Mannheim
Compact Memory

Der Orient · 1842-06-04 · 23 (4.6.1842) · p. Spalte 353-354

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orient
Volume
1842
Issue
23 (4.6.1842)
Date
1842-06-04
Page
Spalte 353-354 (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/8555529-9894039-9894076--2157-3529383
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Literaturblatt des Orients. Berichte, Studien und Kritiken für jüdische Geschichte traft Literatur. M 23. Leipzig, den 4. Juni 184 3. Liturgis cd e s. Eervider u>-g des Oberr-wbinei-s Dr. Frankel in Dresden auf ein Sendschreiben des Dr. Salo.mon, israel. Perdigers in Hamburg, wegen des Tempelgebetbuches. — Lit. 2tnkündigungen. Erwiderung auf das von Herrn Dr> Salomon, Prediger am neuen Lsraelitischen Tempel zu Hamburg, an mich gerichtete Sendschreiben. Herr Dr. Satomon sucht in einem bei Bödeker in Hamburg erschienenen an mich gerichteten Sendschreiben meinen im „Orient 3. Jahrgang Nr- 7—9" über das neue Gebetbuch des Tempelverems ausgesprochenen Tadel zu entkräften, und mich der Halbheit und der Widersprüche zu -zeihen. Dieses Sendschreiben ist.wedn. durch die Art seiner Beweisführung noch durch den Ton, der in ihm herrscht, der scienckisischen Bildung und des ehrenhaften Charakters des Herrn S. würdig, und überhebt mich in den Augen jedes vernünftigen Lesers der Entgegnung; da aber Herr S. eine für die politischen Verhältnisse der Juden nachrheilige Folgerung aus diesem Gutachten zogso will ich in einigen Worten den Gehalt d>eser Broschüre und wie deren Verfasser seiner Sache gedient auseinandersetzen. Ich folge nun seiner Widerlegung Schritt für Schritt; möge jeder Unparteiische prüfen! 1. Ich fragte (Orient S. 61) „warum, da im neuen Gebetbuche für tcDIP Tinpn die Formel pn1? H'A “lUp riNDD nach Wajikra Rabba ausgenommen wurde, man nicht ebenfalls nach diesem Wajikra Rabba, der ^vpy rOTnm 'DJ nicht' har,, dieses.. rWTPflV durch welches im neuen Gebetbuche arg gegen das nOTin pyD p'tnQ verstoßen wird und das hier ganz ohne Zusammenhang stehet, wegließ". Herr S. antwortet (S. 11): „Hat die Kritik ihr Recht, so hat die Redaetion ein noch größeres, den nationalen Grund zu beachten, und har sie die drei ersten und die drei letzten n):ro, so weit sie nicht geradezu mit dem religiösen Systeme des Tempels im Widerspruche stehen, als unantastbar betrachtet." Welche Widerlegung! Wollte man dem Nationalen sein Recht lasten, warum schaffte man Tinen ]V*b irUDttf weg; wollte man der Kritik ihr Recht lassen, warum behielt man rmnni bei und setzte nicht die Formel, die Wajikra Rabba an dessen Stelle hat? Ging Herr S. besonnen mit der -Redaktion zu Werke, wenn er in zwei unmittelbar auf einander folgenden Stellen schon bei der zweiten die Norm vergaß, die er bei der ersten sich setzte? 2. Herr S. beruftsich (S. 12) hinsichtlich des p^riD riDWI pyD auf wahn nrwn und macht eine Application, die von einer sehr sonderbaren Schtußweise zeugt und keiner Widerlegung bedarf. — Eben so wenig befriedigt' Herr S. (daß) hinsichtlich der gerügten Weglassung des das Anderes ausdrückt als was im Gebetbuche in deutscher Sprache gegeben ist. 3. Herr S. klagt mich (S. 13) der Parteilichkeit an, „da ich (Orient S. 61) die Redaction über ihr Berufen auf Wajikra Rabba tadle, hingegen anderswo (S. 62) ihr zum Vorwurfe mache, daß sie eine Stelle aus Wajikra Rabba unberücksichtigt ließ." Aber Herr S. scheint in solcher Eile sein Sendschreiben verfaßt zu haben, daß ihm nicht Zeit, meine Aeußerung Lm Orient genau zu lesen, blieb» Ich sagte daselbst ^S. 61): „Ließ sich die Redaction von Rücksichten auf das Alter und die ursprünglichen Formen der Gebete leiten ff." Wenn daher die Redaction durch den Midrasch veranlaßt iruw "prnan änderte, so mußte sie consequenterweise auch bei andern Stellen die variirenden alten Formeln, die ebenfalls der Midrasch anführt, berücksichtigen. 4. Herr S. sagt (S. 14): „Warum war denn eigentlich der Regel nDTO pyn;HDOT zuwider, die Formel, dir man beim täglichen Gottesdienste so paffend und angemessen fand?" (Hier scheint aus Versehen etwas ausgefallen; die heutige Formel ist: p) CDD D"tiDD ^fcO fDD DDD) also ist no-nn pyo DDW1. Herr S. meint wahrscheinlich, warum überhaupt p; DDÖ1 an die Stelle despl iroy gesetzt wurde, so wie ec auch fortfährt:) „warum 23

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.