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Der Orient · 1842-03-26 · 13 (26.3.1842) · p. Spalte 193-194

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Journal
Der Orient
Volume
1842
Issue
13 (26.3.1842)
Date
1842-03-26
Page
Spalte 193-194 (sequence 1)
Language
German
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Meraturblatt des Orients. Berichte, Studie» und Kritiken für jüdische Geschichte und Literatur. M 13. Leipzig. dcn 26. März 1842. Jüdisch-philosophische Literatur. Neueste Ausgabe des Kusari, beurtheilt von M. Sider. Das Grammatikalische und Lexikalische des Commentars. — Dogma. Ueber die Vorstellungen der alten Hebräer von der Unsterblichkeit der menschlichen Seele, von Isidor Kämpf (Fortsetzung.) — P o li t i sch - t h e o l o g i sch e R h a p sod j e n (aus Breslau.) Ahnungen über Gesetzgebung. Das Buch: „Die gegenwärtig beabsichtigte Umgeft-rltung der bürgerlichen Verhältnisse der Juden in Preußen " Dr. Geiger's Vorlesungen über jüdische Geschichte. — Bekanntmachungen und literarische Ankündigungen. Jüdisch - philosophische Literatur. Die neueste Ausgabe des Kusari, beurtheilt von M. Sider. (Fortsetzung.) Wie wird es sich aber nun mit. dem wissenschaftlichen Hebraismus der Karaiten verhalten? — Hier kommt es darauf an: ob der Eintritt der Wissenschaft unter den Juden mit dem Schisma gleichzeitig fallt (vgl. oben LB. 1841, Nr. 20. Eol. 294) > wenn spater , ob zuerst unter den Karaern, und in beiden Fallen, ob auch die Ausbildung des Hebraismus? Noch complicirtec wird die Frage bei dem unter mannigfaltigen Einflüssen hebräisch geschriebenen Ez Chajim des Ahronb. Elia ^). 11) Der Ez Chajim eck. Delitzsch 1841 ist eine polemische Nachbildung des Moreh im Inhalt und daher auch in der Sprache f. 54, 2" S. 255. [worüber Samuel in der Vorr. ausdrücklich spricht] vgl. S. 334. — Die sehr häufig vorkommenden talmudischen Worte, Phrasen, Wendungenu. dergl. habe ich nach genauer Vergleichung bis jetzt fast alle. in den ähnlichen Schriften der Rabbaniten z. B. Em. ve D. CH ob. ha-Leb. Kusari rc. gefunden, die Ahron gewiß kannte, weil auch eine fleißige Benutzung ihres Inhalts aus einer genauen Vergleichung sich ergibt*). Schon einige der krit. Noten (z. B. 3, 6 v. u. 5 v. u.) und Zusätze (z. B. 2, 13. 3, 1. 9, 19 wozu vgl. *) Besonders interessant und zu gegenseitiger Ergänzung führend ist die Vergleichung der Polemik gegen den Karaism u s im K u sar i. Wie demnach eine historische Betrachtung dieser Terminologie stets die rabbinischen Schriften im Auge benoch ronna v. §. 12, f. 26. 70, 16. 102,13. besonders die talm. Form und Phrase aus dem Moreh 186, 14 nachgewiesen zu 158, 7 v. u.) — noch mehr aber die, für einen andern Ort vorbehalrenen, Parallelen (Vorr. S. XN.) zeigen eine auffallende Congruenz von Gedanken und Ausdrück. — Diese Werke, namentlich der Moreh, geben hier das sicherste Mittelglied für jene talmudischen Sprächet erneute. — Der Gegenstand scheint uns wichtig genug, um Delitzsch'S Ansichten darüber im Zusammenhang mit seinen anderweitigen in Kürze zu erörtern. Einl. §. 5 „Styl des Cz CH." heißt es S. XIV.) „auch der Styl trägt das Gepräge der Ursprünglichkeit, und schwebt frei und fessellos über allen Gebrechen einer sklavischen Copirung." Nur die Terminologie soll, jedoch nicht ohne bedeutende Ausnahmen mit der rabbanitischen übereinstimmen, u. zwar weil sich Ahron auch in die Literatur seiner Gegner hineingelebt hat, und von ihr „in Stoff und Form merklich influirt wird, noch weit mehr, als [eg] in ältern karairischen Werken [der Fall ist]". — Ahron „gebraucht keck zugehauene Formen, welche an die unbeschränkte Freiheit erinnern, welcher sich, gegenüber der spanische n Schule, die nach Kalirs Vorbild dichtenden Pajchanim bedienten (?)". Als Beleg wird auf die krit. Bem. 125, 7 (S. 263—4) verwiesen. Was steht aber dorr?—— „In der Bildung der nn. actionis, wie hier HD^n, bedient sich Ahron, wie der p h i l 0 s 0phi sch e N e uh ebr aism u s ü berhaupt, der größten durch die Bildsamkeit der Sprache begünstigten Freiheit."!! Daß Letzteres das allein Wahre sei, wird nicht zu bestreiten sein, wenn wir später alle, S. 264 angeführten Formen auch in den.genannten philos. Schriften, — und diese gehören doch zur „spanischen Schule? " — im Einzelnen Nachweisen werden (vgl. noch unten bei Ja noch mehr! Ahrons „lumina orationis“ (S. XV. Anm. 25) werden leider keines besseren Schicksals sich zu erfreuen haben. —- Doch kehren wir zur Einleitung zurück! 13

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