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Der Orient · 1842-02-05 · 6 (5.2.1842) · p. Spalte 81-82

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Journal
Der Orient
Volume
1842
Issue
6 (5.2.1842)
Date
1842-02-05
Page
Spalte 81-82 (sequence 1)
Language
German
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-es Orients. Berichte, Studien und Kritiken für Mische Geschichte und Meratur. WH. Leipzig/den 5. Februar 184Ä. Apologetik. Zur Abwehr der im Judenthume inflmrenden fremden Neligionsansichten Salvador — de Sacy. Von M. Schwarzauer. —- Jü d isch e A lt erth u nr sku n d e. Grabschriften und Inschriften. Chronologische Tabelle zu dem Merkchen Abne Sikaron von Almanzi und Luzzatto. — Analekten. Mittheilung von Dr. Carmoly. — Lit. Anzeigen. Errichtung einer Pensionsanstalt von Dr. Landau in Dresden. Nöthige Bemerkung zu einer in dieser Nummer abgedruckten Correspondenz, datirt Hamburg, von **. Apologetik. Zur Abwehr der im Judenthume influirenden fremden Religionsansichten. - Von M» Schwarzauer, Rabbinats - Candidat. Das Leben Jesu und seine Lehre, die Geschichte der Entstehung der christlichen Kirche, ihrer Organisation und Fortschritte während des ersten Jahrhunderts. Von I. Salvador. Aus dem Französischen von H. Jacobson. 2 Bd. Dresden, in der Walther'schen Hofhuchhandlung 184t. XI V. u. 558. gr. 8. Zweiter Artikel. (S. LB. des/Orients Nr. 3 d. I.) Nachdem wir nun in der Diagnose dieser jüdisch-religiLjen Anomalie so viel Boden erlangt haben, um der Aufmerksamkeit des Seelenarztes eine bestimmte Richtung zu geben — denn jene möglichst zu erschöpfen und die Phänomenologie dieser zu erhärten, hoffen wir in einem dritten Artikel nachzuholen — versuchen wir es sogleich, den Händen dieses Arztes vorerst ein Präparat, zu empfehlen, das ihn zwar noch nicht befähigt, den Krankheitsstoff selbst zu heilen, wohl aber im Stande ist, ihm eine gründliche Pathologie zu verschaffen und seinen Gesichtskreis derart zu erweitern, daß es, nach gewissenhafter Kenntnißnahme dieses Präparats, nur noch darauf ankommen wird, die Gebrauchs- und Heilmethode nachzuweisen, womit wir sodann, mit der Hilfe Gottes, auch nicht Zurückbleiben werden. Wir glauben es kaum nöthig zu haben, den Namen des Werkes zu nennen, welches wir unfern Lesern angelegentlichst zu empfehlen gedenken. Denn-wer, der nur einiges Interesse an dem Gährungs-Processe ünsers Glaubens in diesem Jahrhundert genommen, hätte nicht von dem trefflichen Buche des I. Salvador: „Das Leben Jesu" gehört! Wer wäre unberührt geblieben von der allgemeinen Sensation, die dasselbe in der theologisch gebildeten Welt von halb Europa gemacht! Denn in der That, abgesehen von den großen Resultaten für das Juden- und Christenrhum, die hier dargeboten werden, und die wir als ausgestreuten Saamen betrachten, welcher wie der aller edlen Früchte, nach dem Höhengrade seiner Vollkomm'enheit, eine desto längere Zeit für-Wachsthum und Reife gebraucht, — ist es schon als Typus des emancipirten Geistes und Wortes, als Zeichen des Kettenbruchs der bisher gefesselten Freiheit in der Discussion über des Menschen heiligsten Angelegenheiten mit freudigem Herzensgruße zu empfangen. Doch wenn einmal das günstigste Vorurtheil des gebildeten Publikums für ein wissenschaftliches Werk gewonnen werden soll, bevor in dessen genauere Analysis eingegangen wird, so halten wir es für zweckmäßig, das Urtheil eines Mannes dem unsrigen vorhergehen zu lassen, dem vermöge seiner Gelehrsamkeit, Humanität und Wahrheitsliebe so oft das Wort zusteht, als es nur mit zur Discussion gehört, selbst auch dann, wenn dasselbe wie hier, schon anderweit und früher verbreitet und gehört worden ist; und wir werden uns nur einige Bemerkungen damit zu verbinden erlauben, die, wenn sie auch nicht im engsten Begriffe zu unserem Thema gehören, doch homogener Natur sind. Wir geben hier nämlich au s zu glich eine Kritik des S. de Sacy, welche im Journal des Debats enthalten ist. Dort heißt es: „Ich liebe das Buch des Herrn Salvador, und dennoch bin ich entfernt, weit entfernt, den größten Theil der Meinungen zu theilen, welche darin auseinandergeseht und vertheidigt werden. Das Buch des Herrn Salvador ist schon bekannt; Jedermann weiß, daß in diesem neuen Werke das Ziel, welches sich der Verfasser der Geschichte der Satzungen Moses*) gesteckt hat, ist: dem 1) Histoire des institutions de Moi'se et du Peuple 6

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