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Der Orient · 1842-03-19 · 12 (19.3.1842) · p. Spalte 191-192

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Journal
Der Orient
Volume
1842
Issue
12 (19.3.1842)
Date
1842-03-19
Page
Spalte 191-192 (sequence 8)
Language
German
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191 Schriften über das Hamburger Lempelgebetbuch.. Literarische Ankündigungen.' 192 V. , Festhalten im Gesetze, Fortschritt im Geiste. Eine Stimme in Israels heutigen Wirren v. einem Gläubigen (Bonn). Hamburg, 1842. Hamburgs Erben. S. 28. Dieses Schnstchen, hauptsächlich eine Polemik gegen die Redaktion der allgr Zeit. des Judenth. will Nachweisen, daß es bei der strengsten Observanz der rabbinischen Vorschriften, immerhin gestattet und möglich ist gleich andern Nationen in Kunst, Wissenschaft und Gewerbe fortzuschreiten. Das wurde von uns niemals bezweifelt, um so weniger als Thatsachen dafür sprechen > es freuete uns deshalb den Satz öffentlich ausgesprochen zu finden. Dem Herrn Dr. Philippson wird Partheilichkeit vorgeworfen und auch wohl nachgewiesen; eine Annonce in der Leipz. Allg. Zeit. dient dem Vorwurf zur Grundlage. Zum Schlüsse werden einige Stellen im Gutachten des Hrn. Dr. Holdheim widerlegt. Gut ausgeführt ist der Satz, daß die Observanz der jüdischreligiösen Vorschriften in keinem Widerspruche mit der sittlichen und kosmopolitischen Bildung der Israeliten steht, wenn wir auch die Sprache nicht überall billigen können. . VI. Die Synagoge zu Hamburg, wie sie war und wie sie sein soll. Den edlen Herren Vorstehern der deutsch-israeliti- : : schen Gemeinde daselbst gewidmet von einem alten Gemeindemitgliede (Moses Mendelssohn). Kjöbenhavn1842.8. Dies Schriftchen versucht einen Mittelweg einzuschlagen, giebd der einen und der andern Partei unrecht, deducirt philosophisch das Gebet, historisch unser Gebetbuch, räch den Orthodoxen nachzugeben, weil das Gotteshaus verödet, die Thore verwüstet daliegen, keine frohe Menge j dahin wallet, viele Gebete umgeändert zu werden verdienen, und von den Reformern nicht zu viel zu verlangen, keine ftemde Sprache, keine fremden Sitten einzufühcen. j Der Vers, meint es gut, es fehlt ihm aber an einem Princip, an einem leitenden Gedanken, welcher ihm die etwa vorzunehmenden Veränderungen an die Hand gibt, und ihn bestimmt, das beizubehalten jenes zu verwerfen. 93. LiLerarische Ankündigungen. Zn düsen Ankündigungen werden literarische Anzeigen aller Art, so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen Einen Groschen für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. P"*] Bekanntmachung. An der hiesigen israelitischen Schullehrer-Bildungs¬ und Schul-Anstalt ist eine Lehrerstelle mit 300 Rchlrn. jährlichen Gehaltes erledigt,' bei deren Besetzung namentlich auf die Befähigung zu einem gründlichen israelitischen Religionsunterricht in Verbindung mit den bezüglichen linguistischen und moralwissenschaftlichen Kenntnissen, so wie auf theoretische und praktische Schulmanns-Bildung, vorzugsweise mit Beziehung auf die Unterweisung der zu künftigen Religionslehrern bestimmren Zöglinge, Rücksicht genommen wird. Competenten werden ersucht, ihre Gesuche, Zeugnisse und andere Beglaubigungen der Unterzeichneten Stelle einzusenden^ Kassel, am 16. Februar 1842. Der Schul - Vorstand. Romann. [38.] Bei F. E. C. L e u ckart in B.r e s l a u ist erschienen und in allen Buchhandlungen zu haben: Der Hamburger Tempelstreit, eine Zeitfrage von Dr. Abraham Geiger, Rabbiner in Breslau. Preis 10 Sgr. Der Gegenstand dieser Schrift, welcher die jüdische Gemeinde. Hamburgs in zwei Parteien spaltet, bei allen einsichtigen Juden so wie auch denen, die in den Bewegungen des Verlag von C. L. Fritz sch e. Judenthums die Dissonanzen unserer Zeit zu erkennen vermögen, eine lebhafte Teilnahme findet, wird hier, abgesehen von dem lokalen und dem ritualgesetzlich-bestehenden, noch zugleich von dem geschichtlichen Standpunkte und in seinen Beziehungen zu den allgemeinen Ideen, welche das Judenthum jetzt' durchdringen, .aufgefaßt. Wir erlauben uns auf diese kleine, aber gehaltreiche Schrift ganz besonders aufmerksam zu machen. Die Verlagshandlung [39.] So eben ist bei G. P. Ad er h o(z in Breslau erschienen und in allen Buchhandlungen zu haben: Die gegenwärtig beabsichtigte Umgestaltung der bürgerlichen Verhältnisse der Juden in Preußen. Nach authentischen Quellen beleuchtet, gr. 8. /geh. Preis 5 Sgr. [40.] Durch alle Buchhandlungen ist von L. C. F ritz sch e in Leipzig zu haben: Israels Trost und Hoffrmug vorgetragen von Rabbiner Grünewald, am Samstag den 31. Juli 184t in der Synagoge zu Lehrensteinsftld. . Nebst Anhang. gr. 8. geh.. Preis (3 Ggr.) 3| Sgr. — 14 36r. Druck von I. H. Nagel.

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