Forderungen" einzeln zu widerlegen, und indem er Seite 22—29 die von Hrn. Fr. in seinem Gutachten ausgestellte Idee der Erlösung „als eine irdische, leibliche, eine rein politische Selbstständigkeit an einem Winkel der Erde" entschieden zurückweist, komme er endlich S. 47 auf die Widerlegung des Vorwurfs, als trüge der Hamburger Tempelverein - 2) Das Verfahren der Tempeldirectlon, alle die Vota mit einer gewissen Hast in der Iudenzeitung zu veröffentlichen, die zu ihrem Gunsten ausgefallen, wobei man sich nicht scheuete, sogar das Geschmiere eines N. N. mitzuzählen, hat den Schritt des Dr. Frankel vollkommen gerechtfertigt und die Schlußsämmlung aller Vota von Seiten der Tempeldirection hat ja hinlänglich gezeigt, welche Vota man nur zu veröffentlichen wünschte. Red. 37

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