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Der Orient · 1842-04-23 · 17 (23.4.1842) · p. Spalte 257-258

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Journal
Der Orient
Volume
1842
Issue
17 (23.4.1842)
Date
1842-04-23
Page
Spalte 257-258 (sequence 1)
Language
German
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— in rn ■ Berichte, Mu-Len und Kritiken f ü r . ' - MiM Geschichte und Meratur. MM. ' '; :; Leipzig, ben 23. April 1842. Talmudische Ex egeL ik. UeLer die Libl. Auslegungen des Talmuds bei seinen Gesetzbestrmmungen. 'VonM. Sch ttxtrgäuer, — I n d ische Altert hu msk UN de: Die Veschneidung Lei den Israeliten (Horcrz). — Lit. Ankündigungen. TaLnmdifche Exegetik. Ueber die biblischen Auslegungen des Talmnös " bei fernen Gesetzbestimmungen. Bel euchtung einer Skizze: „Das Verhaltniß des natürlichen Schristsinns zur talmudischen Schriftdeutung von D"r. Abraham Geiger, Rabbiner in Breslau". (Wiffenschastliche Zeitschrift für'.jüd. Theologie, 5ten Bandes erstes Heft. Grünberg und Leipzig 1842.) Von Mk Schwarzauer. Nachdem der geehrte Rabbiner Herr Dr. Geiger seine Hoffnung dahin ausgesprochen (S. 53): „daß. wenn einst die Zeit herangekommen sein wird,,da ein wissenschastliches Bewußtsein die Synagoge und ihre geistlichen Vertreter durchdringt, man auch sein Hauptaugenmerk richten wird auf ein volles, richtiges Vecständniß der Bibel, auf die methodische Zusammenstellung ihres Lehrgehalts, auf die Entwickelung, die das Judenrhum, fydtec , abweichend vom Buchstaben und noch mehr vom Geiste der Bibel, erfahren, und namentlich auf das Verhaltniß, welches diese Entwickelung zum Schriftworte. arrgenow-, men z's nachdem (S. 54) über die bereits erschienenen Schriften Dr. Creizenach und von dem Rabbiner Hm. - Dr. Hi r sch f e lb zur Lösung dieftr Frage Klage.geführt: daß sie nicht bewußt und energisch genug angegriffen ) daß jener — zu populär — - die , Wissenschaftlichk.eit und der feste Standpunkt fehle und 'dieser--., zu apologetisch irnd philosophisch, sich von vorn herein den richtigen Gesichtspunkt über Exegese verschoben, habe: sagt uns Herr Dr. Geiger gleich, dast sein Zweck nicht sei',., den Gegenstand nach seinem ganzen Umfange zu behandeln, was ein bedeutendes Werk erfordern würde, „vielmehr sollen hier blos im Allgemeinen die G e sichtspunkte nachgewiesen werden, die sich aus den talm u d i sch e n w i e r a b b i n i sch e n S ch r i f t e n s e l b st für die Beurtbeilung des Verhältnisses zwisch en dem n a tür lich en Sin ne der Bibel und d er z ur B egründun g der Gefetze aufgestellten Deutungen ergeben." Demnach zerfallt die Abhandlung in folgende zwei Abtheilungen: , 1. „In welchem Verhältnisse stehd die exegetische Anschauungsweise der Talmudisten (der Lehrer der Mischnah und Gemara) zu dem Deutungsverfahren, welches sie zur Ableitung der angenommenen Gesetze aus der Bibel in Anwendung brachten?" 2. „Wie Haben die Spätem die talmudische Deutungsweife in Übereinstimmung gebracht mit dem klareren oder getrübteren Bewußtsein einer natürlichen Schristauslegung?" (S. 56). Es wird uns zunächst die Beantwortung, de.r ersten Frage, hier gegeben , und die der zweiten anderweit Vorbehalten. . Der gelehrte Verfasser entwirft einleitend, in lebendiger Kürzerem Bild vom geistigen Lebensprocefse im Zudenthume, ihn mit dem der Geschichte identificirenv, dem wir aber unsere abweichende Ueberzeugung entgegen halten zu muffen glauben. Denn die Gestalt, welche, das geistige höhere Pcincip im Menschen als- Trägerin der.Idee angenommen, hat sich im Juden-, thum nie so ganz befreit von dem ihr erst den Werth gebenden Belebenden, und ist n i e, wie der Werft meint, in dem Sinne selbstständig geworden, „daß sie immer dichter, immer finsterer geworden, und daß der Geist ihr abhanden gekommen fei,'(— fonbecn, und darin liegt eben die Göttlichkeit der jüdisch reli- 17

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