Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1842
- Issue
- 33 (13.8.1842)
- Date
- 1842-08-13
- Page
- Spalte 527-528 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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527 528, Methodik des Talmuds. . Literarische Ankündigungen. dazu dienen sollen, ein Bild der halachischen Studien hervorzurufcn, warum da einmal das erste Kap. des Lev. (bis V. 9) nach Sifri commentirt wird, etwas auslassen, was gerade den beabsichtigten Zweck erreichen ließe? — Den Grund, daß der Talmud Num.22, 14 das jnd nichtmit weigern übersetzt, wie im vorhergehenden Verse, findet der Vers, darin, daß nicht Bileam sich geweigert, sondern Gott es ihm verboten habe (wonach gelesen und bewiesen wird, daß auch ohne Jod geschrieben wird. Kidd. 4 a). Indeß, wenn ein Grund dafür gesucht werden soll, warum der Talmud das eine mit „weigern", das andere Mal mit „weil nicht" übersetzt, so ist es wohl der, daß der Talmud aus einer gewissen superstitiösen Scheu nicht yn lesen wollte. Indeß kommt auch sonst noch vor, ohne daß man eine' solche Erklärung überhaupt anzuwenden nöthig habe (Ex. 7, 14. 1 Kön. 21, 15). — Die Ueberschrift von §. 324 muß Sifra statt Sifri, und die §. 325 Sifri statt Sifra heißen. Bei letzterem auch Num. 6 st. Num. 3; ebenso S. 350 Deut. 27 st. 17; S. 352 2C. 2. Kidd. 35 a und 2fnm. 4. Kidd. 16 5; S. 354 3C. 2. Kidd. 3d st. Ket. 46 a; S.? 359. NuyH 21, 26 st. 21, 24. Die Schreibart Niknur-Thor; Mschna Sota 1, 5. Midd. 1, 4. Reg. 14,. 8. Schek. 6, 3) S. 347' ist in Nikanor - Thor zu verwandeln, - und der Name des alten R. Mmr ungebührlich in N. Meyer modernisirt (S. 327. 349. 468). Auch wollen wir bei dieser Gelegenheit die affektirte Steifheit rügen, mit der der Vers, oft den Nachsatz an den Vordersatz mehr ansetzt, als an-.! fügt; eine Ziererei, deren Nutzen wir nicht einsehen, die aber besonders häufig in diesen Beispiel-Kapiteln sich findet. Z. B. S.339: „Hat er hingewiesen ... und gesagt ... er hat"; (so hat er) „kein neues Opfer zu bringen". S.342: „Würde Einer ihm nicht zustehende Kleider anlegen, das Opfer würde ^unbrauchbar sein." S. 245: „War er darum blind, er kann, seine Frau nicht zu einer nw (ntOlD) machen"; vgl. auch S. 356. 360. 361. 362. 363. 364. — S. 335: „dies berechtigt R. I. zu der Folgerung, daß wenn Jemand Etwas darbringt, so muß es schon ein Opfer sein". Ebendas. „Sie würden glauben, man opfert nur Engeln und Naturmächten". (Beschluß folgt.) Literarische Ankündigungen. In diesen Ankündigungen werden literarische Anzeigen aller Art, besonders in so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen 1-1 Sgr. für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. u u.] Mein srmfzigjähriges Di en stieben Und literarisches Wirken. Ein Beitrag zur khatsächlichen Beleuchtung der Frage: Sind Juden zmn Staatsdienst geeignet? Bon S. Sachs, Königs. Regierungs-Bau-Jnspector in Berlin. Mit dem Portrait des Verfassers. Zum Besten der Berliner: Armen- Preis 20 Sgr. .Obige üm Selbstverläge des Herrn Verfassers erschienene Schrift ist zu beziehen durch Berlin, July 1842. Veit Comp. [112.] , Von uns ist durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Rabbinifches Gutachten über Militairpflichtigkeit der Juden. Von Dr. Abraham Geiger, Rabbiner in Breslau. , Preis 5 Sgr. F. E. C. Leuckart in Breslau. Verlag von C. L<Fritz sch e. [112 ] Israelitische Schulbücher, zu Partie-Preise Durch alle Buchhandlungen ist von uns zu beziehen: ABTAIJMKV I. Erstes Lese- und Sprachbuch für die israelitische Jugend, zur Weckung religiöser Gefühle. Von I. H. Jacobson. Preis gebunden 7-j Sgr. Partiepreis bei Abnahme von wenigstens 20 Exemplaren auf einmal, gebunden nur 5 Sgr., roh 4 Sgr» NB.' Ist nur in größeren Partien roh zu haben, sonst stets gebunden. u. Ein Lesebuch für die israelitische Jugend, zur Weckung und Hebung religiöser Gefühle. Von I. H. Jacob sou. Vor dem Druck /geprüft und zum Gebrauch für die Jugend empfohlen vom Rabbiner Dav. Deut sch, Ober-Land-Rabbiner Kirsch, Dr. Kudw. Phitippson und Dr. I. M. Jost. Preis 15 Sgr., gebunden \7\ Sgr. Partie-Preis bei Abnahme von wenigsten 20 Exemplaren auf einmal, gebunden nur 12A Sgr. roh 10 Sgr. F. E. C. Leuckart in Breslau. Druck von I. H. Nagel.