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Der Orient · 1842-06-11 · 24 (11.6.1842) · p. Spalte 383-384

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Journal
Der Orient
Volume
1842
Issue
24 (11.6.1842)
Date
1842-06-11
Page
Spalte 383-384 (sequence 8)
Language
German
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383 Literarische Unkündigungen. 384 z-um bessern Bewußtsein und wendet sich ganz von dem Gegenstände ab. Ob Sie Herr Doctor! in Ihrem Sendschreiben sich die Wahrheit zum Ziele setzten, mögen Andere benctheilen; Sie haben meine Worte oft aus dem Zusammenhänge gerissen und ihnen einen andern Sinn untergelegt; Sie haben Vertheidigungsgriinde angeführt, von deren Nichtigkeit Sie selbst überzeugt sein mußten: wahrlich Ihre Sache ist, wenn auch Mängel an ihr gefunden werden, eine bessere, als^daß Sie zu solchen Mitteln fluchten sollten. Und wie haben. Sie die Würde bewahrt? Ich schweige von den Witzeleien und dem Spotte gegen mich; doch warum ließen Sie auch die weise Regel unbeachtet: *pr-) h-.'rrn btt TiX “ID’) *]>n nx? Sie haben einen Mann, den Sie und ich achten, mit in den Streit hineingezogen und auch an ihm Ihren Spott ausgelassen. Die Berichte, die Sie aus der Allgem. Z. d. Iudenth. anführen, kommen, wie Ihnen bekannt ist, von ihm her; auch kennen Sie ihn für zu selbstständig, als daß Sie hierbei einen Einfluß von meiner Seite vermuthen dursten. — Sie haben auch meine Gemeinde bei mehren Gelegenheiten nicht geschont, spielten auf den „Byzantinischen Styl" an, wollten „daß ein elegantes kirchenmäßiges Gebäude, einige Choristen mit angenehmer Stimme ff. nicht hinreichen"; was soll hiermit bezweckt werden? Scheiden Sie nicht Personen von Sachen, so sollten Sie doch mindestens Personen von Personen -trennen. Meine Gemeinde hat sich als eine ehrenwerthe gezeigt, da sie aus einer geringen Familienanzahl bestehend und auch diese nicht mit großem Vermögen ausgesiaitet das „Byzantinische Haus", zll welchem auch der mindest Bemittelte sein Scherflein beitrug, errichtete. Meine Gemeinde hat sich als fromm und dem Fortschritte, huldigend bewährt, da sie trotz der sonst in den hiesigen vier Betstuben herrschenden heterogenen Elemente sich in eine neue Ordnung' fügte und die Abschaffung vieler Piutim sich gefallen ließ'. Sie hatte also wohl ein Recht darauf, daß ich bei dem ihr Liebgewordenm ihre Gefühle schonte; sie darf aber auch mit Recht verlangen, daß auch Andere sich von jeder Verunglimpfung fern halten. Und nun Herr Doctor, noch ein Wort! Was Sie als eaptatio d6NLv<Uvntiu6 annehmen, kam Ihnen aus dem Innersten meines Herzens. Ich achte Sie wahrhaft wegen Ihrer vielen Verdienste; durch Ihr vorjähriges Hiersein fühle ich mich Ihnen persönlich befreundet. Und darum frage ich Sie: -yip -an** wp rin ronbv nbw cmn dn. Wenn Sie als Koryphäe Ihrer Partei dm Streit auf solche Weise führen, welchen Weg werden die Nachtreter einschlagen? Und ist eine solche Art zu polemisiren Ihrer Stellung und des sehr ernsten Gegenstandes würdig? — Sie fühlen sich verletzt, weil ich in dem Buche den nöthigm Ernst und die Würde vermißte; aber dieser Verwurf gilt dem Buche: den Redactoren selbst zolle ich gern Achtung, gegen ihre Ehrenhaftigkeit will ich nicht gesprochen haben. Vielleicht werden wir uns noch auf einem andern Gebiete, da ich über einen diesem Punkte verwandten Gegenstand bald zum Publikum zu sprechen gedenke, wieder begegnen. Ich werde bereitwillig auf jede gründliche Widerlegung hören und sie nach Verdienst würdigen: der Ironie und dem Hohne aber werde ich für alle Zeit ein beharrliches Stillschweigen entgegensetzen. Dr. Z. Frankel, Oberrabbiner. Literarische Ankündigungen. In diesen Ankündigungen werden literarische Anzeigen aller Art, besonders in so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen 14 Sgr. für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. [83.] Bei Philipp Korn, -Buchhändler in Preßburg, ist so eben im Verlag erschienen, und in allen Buchhandlungen der österreichischen Monarchie vorräthig, fürs Ausland durch Herrn Ed. Kummer in Leipzig zu beziehen: Löv, Julie, die israelitische Köchin, oder neues vollständiges Kochbuch für Israeliten. Ein unentbehrliches Handbuch für wirthliche Frauen und -Töchter. Zweite Auflage. 16 Bogen stark. 8. br. 1 st. 20 kr. CM. 274 Sgr. Pr. Crt. [84.] Durch alle Buchhandlungen ist von L. C. Fritzsche in Leipzig zu haben: Israels Trost und Hoffnung vorgetragen von % Rabbiner GrünewalV, am Samstag den 31. Juli 1841 in der Synagoge zu Lehrensteinsfeld. . Nebst Anhang. - gr. 8. geh. Preis (3 Ggr.) 31 Sgr. — 14 Lr.- Verlag von C. L. Fritzsche. Druck von I. H. Nagel.

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