Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1842
- Issue
- 36 (3.9.1842)
- Date
- 1842-09-03
- Page
- Spalte 573-574 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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573 Zur jüd.-philosophischen Literatur. Ueber die Schrift: Ruach Chen, von Bödenheimer. 574 p pj/n ]ini byzz D’o ■msr p -pn p^nn rbycb, i3m rroosan i.v ipt» d'd dw ’d dki wjt je ib Dnpt». 8. Der achte Abschnitt macht es sich zur Aufgabe, mit Gründlichkeit nachzuweisen, daß alle körperliche Wesen Stoff und Form Hadem Die Form macht das Wesen zum Wesen, ist die Wesenheit selbst, und unterscheidet ein Wesen vom andern. Die Materie der Elemente wäre vXrj ober ]lK/20>n TOM* Die vier Elemente bilden den Stoff zum Mineralreiche. Den Stoff des Pflanzenreiches bildet das Mineralreich. Den Stoff zum Lhierreiche, deffen Form die lebendige, bewegende Kraft ist, liefert des Pflanzenreiches Form, nämlich die Kraft des Wachsens und des allmähligen Entwickelns. Dieses alles aber gilt nur als Materie des Menschengeschlechtes , deffen Form die denkende, unsterbliche Seele bildet. sS. Plato Limäus über die Schöpfung der Welt; ferner Plato im Phädros; den vier Cardinaltugenden der Seele entsprechen die Elemente in ihrer Vierzahl nach jener platonischen Auffassung: ooepta 7ivq. dvdgLa yalct. dlKCUOOVVT] VÖCOQ, GCOqiQOöVVT] =. cwjgj Unser Abschnitt beschreibt alsdann die Rangordnungen.: erstens in der Zeit; zweitens in der Natur; drittens in der Würde; viertens in der Stellung; fünftens in der Ursache. S. die Logik des Maimonides Ab. 12. Zuletzt werden die Ausdrücke nNin und nach den Ansichten des Maimonides besprochen und dargethan, warum die denkende Seele m^k heißt. S. More Nebuchim Ltzerl I. 9. Der neunte Abschnitt erklärt den Sinn der Philosophen, wenn sie sagen: ,-pMn rCPD KM Tiynn. Maimonides handelt davon weitläufig in More Nebuchim Theil 3, 10. Alsdann werden die drei Zusammensetzungen bei den körperlichen Wesen angegeben. Die zweite Art ist bei den Gelehrten unter dem Namen niJiDil naann bekannt. Die dritte Art heißt naann. Selbst bei geistigen Wesen gibt es insofern eine Verbindung, daß das geistige Wesen sich selbst ganz begreift und auch etwas von dem höher stehenden Geiste. Bei der Gottheit kann es demnach unmöglich eine Zusammensetzung geben, weil kein geistiges Wesen über ihr sich befindet, und da sie sich begreift, hat sie auch Alles begriffen. 10. Der zehnte Abschnitt, welcher zu theologischen Untersuchungen unentbehrlich ist, setzt zuerst mit vieler Schärfe den Unterschied zwischen mpD und nijy auseinander, wird dargestellt als p^yn JHD und klar ncrchgewiesin, daß es' wahr sei, was die Philosophen behaupten: D“np □yyn hk-HO mpon rwari? ntynm pco. Neun D'“ipD werden aufgezahlt.- 1) ND3N, 2) Nv'drN/ 3)pj-,WO.3, 4)'M, 5) rmn, 6)3LON, 7) b, 8) bymw, 9) Nämlich 1) Quantität, 2) Qualität, 3) die Bezeichnung eines Körpers durch Beziehung auf einen andern, der sich nicht an ihm befindet, wie der Herr der Natur, 4) die Zeit, 5) der Ort, 6) die Stellung, 7) die Bezeichnung eines Körpers durch Beziehung auf einen andern, der sich aber an ihm befindet— n #b b Nim — 8) die Veränderung, angewandt nur auf Wesen, Qualität, Quantität und Orr, 9) die Veränderung hervorbringende Thätigkeit. II. Mit vielem Scharfsinne erörtert der eilfte und letzte Abschnitt, daß eine wirkliche Veränderung nur bei der Wesenheit, bei der Qualität, Quantität, und bei dem Orte, worunter auch die Stellung zu verstehen, anzunehmen sei,w ährend bei den übrigen fpOSJD, ipiD, b, ^yv^ natürlicherweise eine derartige Veränderung nicht bewirkt wurde. Das ist Maimonides Idee. Alle diese Veränderungen belegt man mit dem Namen nyUH Bewegung. Nach Aristoteles geht aber eine solche Bewegung bei dem Wesen selbst nicht an, nur bei Qualität, Quantität und Ort, weil der Uebergang, die Ablegung der einen Form und Ankleidung der andern plötzlich geschehe. Wenn eine Bewegung dabei statt findet, so geschieht diese nur mittelst des Stoffes, der sich nach und nach erneuert, bis er tüchtig ist, eine andere Form anzunehmen: dann aber gehört die Veränderung schon wieder mehr in das Bereich der Qualität. Maimonides ist anderer Meinung und verständlich wird, wenn er More Nebuchim Theil 11. sagt: njtSMttf KM mjJ'Cnn rrnnn wn nn osyn tond3 , nnoKD nyanNa nsö' nrPDan Nim noan tond3 nobnm nnrin km oyyn tonm KLO'! ritwnn Nini ra\sM tonos ksd'1 "prinm tokh »wa wn nr by\ ripnynn nywn Nim nJNn bte D^wn by) dmdh .nyunn. Das Himmelsrad ist aber keiner Bewegung und Veränderung unterworfen hinsichtlich der Etjy, nD^N und niOO, wohl aber hinsichtlich der Stellung. Bei dem höchsten Wesen, das ein einfaches geistiges Wesen ist, läßt sich unmöglich auf irgend eine Weise eine Veränderung denken. Daher können wir die Gottheit mit keiner Eigenschaft erheben, die einem körperlichen Wesen zum Ruhme gereichen würde. Gort steht weit höher: nnM ^N.M bxfi TON ITH möp HMn NlflJl 7TO1 MDfiSf Tbl? MJMD^D!?N [TONHl pMH miNH NlUm' n^o wton*i in^ in 'di bmn bxn nbn \m noi nhem N-b pN ntern irüupni n^rni noja mv inN) NnniNa non nann no1? bwü wn bv moK nNT jinb pöN bm min pobpoi am nm dm^n ^k t> mnw ta iiob t> KM WU n!mi *pa. S. More Nebuchim Th. r. Ab. 59. Dies ist die Quintessenz des vorliegenden Schriftchens. III. Von diesem Werkchen giebt es verschiedene Ausgaben. Der Catalog der Oppenheimerschen Bibliothek führt folgende merkwürdige Editionen und Manuscripte an: 8u5 913 fi>lio MS. jn nn cum duob. — Sub No. 1137 allig. est über jpj nn iatroductio ad et com. in cay. XI libri doct. perplexe rum Maimonid. f. MS. — wSub No. 500 quart. über nn cum eom. duob. Frag li&V a* nu 250 a. c. 1590. — Sub No. 1068 quart. MS. allig.- est über jn fin dsfp 'a* m- 192 a. c. 1434.— Sub No. 1137 quart. allig. est über jn HH Crimon. a. m. 326 a. c. 1560. -— Sub No. 1138 quart. allig. est über jn nn o. c. Venet. && a. m. 309 a. c. 1549. —