Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 3 (1842)
- Issue
- Heft 14 (2.4.1842)
- Date
- 1842-04-02
- Page
- Seite 105 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Dritter Jahrgang. Berichte, Studien und Kritiken für Das Abonnement für ein Jahr ist 5 Thlr. Mische Geschichte und Literatur. Man abonnirt bei allen lob!. Postämtern und allen solid. Buchhand¬ Herausgegeben lungen auf ein Jahr. von Br. Julius Fürst. Von dieser Zeitschrift erscheinen wöchentlich, das Literaturblatt mitgenchnet, zwei Bogen, und zwar an jedem Samstag regelmäßig. 14»_ Leipzig,, den 2. April _1842» Deutschland. (H a l b e r ft a d t. Ofsicielle Notiz über einen Gegenstand der Gesetzgebung in Preußen. Hildesheim. Das Wirken des Rabbiners Bodenheim er daselbst. Leipzig. Gebetbuchssache — Gesangbuchssache bei den Christen. Stralsund. Die Broschüre: Sendschreiben eines Familienvaters rc." Hamburg. Correspondenzen — Wergelandsche Schutzschrift. Berlin. Ueber die neue Iudenverfassung. — V o lk s t h ü m li ch e Aufsätze und B e urt hei lu n g e n. Ueber die Heranbildung der israelitischen Jugend (aus Moisling bei Lübeck. Schluß.). — Die Judenzeugnisse in Criminalsachen. — Personalchronik und Miscellen. — LV. d. Or. - ' Deutschland. Halbe estaöt, 20. Marz. Indem ich mich hierdurch für den Verfasser des Aufsatzes in dieser Jeitschrist, datirt aus dem hiesigen Orte vom 18. Januar e. unter Nr. 5 mit der Unterschrift 53..... versehen, bekenne, fand ichmich veranlaßt, Exemplare dieser Nummer sowohl der Hohen Königl. Staatsbehörde zu Berlin als auch dem Königl. Oberprasidenten der Provinz Sachsen zu Magdeburg mit der ergebensten Bitte zu übersenden, bei Berathung der bevorstehenden neuen Judenverfassung durch deren geneigte Fürsorge dahin zu wirken, daß die von uns wohlerworbenen Rechte nicht geschmälert werden möchten, worauf sich nun nachstehende Antwort erhielt, die ich hierdurch mit Vergnügen veröffentliche. Böhme, Commissions - Agent. „Für das mir mit der Eingabe vom 12. d. M. - überreichte Exemplar von der fünften Nummer der Zeitschrift: „Der Orient" danke ich Ihnen mit dem Bemerken, daß die staatsrechtlichen Verhältnisse der Juden in den mit Preußen vereinigten Gebietstheilen des vormaligen Königreichs Westphalen den Staatsbehörden hinreichend bekannt sind und b.ei der bevorstehenden neuen Gesetzgebung auch ohne Zweifel werden berücksichtigt werden." Magdeburg, den 14. März 1842. Der wirkliche Geheimerath und Oberpräsident der Provinz Sachsen, Flottwel. An den Commissions-Agenten Herrn Böhme zu Halberstadt. Aus dem Königreiche Hmmovev, im Marz. Vernehmen wir aus den meisten Gegenden Deutschlands die. erfreulichsten Berichte über die Fortschritte, die unter Juden in jeder Beziehung, vornehmlich jedoch in Gottesdienst- und Unterrichts-Angelegenheiten sich Herausstellen, so scheint im Königreiche Hannover für Verbesserung und Ausbildung dieser Zweige durchaus Nichts zu geschehen. Oder hat ein öffentliches Blatt sich schon einmal rühmend über sie ausgesprochen? Ich glaube es nicht; ein dichter Schleier liegt über das Wirken der drei Rabbiner im hiesigen Königreiche, so daß es in Wahrheit scheint, als ob durchaus nichts Rühmendes zur Aufmunterung und Freude für unsre Mitbrüder, über dieselben berichtet werden könne. Ich halte es daher für meine Pflicht, diesen Schleier einmal zu lüften und durch eine kurze Schilderung des Wirkens des zeitigen Rabbiners, vornehmlich in einem Rabbmatsbezirk'in un- -serm Königreiche, der vor den beiden übrigen in mannigfacher Beziehung hervörgehobm zu werden verdient, 14