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Der Orient · 1842-01-15 · 3 (15.1.1842) · p. Spalte 33-34

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Journal
Der Orient
Volume
1842
Issue
3 (15.1.1842)
Date
1842-01-15
Page
Spalte 33-34 (sequence 1)
Language
German
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Meraturblall des Orients. -—ggHS-gB— ■ Berichte, Studien und Kritiken für jüdische Geschichte und Literatur. M 3 Leipzig, den 15. Januar 184% Studien zur Septuaginta. Historisch-kritische Studien zu der Septuaginta nebst Beitragen zu den Targumim v. Dr. Frankel, beurtheilt von Dr. Landau. — Apologetik. Zur Abwehr der im Judenthume influireriden, fremden Religionsansichten. Von M. Schwarzauer. — Philonische Literatur. Dr. Gr oßmann's Abhandlung über die Reihenfolge und die chronol. Ordnungder Schriften des Juden Philo. — Lit. Anzeigen. Studien zur Septuaginta. Hist.rrisch-kritische Studien zu der Septuaginta nebst Beiträgen zu den Targumim von Dr. Z. Frankel, Oberrabbinen der israelitischen Gemeinde zu Dresden und Leipzig. Erster Band. Erste Abtheilung. Vorstudien zur Septuaginta. Leipzig, bei Fried. Eh. W. Vogel. Der gelehrte Verfasser, durch seine mit Gründlichkeit und vielem Scharfsinn gearbeitete Schrift „über den Eid der Juden^ v. 1840 dem wissenschaftlichen Publikum als redlicher und tüchtiger Forscher rühmlich bekannt, hat sich, wie derselbe in der Vorrede zu gegenwärtigem Werke sich ausspricht, das schwierige aber höchst verdienstliche Ziel gesetzt, eine historisch-kritischeKntwickelung des Judenthumes, wie es sich seit Abschluß des Canons durch Tradition, Mischna und Talmud gestattet hat, zu liefern. Er begann mit der Septuaginta, als dem ältesten Monumente religiös wissenschaftlicher Tätigkeit der Juden, um hierin die Spuren der Halacha zu ergründen, fand aber in diesem für Kritik und Exegese der Bibel wie für Lexicographie viel und mannigfach gebrauchten, aber wenig verarbeiteten und daher oft mißverstandenen Material so viel zu läutern und zu sichten, daß wir ihm ln vorliegendem Buche nicht nur die Grundlinien zu einer vollständigen nach allen Seiten hin sich verbreitenden Bearbeitung der Septuaginta, sondern auch in den den Kapiteln eingestreueten Bemerkungen und denselben beigefügten Noten viele belehrende und berichtigende Winke bezüglich des Verständnisses der Targumim, Talmude und Midraschim verdanken. Wir werden uns bestreben, mit Beibehaltung der Anordnung des Buches, dessen-Inhalt nach den Kapiteln und Paragraphen klar darzustellen, und an beispielsweise angeführten Stellen den Geist der Bearbeitung zu zeigen; erlauben uns jedoch fürerst einige Worte über die Bedeutsamkeit, welche gründlichen, jüdisch-wissenschaftlichen. Werken in unsrer Zeit beizulegen ist, und welchen Einfluß sie auf unser religiöses Leben und unsreAchtung von außen üben, auszusprechen, woraus sich ergeben wird, daß dieses Werk, selbst abgesehen von seinen Resultaten, schon als Manifestation eines gründlichen wissenschaftlichen Strebens der Juden unsrer Zeit, eine sehr erfreuliche Erscheinung ist. Der Mangel an einer wissenschaftlichen Bearbeitung und kritischen Sichtung des Judenthums, welche allein eine deutliche Ueberschauung und richtige Würdigung desselben hätte verschaffen können, hatte noch bis auf heutigen Tag bald Starrheit, bald Jndiffecentismus seiner Bekenner und Verkennung und Verachtung von Seiten der Christen zu Folgen. Diese Nichtachtung ist so zur Gewohnheit geworden, daß man sich nicht entblödet, Leistungen dieser Act Seitens der Juden oft nach kaum oberflächlicher Kenntnißnahme mit einigen hämischen Worten abzufertigen, oder ein vornehmes Stillschweigen über sie zu beobachten. So fand es ein sonst gründlicher Gelehrter für gut, die „Geigersche Zeitschrift für jüdische Theologie" als eine Steppe in der Wissenschaft zu bezeichnen, ohne dieses boshafte Urtheil im Mindesten zu begründen oder auch begründen zu können: so wagt es ein Professor zu B., der freilich dem von religiösen Vocurtheilen freien Streben, welchem die israelitischen Gelehrten zumeist huldiget, abhold ist, seinen gläubigen Zuhörern vorzusprechen, daß „seit Elias Levita die jüdische Wissenschaft sich von den Juden zu den Christen gewendet habe, um nie wieder zu jenen zurückzukehren." Einem Professor auf seinem Lehrstuhle, seinen im brtreffenden Fache noch unerfahrnen Jünglingen gegenüber, wird es freilich leicht, die Leistungen eines Zunz, 3

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