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Der Orient · 1842-02-19 · Heft 8 (19.2.1842) · p. Seite 57

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Journal
Der Orient
Volume
3 (1842)
Issue
Heft 8 (19.2.1842)
Date
1842-02-19
Page
Seite 57 (sequence 1)
Language
German
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Dritter Jahrgang. Berichte, Studien und Kritiken für Das Abonnement für ein Jahr ist 6 Thlr. Man abonnirt bei allen löbl. Postämtern und allen solid. Buchhandlungen auf ein Jahr. Nr Julius Fürst. Wische Geschichte und Literatur. Herausgegeben von Von dieser Zeitschrift erscheinen wöchentlich, das Literaturblatt rm'tgerechnet, zwei Bogen, und zwar an jedem Samstag regelmäßig. Jkßi 8» Leipzig, den 19. Februar 1842» ms M—« __ - - - - Orie nt. (London. Aus Kol Jakob: Ueber die Gründung einer Bildungsanstalt für das Predigtamt in London.) — Deutschland. iB er lin. Ministerial-Nescript über die Eidesformel für . jüdische Medicinalpersonen. Hannover. Gesetzentwurf über jüdische Bewerb- und Besitzverhaltnisse in den Kammern-. Tri e r. Wahl .des Hrn. I. Kahn zum Rabbiner daselbst. Leipzig. Ehe zwischen Juden und. Christen besprochen). — Böhmen (Prag. Prospectus zur Herausgabe eines hebr. Wörterbuchs des Parchon.) — Licht- und Schattenbilder aus der jüd. Geschichte der Gegenwart. Die' Hamburger Tempelfrage. Gutachten des Dr. Frankel wider das Hamburger Gebetbuch. — LB. d. Or. , Großbritannien. London, Febr. In der neuesten Nummer des Kol Jakob (Nr. 9) Kndet sich folgender wichtiger Aufsatz, der den Lesern hier mitgetheilt zu werden verdient: „Ueber d i e G r ündung einer Bildungsanstalt für das PredigLamt in London.-— Der erste Gegenstand der Prüfung dieses hochwichtigen Unternehmens sollte die Frage sein: „was ist der. Zweck, den man beabsichtigt"; und dann: „welche sind die Elemente, die dazu vorhanden sind"; und endlich: „welche sind die Mängel, und wie können diese beseitigt werden?" Der zu wünschende Gegenstand ist zunächst eine Pflanzschule, bestehend aus Schülern und gebildeten Männern, deren bürgerliche Stellung denjenigen gleichkommen soll, welche von Vertretern anderer religiösen Gemeinden ganz analog eingenommen wird. — Männer, deren Befähigungen denen der höherstehenden Communmltglieder, die sie zu ermahnen und Einfluß auf sie zu äußern bestimmt sind, nicht untergeordnet sind — Seelsorger, welche die wahre Weihe der Frömmigkeit unserm Synagogendienste zu geben vermögen, und deren heilige Pflichten man ihnen anvertrauen könne, damit sie nicht auch hierin von Laien abhängige bleiben, indem sie unbestimmt das Amt verwalten — religiöse Führer und Lehrer auf dem Wege Gottes, und die durch Wort und Beispiel ihre Heerde zum Gehorsam lenkend, sie mit frommen Eifer zu erfüllen verstehen — Officialen, so man verehrt und aussucht, nicht einer Klasse angehörig, die man duldet und schützt — Geistliche, durch welche den Fremden Achtung abgenöthigt werde für jüdische Religion undjüdisches Gesetz, und die die eigenen Glaubensbrü-er lehren, sich selbst zu kennen und zu achten. Wenn das wichtige, jetzt bestehende Comite, welches das jüdische Publikum vertritt, erklärte, daß die jetzige Aufklärung auf dem Punkte sei, der neuen zu bildenden Amtsgenossenschast eine passende Stellung und Remuneration, zu verschaffen, so würde dies eine höhere Klasse der Gemeinde, oder wenigstens eine unabhängige, mir Eifer für die heiligen Functionen erfüllen. Mbergehen wir. die schreiende Nothwendigkeit, Lehrer für öffmttiche Schulen zu befähigen, weil die Erörterung 1 nüsifallm möchte, aber wir wollen die geistige Regierung en Betracht nehmen, und man wird nicht läugnen, daß das Oberhaupt eines Bethdin, mit dem eines Medrasch innig verbunden sein müsse., oder daß die brittischen Israeliten bedürfen eine wohl geordnete Negierung, um welche sie sich versamm«eLn, wie ein religiöser Körper, einig in Prkncip und Zweck, und welche unangefochten und anerkannt den Forderungen genüge, nicht ein bloßer Schatten von Autorität sei, sondern Achtung einflöße um ihrer selbst willen. Dadurch würde dem .Schisma vorgebeugt, oder es ausgeglichen, und Abtrünnigkeit ■ unm öglich gemacht. Dies würde den Institutionen neue Kraft geben, und nicht die Wenigen niederbeugen, deren größter Zeitaufwand doch nicht zum Zwecke führt. Es giebt noch einen andern Gegenstand, die Erziehung der Jugend im Allgemeinen, und man glaube nichtdaß dies zu unserm Zwecke unerheblich sei; denn von ihr hängt die Bildung des Charakters ab, und das muß durch eine Schule erreicht werden. Wir gehen über zu den vorhandenen, und unserm Zwecke dienlichen Elementen. 1) Das Einkommen von zwei D'OvprQ wie früher, ist auf 1500 Pfd.Sterl. per nunum abgeschätzt, und man, bedenke, wie kaum von anderen Quellen, als den zwei 8

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