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Der Orient · 1842-01-29 · 5 (29.1.1842) · p. Spalte 65-66

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Journal
Der Orient
Volume
1842
Issue
5 (29.1.1842)
Date
1842-01-29
Page
Spalte 65-66 (sequence 1)
Language
German
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Meralrrrblalt -es Orients. Berichte, Sludien und Kritiken für Mische Geschichte und Literatur. A, Leipzig, den 29. Januar 1842» Studien, zur Septuaginta. Historisch-kritische Studien zu der Septuaginta nebst Beitragen zu den Targumim von Dr. Franke!. — Analekten. Jüdische Sphragistik. — Jüdische Alterthumskunde. Die Beschneidung bei den Israeliten, vom historischen, kritischen und medicinischen Standpunkt. — Lit. Anzeigen. Errichtung einer Pensionsanstalt von Philipp Heidenheim in Sondershausen. Studien zur Septuaginta. Histcrisch-krmsche Studien zu der Septuaginta nebst Beiträgen zu den Largumim von Dr. A. Frankel, Obecrabbinen der israelitischen Gemeinde zu Dresden und Leipzig. Erster Band. Erste Abtheilung. Vorstudien zur Septuaginta. Leipzig, bei Fried. Eh. W. Vogel. (Fortsetzung.) Das erste Kapitel, enthaltend die §§. 2—8, verweist die wunderliche Aristeische Sage über die Entstehung der LXX großenteils, so wie die Person des Aristeas selbst, in das Reich der Fabel, und Note c. enthalt eine ausführliche Hinweisung auf die Literatur über den Aristeischen Bericht. Der zweite Paragraph verbreitet sich ferner über die Fragen, ob die Bibliomanie des Ptolem. oder ein religiöses Bedürsniß der alexandrinischen Juden! die LXX veranlaßt habe und ob die ganze heilige Schrift oder nur der Pentateuch übersetzt worden sei. — Die erste Frage beantwortet der Verfasser dahin, daß die Uebersetzung dem religiösen Bedürfnisse der Juden ihr Dasein verdanke, und ec motivirt seine Behauptung dadurch, daß viele hebräische Wörter wie: HDD, pH, rQtjy unübersetzt geblieben, was wohl bei den Juden/bei denen man die Kenntniß derselben voraussehen konnte, aber nicht bei einem Ptolemäer am rechten Orte gewesen wäre. Ein großes Gewicht legt der Vers, mit Recht auf die Bemerkung in Note g, daß die auffallende Jncorrectheit des griechischen Ausdruckes der LXX gewiß in einer für die königliche Bibliothek abgefaßten Uebersetzung vermieden worden wäre. Der Recensent in der Zeitung des Judenth. wendet dagegen ein, daß es der Bibliomanie eines Königs nicht auf Genauigkeit ankomme- und daher auch in einer Uebersetzung für den Ptol. manches Wort unübersetzt bleiben konnte; besonders da alle die angeführten Wörter religiöse Begriffe bezeichneten.— Der Recensent hätte aber bei genauer Durchlesung des Paragraphen genügende Widerlegung gefunden. Unser Verfasser macht nämlich besonders aus Me. Jnconsequenz aufmerksam, daß solche Wörter an einer Stelle unübersetzt blieben, während an einer andern ein griechisches Wort dafür gesetzt wurde, so “U bald yeicoQag bald rtQOGqkvrog, nnty bald aaßßara bald dvanavGig rc. Warum hatten die LXX in einer Uebersetzung für Ptol. ohne Noch diese Hebraismen gelassen, wenn sie griechische Wörter dafür hatten und zum Theil wirklich anwandten? Solche Nachlässigkeit läßt sich nur nach des Vers. Annahme entschuldigen. Wir sehen übrigens nicht ein, wie alle die angeführten Wörter religiöse Begriffe bezeichnen; jvi ist ein gewisses Maaß, allerdings bei den Opfern gebraucht, eben so wie welches doch bisweilen durch lietqov überseht wird. §atte aber, wie aus der Arrsteischen Sage hecvorzugehen scheint, der König schon den hebräischen Text, und war es ihm nur um eine Uebersetzung zu thun, so durfte diese um so weniger Hebraismen enthalten. Der Verfasser motivirt ferner, unsres Bedünkens, durch die in den Propheten und besonders im Jerem. 42 ff. nachgewiesenen frühen Einwanderungen der Juden in Egypten die Möglichkeit sehr gut, daß bis zur angeblichen Zeit der Alexandr. Version das Hebräische bei den Juden in Egypten in Vergessenheit gerathen, und eine Übertragung der heil. Schrift in die dermalige Landessprache, die griechische, nothwendig geworden sein konnte. Erwähnter Recensent wendet hier ein, daß ja die griechische Sprache erst 'seit Alexander d. Gr. (332 v. 5

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