Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1842
- Issue
- 15 (9.4.1842)
- Date
- 1842-04-09
- Page
- Spalte 225-226 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/8555529-9894039-9894063--2085-3529235- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Berichte, Studien und Kritiken für jüdische Geschichte und Meratur. JVs 1Ä. Leipzig, den 9. April 1842» L ü di sch - p hi l o so p h isch e L it e r a t ur. Neueste Ausgabe des Kusan, beurtheilt von M. Si der. Das Grammatikalische und Lexikalische des Commentars. — Jüdische Alterth um skunde. Die Beschneidung bei den Israeliten (Horaz). — Bittenden Abtalion betreffend; literarische Ankündigungen. Jüdisch - philosophische Literatur. Die neueste Ausgabe des Kusari, beurtheilt von JE Sider. " (Fortsetzung.) n Arabismen. Indem wir hier im Allgemeinen auf das Einleitende und über Aramaismen Bemerkte verweisen, fassen wir uns in Kürze, um die charakteristischen Pointen hervorzuheben. 1. Arabische Wurzeln sind fast durchaus nicht ausgenommen worden (oben Anm. 3). Nur äußerst wenige eigentliche Termen blieben als Kunst- und Fremdwörter unverändert oder mit geringer Assimilation der Form ohne weitere organische Verschmelzung^). — Db nicht die karaische Literatur hierin weiter ging, könnte nur ein Besitzer karäischer Handschriften beurtheilen^l). — Doch ist selbst hier stets zu erwägen, ob nicht blos die ideale Erweiterung der hebräischen Wurzel stattgcfunden habe; s. die folgende Rubrik 3. 20) S. oben Anm. 4. 5. , 21) Im Ez Chajirn sind einige Worte in den Citaten aus altern Schriften, die wohl zum Arabischen führen, nämlich: NONO in der überhaupt fast unverständlichen Stelle S. 37. Z. 1. — bro und hm 130, antcp. (zur Bemerkung S. 264 vgl. ^>rH2 mit rei S. 145. 206. mit accus, rei S. 205. mit personae ibid.). Zu ‘prD bietet sich freilich das Chald. dem hebr. to, verwandte, vgl. im Aethiopischen ÄÄÄ. (Kehil) — hy 166,, 15. Nach einer Privatmittheilung des Herausgeb. harte derselbe bei sei- 2. Arabische Formen. Solche bildet der wissenschaftliche Hebraismus durchaus nicht, so nahe es ihm auch gelegt ward, da das Arabische durch seinen überwiegenden Reichthum an Formen weit geeigneter ist, die feinsten Nüancirungen des Denkensauszudrücken 22). So muß z. B. das Hitpael oft die Stelle der Conj. VIH und X vertreten (s. oben Anm. 16). 2lllein hier war es die Rücksicht gegen den im Arabischen unerfahrenen Leser bei den Uebersetzungen, und der Mangel eines vorhergehenden literarischen Einflusses bei den hebräischen Autoren selbst, hauptsächlich aber die quantitativ funktionelle Ausdehnung der hebr. Formen (s. unten Rubrik 4. 5.), welche den strengsten Purismus begründeten. ner Bemerkung S. 268 das arab. «JUtf im Auge, ohne'entscheiden zu wollen. — Ein nicht wissenschaftlicher Term ist ied&j/D ((S. 66) nach Delitzsch (Onamast. S. 312.) d. i. Mutterbruder". Ein Beleg wird nicht gegeben. Vielleicht ist zu vergleichen marrtu« uxoris, womit 5 M. 25 das hebr. DD1 ausgedrückt wird" (s. Gesenius in der Hall. A. L. Z. Nr. 221. Decbr. 1841. Col.550). 22) Scheyer (a. a. O. 181, a) spricht, im Gegensatz von den in unsrer Rubrik 1 angeführten arabischen, noch von „arabisirten.hebräischen d. h. dem Arabischen nachgebildeten Wörtern in der philosophischen Terminologie. Diese Nachbildung ist theils eine grammatische theils eine logische. A) Es wurden mit Nachahmung des Arabischen aus vorhandenen (!) Wurzeln neue Formen gebildet, die man in der heiligen Schrift in der rabbinischen Literatur nicht antrifft." — Aber wohlgemerkt! Nur an den r esp. Wurzeln finden sich diese „neuen Formen" nicht, sonst sind sie alle gut hebräisch und echt biblisch. Allein es scheint, als sei der Ausdruck SSHH hier sklavisch wiedergegeben. — Die Forts, unter Anm. 28. 15