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Der Orient · 1842-02-12 · 7 (12.2.1842) · p. Spalte 97-98

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Journal
Der Orient
Volume
1842
Issue
7 (12.2.1842)
Date
1842-02-12
Page
Spalte 97-98 (sequence 1)
Language
German
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Meralurblalt des Orients. Berichte, Studien und Kritiken für Mische Geschichte und Meratur. JVi V» Leipzig, den 12. Februar 1842» Dogmatik. Ueher die Vorstellungen der alten Hebräer von der Unsterblichkeit der menschlichen Seele. Von Isidor Kämpf. — Jüdische Alterthumskunde. Die Beschneidung bei den Israeliten (Strabo). — Analekten. Verwandschaftsgrad Abrahams zu Sarah. — Philonische Literatur. Dr. Großmann's Abhandlung über die Reihenfolge und die chronol. Ordnung der Schriften des Juden Philo. — Lit. Anzeigen. Eine Anfrage an die Rabbinen Deutschlands. Ueber die Borstellungen der alten Hebräer * von der Unsterblichkeit der menschlichen Seele. Von Isidor Kaempf. ..und die Unsterblichkeit Ist ein großer Gedanken! Klopstock. In einer Zeit, wo die wichtigsten Fragen in Bezug auf Israel und seine Religion zur Sprache kommen, dürste dem wahrhaften Israeliten eine Abhandlung, wie die unftige, nicht unwillkommen sein, 1 2 3 um so weniger, als es bisher meist Nicht-Israeliten waren, die diesen Gegenstand einer nähern Erörterung würdigten. 3 1) Es versteht sich von selbst, daß hier nur von der vorchristlichen Zeit die Rede ist. —- 2) Wollen und können wir auch nicht in Abrede stellen, daß der rechtgläubige Israelit, dem die Tradition heilig x% zu seiner Beruhigung in Betreff des fraglichen Gegenstandes unserer Demonstrationen nicht erst bedarf, — so dürfen wir doch hoffen, daß ein durch freie Forschung gewonnenes und mit dm Satzungen der Tradition übereinstimmendes Resultat ihm wenigstens nicht unlieb sein wird. Möge man daher in Rücksicht, daß eine freie Forschung nur von einem außerhalb der Tradition liegenden Gesichtspunkt aus möglich ist, die etwaigen kühnen Ausdrücke, deren wir uns hier und' da bedienen möchten, nicht mißdeuten. — 3) Wir heben nur folgende heraus: Th ym, Histor. - krit. Darstell, d. jüd. Lehre von einer Fortdauer nach dem Tode re. 1795. — I. E. C. Schmidt, Entwurf einer Gesch. des Glaubens an Vergeltung und Unsterblichkeit bei den Juden. 1797. —- Kaiser, Bibl. Theol. 1. 271. ss; — J o h ct n n s e n, Vrett. Hehr, notiones de reb« post morl. Die Resultate der außerhalb Israels in Beziehung auf den fraglichen Gegenstand stattgehabten Erörterungen hier einer Kritik zu unterwerfen, kann unsere Absicht jedoch nicht sein; uns ist es nur darum zu thun, durch selbstständige Forschung zu einem befriedigenden Resultat zu gelangen, ganz unbekümmert, ob dieses mit den auf nicht-israelitischem Grund gewonnenen Resultaten übereinstimme, oder nicht. Schon der Umstand, daß die Nachkommen Jakob's auf egyptischem Boden zu einem Volke herangewachsen, berechtigt uns zu der Annahme, daß diese der Idee von der Unsterblichkeit der menschlichen Seele nicht fremd geblieben. Die Egyptec gestanden den Seelen überhaupt Unsterblichkeit zu, — dies geht zum Theil schon aus ihrer Mythologie hervor. Wie bei den meisten andern heidnischen Völkern, so entstand auch bei den Egyptern der Polytheismus vorzüglich aus der Meinung, daß verdienstvolle Personen der Göttlichkeit theilhaftig seien, und daß deren Seele nach ihrer Trennung vom Körper zur wirklichen Gottheit sich verkläre. So sind Osiris und Isis, dem Pluta rch^ zufolge, aus guten Geistern futuris. ilavn. 1826. — D e Wette Bibl. Dogm. 3. A, §. 113 s. p. 87 ss. — E. C. Kisselbach, Diss. Dogma de rebus post mort. futuris e V. T. etc. Heidelb. 1832. 4.— F. C. Meier, Diss. Notiones yefct. Bbraeorum de rebus post mort. futuris, scriptis V. T. comprobatae. Jen. 1832. — Herder, Vom Geist der Ebräischm Poesie Th. I. S. 192 ff. — Gesenius, Commentar über den Jesaia. I. 476. — C. F. Stäudlin, Beiträge zur Philosophie und Geschichte der Religion und Sittenlehre rc. Th. N. S. 252 ff.— 4) '0 fisv yäg *OaiQis ttcu r\ ’Igls 6cil(i6vcüv aya&cov sig ftsovg fisTrjXla^av. Plutarch. De Isid.?et Osir. cap. 29. —^ 7

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