Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 3 (1842)
- Issue
- Heft 29 (16.7.1842)
- Date
- 1842-07-16
- Page
- Seite 232 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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232 Hamburg. Von Dr. Gotth. Salomo n. Hamb. 1842. 8. G. Bödeckcr. 8 gGr. (S. 54). Auch einige Worte über das neue Gebetbuch im Hamburger Tempel, von M. Löwengard, Rabb. in Jebenhausen im Würlembergischen. Tübingen, 1842. 8. L. Fr. Fues. (45 S.) Verketzerung und Gewissensfreiheit. Ein zweites Votum in dem Hamburger Tempelstreit, mit besonderer Berücksichtigung der Erwiederung eines Ungenannten auf mein erstes Votum, v. Dr. Sam. Hold heim. Schwerin, 1842. 8. C. Kürschner. (111 S.) Dr. Franke'l (Oberrabbiner in Dresden), Erwiederung auf das v. Hrn. Dr. Salomon an mich gerichtete Sendschreiben. Leipzig 1842. Die Nummern des Orients 23 u. 24. 5 Ngr/C. L. Fritzsche. *) Einweihungsrede der neuen ^V68t-s^.onlIon-8vnrrZo§ue of british Jcws, gehalten <tm 27. Jan. 1842, von dem (SjcijtL Dan. Woolf Marks. Aus dem Englischen übers, v. M. Haarbleicher. Hamburg, 18-12. 8. Berendsohn. 5 Ngr. Theologische Gutachten über das Gebetbuch nach dem Gebrauche des isr. Trmpelvcreines in Hamburg. (Enthält .die Gutachten v. Dr. I. Aub, Rabb. zu Baireuth; Dr. I. 2. Au er da ch in Berlin; A. Chorin, Rabb. in Arad; I. A. Frie dl ander, R. zu Brilon im Herzogthum Wesiphalen Dr. A. Geiger in Breslau; M. Gut mann, R. in Redwitz; Dr. S. Hold heim, R. zu Schwerin; A. Kohn, R. in Hohenems; Dr. I. Maier, Kirchcnr. u.R. zu Stuttgart; I. N. Mannheimer, Religionsl. u. Prediger in Wien; Dr. L. Phiti p p so», Pred. zu Magdeburg u. L. Stein, R. in Burgkunstadt). Mit einer Einleitung (üb. das Tempelinstitut). Hcrausgcgcb. v. Dr. M. Fr a emk et. Hamburg, 1842. 8. B. S. Berendsohn. S. 124. 2. Der Breslauer RaÜbinatsstreit. Rabdinenwahl. Zur Aufklärung über die dabei vertretenen religiösen Interessen, von Dr. Jsaac B. Lr-wssstz (in Königsberg). Breslau 1839. 8. Jg. Kohn. Ueber die Rabbinenwahl in Breslam Goldberg, 1340. 8. in Connniss. bei C. L. Fritzsche in Leipzig. 5 Sgr. Die letzten zwei- Lahre. Sendschreiben an einen befreundeten Rabbiner. Von Dr. Adrah. Geiger, zweiten Rabb. in Breslau. Brest. 1840. M. Fncdländcr. Bericht an die Mitglieder der hiesigen (Breslauer) Jsraelicen-Gemeinde über gegenwärtig vorliegende Rabbinats- Angelegenheit, von bcm Obervorfteher - Collegium in Breslau. Bresl. 1842. gr. 4. Abgedr. Or. 1842. N. 25 ff. Entgegnung auf den Bericht des Ober-Vorsteher-Collegiums der hiesigen Israeliten-Gemeinde über die Rabbinatö- Angelegenheit an die Mitglieder. Bresl. 1842. 4. (als Ms. gedruckt!. Darstellung des Sachverhalunffes in seiner Rabbinats- Angelegenheit. Von S. A. Tiktin, Oberrabb. zu Breslau. Bresl. 1842. 4. Dankadr c s se n - M a n i e. Die Judenschaft in S o e st¬ und Brilon, zwei der größten Judengemeinden Enropa's, haben an Herrn Alexander von Humbold, weil er in einem Schreiben sich über die Juden und ihre politischen Verhältnisse r) Der Hamburger Streit ist nach England übergewandert, und diese Predigt ist der Ausdruck der jüdischen Reformisten daselbst. gerecht und billig äußerte, eine Dankadresse übcrschickt. Bald wird ein großer Mann ohne Belästigung kein gutes Wort mehr über Juden sagen dürfen; die Büttel der Judenschaft sind flugs mit ihren Dankadressen hinterher. Das sind noch die Reste der attjüdischen Kriecherei. Wie die sogenannte Fortschrittspartei in Breslau den Kampf fü h r t. Die Anhänger Geiger's suchen fortwährend in der Breslauer Zeitung den dortigen Rabbinatsstreit ins Gemeine herabzuziehen; es ist unglaublich, mit welcher Niederträchtigkeit und Gemeinheit diese Partei in dieser Zeitung ihr Wesen treibt, und man bedauert allgemein, daß Herr Dr. Geiger selbst diesem schmutzigen Geschreibe seiner Partei nicht durch Ermahnungen Einhalt thut, da dergleichen Gesinnungen seiner Anhänger keineswegs ehrenvoll für ihn sein können. Die Correspondenz aus Posen, überschrieben: „Die Krähwinkel - Pentarchie" kann vorläufig wegen einiger nicht in der Redaction liegenden Verhältnisse noch nicht ausgenommen werden. Für die andere Mitlheilung, mit der Überschrift: „Die Posencr werden witzig" gibt es keinen Raum im Orient. Die jüdische Gemeinde zu Baltimore hat sich, sicherem Vernehmen nach, an die Prediger des hies. isr. Tempels (zu Hamburg) mit der Bitte.gewendet, ihr alles den hier geltenden Ritus Betreffende mitzutheilen. Sie beabsichtigt ihr Gebet und gottesdienstliche Ordnung gänzlich nach diesem Muster herzustellen. Die Aachener Zeitung sprach sich kürzlich bei Gelegenheit einer Musterung der neuen preuß. Ritter sehr günstig über die Ausnahme Meyerbeers in diesem ehremverthen Kreis aus. Auch sie betrachtet es als ein bedeutsames Moment, daß das Verdienst auch in Rücksicht auf einen Juden anerkannt worden sei. Gesetzgebung und Verwaltung. Durch eine Königlich Preußische Cabinetöordre vom 10. Febr. d. I. ist bestimmt worden, daß den mosaischen Handwerksgesellen aus allen Landestheilen Sr. Majestät des Königs von Dänemark unter den in der Ordre vom 14. October 1838 festgesetzten Bedingungen gestattet werde, bei Preußischen Meistern als Gesellen zu arbeiten. Nach Maaßgabe der zuletzt genannten Ordre aber muß jeder mosaische Handwerksgeselle, um zur Wanderung innerhalb der preußischen Staaten zugelassen zu werden, mit einem Attest über die in seinem Vaterlande gegen Preußische mosaische Handwerksgesellen stattsindende Rceiprocität versehen sein, welche Bestimmung auch allen Deutschen Staaten gegenüber gleichmäßig Anwendung sinder. Da in den Herzogthümern Schleswig und Holstein die Zulassung und der Aufenthalt israelitischer Handwerksgesellen auch an solchen Orten, wo sich keine Bekenner der mosaischen Religion Niederlagen dürfen, seither gestattet ist, so hat die Schleswig-Holsteinische Negierung die Polizeibehörden in den Herzogtümern angewiesen, in die Wanderbücher der hieselbst einheimischen Handwerksgesellen mosaischen Glaubens, welche im Auslande, insonderheit in den preußischen Staaten wandern wollen, ein Attest der fraglichen Art ex officio auszunehmen. (Alt. Merkur 21. Juni.) Verlag von C. L. Fritz siche. Druck von I. H. Nagel.