Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1842
- Issue
- 10 (5.3.1842)
- Date
- 1842-03-05
- Page
- Spalte 159-160 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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159 , Literarische Ankündigungen. 160 und. Unglaubliches? Wissen wir denn nicht, daß in den Gegenden des Orients sehr viele Weise besonders, unter den Egyptiern,' Assyriern und Indiern, da sie ein asketisches Leben führten/ die äußerste Grenze des Greisenalters erreicht haben (2, 169, 15., vergl. Wessel, zu Diodor. 1, 16. Bd. 3. S. 27), daß die meisten Essäer über die Hundert hinausgekommen sind (Jos. jüd.: Krieg 2, 8, 10), und daß die Lebenszeit der Menschen von! Plato (rex. 10. 615, b) und von Artemidor (0nei> loerit. 2- 7V) auf hundert Jahre festgesetzt wird? Doch so viel über'den ersten Beweisgrund Kirschbaums, welcher noch ben-meisten Schein, für sich.hat.- ' .. Denn was Jener noch außerdem zur Begründung seiner Behauptung Mrgebracht hat, ist Alles ohne Werth und leicht zu widerlegen, aber auch der Beachtung kaum werth. Er giebt vor, die Philonischen Schriften wimmelten von Beispielen riner. unglaublichen Verschiedenheit der Meinungen und. vom unzäMchen^ Widersprüchen. So werde in der Schrift über die Wanderung Abrahams 450, 15 folg, der Vorzug der allegorischen Auslegung vor der wörtlichen dahin entschieden, dqß die Beobachtung der Gebräuche um der bloßen Meinung der. Menschen witten notwendig sei, um ihrem Hasse zu entgehen und ihre Gunst zu gewinnen; dagegen werde in der Schrift über den Deealog 2, 180, 7. die Erklärung nach dem Buchstaben der allegorischen in dem Sinne vorgezogen, daß dieser letzteren nur zu Gunsten der Gelehrten eine Stelle eingeräumt werde. Auf gleiche Weise sage er im Buche über den Ackerbau (322, 27 folg, vergl. mit 324, 19 folg.) daß Deuter. ,20, 5. die mosaische Einrichtung wegen der Befreiung vom Kriegsdienste nebst deren Ursachen vielen Ausstellungen ausgesetzt sek, wenn sie. nicht zur Allegorie gezogen werde; hingegen erkenne er im Buche de fortitudine (2,379,50 folgg.) jene, selbst buchstäblich verstanden, als Zeichen der Menschenfreundlichkeit und kluger Einsicht an. (Fortsetzung folgt.) Literarische Ankündigungen. In diesen.Ankündigungen werden literarische Anzeigen aller Art,, so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen Einen Groschen für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. (31.4 Durch L. C. Fritzsche in Leipzig,zu beziehen: Geschichte der Auv e n Lu S a ch s e n und ihre Rechtsverhältnisse. Zum Theilnach archivalischen Quellen bearbeitet von A, Sidori. Mit einer Borrede von Prof. Fr. Bülau in Leipzig. 8. br. Preis 26 Ngc. ____^____ i “■—: ‘ , 7! [32;] In der Buchhandlung von C. L. Fritzsche in Leipzig sind die'Nummern'7.^8 und 9 des Orients, worin das: Schreiben des Vbierrablnners D ri Frankel ' ^an die Direction des Tempelvereios zu Hamburg (Preis für jedeNummer 2 Ngr.) sich befindet, auf Verlangen und den Wunsch Vieler auch besonders zu beziehen, welches dem geehrten Publikum hiermir um so eher angezeigt wird, als es das einzige Gutachten Ist, welches sich mißbilligend über das neue Hamburger Gebetbuch, des Israel. Tempels ausspricht. (33.4 Bei C. L. Fritzsche in Leipzig sind zwei sehr schöne Lithographien, Jerusalem und die heiligen Oerter in Palästina betreffend, zu haben und auf feste Bestellung durch alle Buch- und Kunsthandlungen zu beziehen: I Ansicht von Jerusalem mit hebräischen Unterschriften und Angaben, enthaltend: Ansicht des Grabdenkmals der Prophetin Chulda auf der Spitze des Oelberges, Ansicht des Oelberges, des Tempelberges, der Westwand, des Davidsthurms rc. Preis 10 Ngr. II Eine mit deutschen und hebräischen Unterschriften versehene Lithographie, enthaltend: Panorama der Stadt Jerusalem, Ansicht des Berges Tabor, des Sinai, des Grabes Rachels, Josaphat's, Zacharia's, so wie eine Ansicht der Stadt Bet- Lechem. Preis 10 Ngr. Beide sehr schon lithographirtcn Blätter sind von dem bekannten in Jerusalem ansässigen Joseph Schwarz ausgenommen und gezeichnet. Verlag von C. L. Fritzsche. . Druck von I. H. Nagel.