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Der Orient · 1842-01-01 · 1 (1.1.1842) · p. Spalte 5-6

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Journal
Der Orient
Volume
1842
Issue
1 (1.1.1842)
Date
1842-01-01
Page
Spalte 5-6 (sequence 3)
Language
German
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5 " Jüdische Alterchumskunde. Grabschriften und Inschriften. 6 JüdifHs MUssLhurstsEresr^s» x Grabschriften. und I n schriften. (Fortsetzung von Nr. 50.) Bedeutender als das Erwähnte, wenn man natürlich das Historische, abzieht, welches freilich am Höchsten anzuschlagen ist, darf man den. sprachlichen und. poerischm Gewinn a n schlagen; denn bei aller Einfachheit und Schmucklosigkeit des Styls ist doch die Diction so kunstgerecht und'ästhetisch, daß man fast in jeder Zeile die Meisterschaft der Sefardim bewundert. Manche Beschreibung des Wohnens im Schatten Gottes, des Rühens im Reiche der Seligkeit, und des ßünftigens Auferstehens ist mit den lieblichsten Farben gemalt, die der poetischen Muse keine Schande machen würde. So z. B. auf dem Grabsteineiner Frau: yyyy CIpD pn?n ■ Tinx kii-md ito nra.nnn ' mpn m \ bwn n\bu/b i^p** btt rvprra ^■lp '»Dip Auch die trefflich ausgebildeten mannigfachen Grabsteinformeln, in Bezug auf welche man ebenfalls das goldne Zeitalter der neuhebraischm Poesie erkennt, ist höchst interessant, da die bei uns noch üblichen nur . wie matte Abschattungen jener uralten Formeln erscheinen. — Bevor wir zum geschichtlichen Werth übergehen, wollen wir zuerst die vockommenden Abbreviaturen zusammen fassen, um dadurch junge Forscher auf diesem Gebiete, die mit der epitaphischen Terminologie nicht vertraut sind, zu unterstützen. Diese sind: rta b; h. idd )nnw (nnnw); i'ixi d. h. innw mn TOD-, wie bphi] rh b* h. OTn' nn;, rta d. i. Hiddd inrMD; jo d. h. py inu; yrinh b. h. töron " nn py pDvbftö bekannte rp&n, also im Ganzen nur (ine geringe Anzahl und die spatere Zeit hat seitdem sie nicht bedeutend vermehrt. Auch die sehr häufige Angabe der Jahrzahlen durch sinnig .gewählte Wörter und Bibelphrasen verdient zusammengestellt zu werden. So wurde das unglückliche Jahr der Pest 5109 oder 1349 aus dm Grabschriften durch nhiib NV (1- 2. 3. u. A.), ' oder durch fcPTi'n h (4.) oder nmibn btt £W, oder auch Wsi tfcn QNil fW (17. 18.); das Jahr 5145 oder 1385 durch yK gegeben, das Jahr 1354 durch DBp'(20), häufiger jedoch sind die Phrasen, wo dlos einzelne Wörter oder Buchstaben daraus nach ihrem Aahlenwerth genommen sind, wobei „ aber durch Weglassung der Punkte oder durch falsche Setzung derselben eine Verwirrung entsteht. —-- Was den historischen Werth betrifft, so sind die zahlreichen und fast ausführlichsten Grabschriften von Personen der m -der jüdischen Literatur berühmten Familie-des R a bben'U Ascher (Rosch) am wichtigsten, wahrend von andern berühmten- Männern selten die-Grabschriften der ganzen Familie sich erhalten. Von Ascher und seiner Familie findet man folgende 11 Grabschriften, nämlich 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 41. 42. 45. 46: und die gar nicht numericte kurze am Ende, und diese zusammen geben schon ein Bild, von dieser ursprünglich deutschen Familie. Die Frau des Rabbenu Ascher, die sich in Grabschrift Nr. 8 findet, ohne daß dort der Name dieser Frau angegeben ist, starb 28. Ab 1327, und 60 Tage, nachher,' nämlich 9. Marcheschwan 1327. starb Rabbenu Ascher-b.'Rabbi Jechiel b. R. Uri b. R. Eljakim b. R. Jehuda -(s. N. 5) ihr Gemahl und es wurde beiden ein Grabstein gesetzt, worauf es hieß kh ONWM DH'TO D'onwn. Zwar hatte die Familie Ascher eine Art Familienbegräbniß, das schon am Leben sammtlichec Glieder bestimmt war, die Grabsteine jedoch, vorzüglich die Grabschriften wurden erst einige Zeit nach dem Hinscheiden angefertigt. Was in einer Anmerkung am Schluffe (S. 71) über die Grab sch ri ft des Raschi gesagt ist, hat alle Wahrscheinlichkeit für sich. Grabschrift 8, welche der Frau des Ascher geweihet ist, hatte auf einer andern Seite die zuletzt stehende Grabschrift : rh :jry jn. rotwn nwton pan, wo in rmnn auf den Namen und in rh ]n die Jahrzahl rin ,1 angespielt ist, zumal es heißt rnEtf $b DniDDl, Von den Grabschriften der Söhne des R. Ascher finden sich über folgende: 1) über Jehuda'Ben Ascher (Nr. 5), wo das Geschlecht bis-zu einem Ahn dieses Namens geführt wird; 2) über Jakob Ben Ascher, (Nr. 7) bekannt unter dem Namen rnnDn by2f und wo, auch der Schriften gedacht -ist; 3) über Schimeon Ben Ascher, den jüngsten der acht Söhne des Rosch, zusammenalso nur über drei Jehuda, Jakob, Schimeon, aber als Jakob begraben wurde (Nr. 7) waren bereits fünf Söhne um die' Ruhestätte des Vaters Ascher gelagert, nämlich zwei zur Rechten und drei zur Linken. Es fehlen uns demnach fünf Grabschriften seiner Söhne. Drei von diesen Fünfen werden noch in'den Grabschriften ihrer Kinder oder Frauen gedacht, nämlich Salomo Ben Ascher (R. 39.), Jcchiöl Ben Ascher (N. 5), und Eljakim Ben Ascher (N. 45), so daß also nur eigentlich zwei unerwähnt geblieben. Von den Enkel des R. Ascher werden hier erwähnt: 1) Mirjam b at Salomo, auch Gemahlin ihres Oheims Jehuda b. Ascher; 2) Chajim b. Jehuda; 3) Salomo b^Jabob; 4) Salomo b. Jehuda-; 5) Jehuda b. -Eljakim (45); 6) . . . Bat .Jakob; außerdem nur noch einige Frauen. Abgesehen von dieser- Familie des Ascher sind noch, merkwürdig und interessant Nr. 10 über Menachem ben Serach, dem Verfasser des iprh »TPS; SIt. 11 über R. -Jona ha- Chasid aus Gecona; Rr. 12 über tm berühmten R. Miilr -b. Todros ha-Lew;, dm rieh, den Verfasser des rninV frü mDü, NnP3 m. anderer 'Schriften; Nr. 13—25, über die große und hochberichmte Familie Äbulefia- (t'TOjjbiDN) ie, -Um aber leicht die in die- 1?

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