Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1842
- Issue
- 29 (16.7.1842)
- Date
- 1842-07-16
- Page
- Spalte 449-450 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Berichte, Studien und Kritiken ■; .; . jüt. ' Mische Geschichte und Literatur. M '30. :J1M42. Meil) o dik d es Ta lm u d s. Der Geist der talmudischen Auslegung der Bibel von H ir s ch f e l d. Beurtheilt v. Dav. Ca sse l. (Fortsetzung.) — R eligionsphiL osop hi e. Ahron ben. Elia's aus Nlkornedien, des Karaers, System der Religionsphilosophie ic. heran sc, eg eben und erläutert von Dr. D e.I i tz s ck., Angezeigt von M. H e {i. — Glosse zu Salomons -/Sendschreiben" und Frankels „Erwiederung". — Anfrage. — Sit.. Ankündigungen. •' Methodik des Talmuds Der Geist der talmudischen Auslegung der Bibel von Dr. H. -- S. Hirschfeld. Auch unter dem Titel: n^TO nnD n^nn. Halachische Exegese. Ein Beitrag zur Geschichte der Exegese und zur Methodologie des Talmuds. Verlag von M. Simion. Athenäum in Berlin. 1840. 8. (X und 479 S.); (Fortsetzung.) Zu - einer solchen Untersuchung konnte sich der Verfasser nicht veranlaßt finden, nicht nur weil er überhaupt eine historische Entwickelung des Gesetzes.von der Hand gewiesen hat, sondern auch, weil man dem, was wir hier „einfachen Wortsinn" ge-nannt haben, eine objektive Wahrheit beilegen müßte,, die der Verfl nicht einmal approximativ irgend einer Exegese beilegt (S. 5). Jndeß. entschuldigt dieser Grundsatz doch nicht, daß jener Punkt immer nur gelegentlich (§. 119. §. 175) berührt worden— Das dritte und. letzte Kapitel 45) Einzelnes, was wir hier noch zu bemerken finden, geben wir, wie gewöhnlich, beiläufig: pjb' heißt nicht: „woher uns" (S. 115), sondern bloß: „woher"; ebend. ist A. 1 irrthümlich statt geschrieben; daß gerade bei der dagegen frOD und der gl. bei der vorkomme, ist noch zu erweisen; daß aber, auf i n d e r Regel folge, gewiß nicht richtig. Wenn-wir auch nicht sagen können, daß A-s nie die Antwort auf . sei, soist doch so viel sicher, daß es nicht in der Regel darauf folge. Inder Reg e l ist die Antwort auf bv' und drückt daher aus, daß die Schrift gerade etwas Besonderes gelehrt habe,,, indem sie dieses s a g e. Von der falschen Auffassung von ^n, wie sie die Ueberfttzung „lerne zu sagen" giebt, ist.der Vers, selbst schon zurückgekommen. Ir: wiefern (S. 116) das „Aufsuchen" Ueberfttzung von explanatio sei, wissen wir eben Io wenig/ als wir die Erklärung von durch „Verständigung" billigen können. (Vergl. dieses Abschnittes und der ganzen ersten Abtheilung bespricht das im zweiten Kapitel Gesagte noch einmal durch / aber zu weitläufig für eine Recapitulation, zu wenig Neues bietend für ein besonderes Kapiteft „Die Methode der Exegese und die Eintheilung der speciellen Regeln" — so' ist das dritte Kapitel überschrieben — haben wir ja so eben durchgegangen, und finden es daher überflüssig, noch einmal 'zu erfahren/ daß die Einfachheir der Schrift (S. 125 vgl.- S. 114), -odn verständigen (S. 126. vgl. S. 115), aufsuchen (S. 126 vgl. S. 116) heiße. Doch etwas Neues findet sich S. 127. Die oben als bezeichneten Commentationsversuche mußten eingeübt' oder gelehrt werden, weil sonst die Willkühr gar keine Grenzen hatte, indem nicht einmal solche Beziehungen, die dem Talmud als Anhaltepunkte erschienen, für die Gesetzbestimmungen vorunftre Bemerk, zu Kusari S. 12. Anm. 6.). Daß von einem Makiph-He statt von einem Mappik-He gesprochen wird (S. 117. 327), ist nur als 1ap8U8 eaiami zu betrachten; und von den in der Anm. zu S. 117 gegebenen Citaten das erste in Kidd. 57 a, das dritte in Baba kama 41 d und das vierte ln Bechorot 6 b zu corrigiren. — Ueber die Namen, die der Vers, den einzelnen Commentationsversuchen gegeben, läßt sich bei seiner Erklärung (S. 122: „Selbst die Benennungen sind nicht immer (sei!, vom Talmud) streng nach der Bedeutung gehalten, die wir ihnen beilegten; doch haben wir in Ermangelung anderer Namen, solche Benennungen nach dem Talmud den Gliedern unserer Eintheilung zu vindiciren - uns genöthigt gesehen. Wir bemerken daher ein für alle Mal, daß unsre Eintheilung sowohl als Benennung von unserem Standpunkte aus, nicht denen des Talmuds von dem seinigen entsprechen, oder entsprechen können; sie sind nur approximativ gehalten, vom talmudischen Standpunkt aus aber nicht in dieser Schärft aufgefaßt worden") nicht gut rechten, obgleich man den Beweis für diese Schwankung vermißt; denn der eine zu gebende Beweis (S.' 304. Anm. 2) wird völlig um-, gestoßen, wie sich zeigen wird. 29