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Der Orient · 1842-06-04 · 23 (4.6.1842) · p. Spalte 367-368

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Journal
Der Orient
Volume
1842
Issue
23 (4.6.1842)
Date
1842-06-04
Page
Spalte 367-368 (sequence 8)
Language
German
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367 Literarische Ankündigungen 368 „wie kann das Genntth dadurch, daß ich eine Handlung, die ihre frühere Heiligkeit nur unklaren und falschen Begriffen von dem höchsten. Wesen verdankten breitgeschlagenen Worten erzähle, angeregt und angesprochen werden?" Sollte man nicht nach diesen Worten .meinen, diese unklaren und falschen Begriffe seien aus dem Gebetbuche verbannt? Da lese man aber Gebetbuch S. 276, wo es heißt: n:on "idh r»mn^ppi tsnip nm m\D bo ijni mo njni njn isdi 'di jvin inp^. b ran® vpn ntyx ‘wPb/v ^np In der Uebcrsctzung daselbst! „Du schmücktest ihn (Aharon) mit heiligen Gewändern und er sühnte deinen Zorn durch seine Opfer. Dies war ein Ehrenmahl Aharons ff., und er sühnte für sich, für sein Haus und für die ganze Versammlung Israels. Heil dem Volk, dem solches geworden." Ist die Art des Hrn. S., die Wahr- ' heit auf solche Weise zu umgehen, mit seiner sonstigen Ehrenhaftigkeit in Einklang zu bringen? Mir antwortet er: „Dieser Priesterdienst am Versöhnungstage verdankt seine Heiligkeit unklaren und falschen Begriffen von dem höchsten Wesen",, und seine Gemeinde läßt er vor diesem höchsten Wesen sagen : „A h a r o n sühnte deinen Z o r n durch seine Opfer ff. H ei l d em V ol ke, dem solches geworden^! Darf man vor Gott hintreten und das Heil seines Volkes preisen, daß ihm Handlungen in u n r e i n e n und fa l s ch e n Beg r i ffe n b e g rundet, zur Sühne gegeben wurden? Hier ist das Gebet nicht nur fibhn statt: n^M?) (wie Hr. S. nach einem bekannten Wortspiele die aschkenasischen Piutim S. 35 nennt), sondern es drückt aus was die Gottheit am meisten beleidigt-.; eine dem Betenden selbst bekannnte Lüge statt Wahrheit! — Sehr bezeichnend ist, daß selbst das deutsche Gebet, welches Hr. S. (S. 41) an die Stelle jenes von mir vermißten gesetzt wissen will, ebenfalls nicht diese Handlung als in unklaren und falsch en Begriffen begründet, darstellt. Es heißt daselbst (Gebetbuch S. 289, Sendschreiben S. 42): „Das Bild jener längst verflossenen Lage stellt sich heute vor unsere Seele und füllt unsere Brust mir tiefer Wehmuth. Ach! wir gedenken des Tempels in deiner heiligen Stadt, auf den du mit Wohlgefallen herabgeschauet;. wir gedenken des Altars mit seinen Opfergaben, des Altars mit seinem Weihrarrchdusre; wir gedenken des frommen Priesters, der da sühnte dein ganzes Volk und (es) von seinen Miffethaten entsündigte." So spricht sich auch hier eine wehmüthige Erinnerung an den Altar und den Weihrauchduft und die Opfersühne an diesem Lage aus, an eine Handlung, deren Heiligkeit-Hr. S> nur. in unklaren und falschen Begriffen findet! (Beschluß folgt.) LiterarLsche Ankündigungen. In diesen Ankündigungen werden literarische Anzeigen aller Art, besonders in so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen Sgr. für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. Literarische Ankündigung. [81.] Bei den Unterzeichneten ist erschienen und durch die I. Ch. Hermann'sche Buchhandlung in Frankfurt a. M. und in allen Buchhandlungen zu ist haben: Ueberzengringen eines Israeliten, g egenüber dem Proselytenthum. Erwiederung auf die Schrift des Herrn Dr. W. B. Frankel: „Das Bekenntniß des Proselyten. Das Unglück der Juden und ihre Emancipation in Deutschland". Von L. <H. Loewenftein. 8. Preis -\ Thlr. oder 48 Kr. rhekn. Auf fünf Exemplare das sechste gratis. Der Herr Verfasser der (gleichfalls in unserm Verlag erschienenen) „Damasein" zeigt in dieser Schrift, daß die Angriffe, weiche der kürzlich zum Christenthum übergetretene Herr Dr. Fränkel in seinem „Bekenntniß" auf die israelitische Religion wie aus die bürgerliche G l e i ch st e (l u n g d e r I sra c l r t e n mi t a n d e r n S raatsangohörigen unternommen, überall mit. den Ueberzeugungen und Grundsätzen eines geborenen Israeliten, in. dem grellsten Widerspruche stehen und daher die in der Fränkel'schen Broschüre ausgesprochenen Ansichten und Behauptungen keine Aussicht haben , je bei den Bekennern des mosaischen Glaubens den mindesten Eingang finden, vielwcniger irgend die beabsichtigte Wirkung hervorbringen zu können. R ö d e l h e i m, im März 1842* I. Lehrberger und Comp. [82»] Durch <§. 2. Fritzschc in Leipzig ist zu beziehen! Ueber die Rabbinenwahl in Breslau. 8. Preis 5 Sgr. Verlag von C. L. Fritz sch e. Druck von I. H. 9t a g e l»

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